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Ermutigung zur Individualität

Quelle: rr-paartraining.de

Quelle: rr-paartraining.de

“Wie oft nahm ich mir vor zu sagen, was ich denke, und nicht erst zu fragen, was and’re etwa davon halten könnten, und blieb am Ende dann doch wieder still. Wie oft nahm ich mir vor zu leben, zu leben und mir selbst mehr zu vertrauen, und nicht dauernd nach Hinz und Kunz zu schauen, bis man schon nicht mehr weiß, was man nun will. – Hilf mir, zu mir selbst zu finden, dann find’ ich auch zu Dir. Denn ich fühle immer stärker, dass ich mich verlier.” Entlang diesem Liedtext “Wie oft” von Herman van Veen entwickelt Pfarrer Liebig Möglichkeiten des Widerspruchs gegen die Anpassung, gegen den Verlust der eigenen Person. Wie schnell lernen wir Menschen es uns anzupassen: anzupassen an die Erwartungen der Umwelt, anzupassen an die Erwartungen auch der nahe stehenden Menschen, anzupassen an die wertenden Stempel, die uns schon früh aufgedrückt werden. Dagegen gilt es sich zu wehren, die eigene Individualität zu bewahren, bei der eigenen Meinung auch dann zu bleiben wenn sie kontrovers wirkt, sich nicht den vermeintlich unentrinnbaren allgemeinen und spezifischen Zwänge zu ergeben. Raum nicht nur für diese Findungsarbeit, sondern auch Raum der Toleranz gegenüber ungewohnter und oft nur auf den ersten Blick anstößig wirkender Individualität kann und soll auch die Kirchengemeinde geben, Ermutigung statt Entmutigung unser selbstverständliches Programm sein…

Erste Lesung (Jesus Sirach 15,15-20) – Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften. Wenn du willst, kannst du das Gebot halten; Gottes Willen zu tun ist Treue. Feuer und Wasser sind vor dich hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt. Der Mensch hat Leben und Tod vor sich; was er begehrt, wird ihm zuteil. Überreich ist die Weisheit des Herrn; stark und mächtig ist er und sieht alles. Die Augen Gottes schauen auf das Tun des Menschen, er kennt alle seine Taten. Keinem gebietet er zu sündigen, und die Betrüger unterstützt er nicht.

Zweite Lesung (1 Korinther 2,6-10) – Wir verkündigen Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden. Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt, denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes.

Evangelium (Matthäus 5,15-37) – (In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:) Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gebe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, so lange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch. Ihr habt gehört. dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

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Einladung zum Ü60-Singtreff

Am 15. Dezember fand in der St. Antonius-Klause des Thomas-Morus-Hauses in Künzell der erste Ü60-Singtreff statt. Erfreulicherweise wurde diese Veranstaltung sehr gut angenommen. Erst sang man Adventslieder und ging dann zu Volks- und Heimatliedern über. Es herrschte eine sehr gute und fröhliche Stimmung und dem entsprechend ging man so schnell auch nicht nach Hause. Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine gelungene Veranstaltung war.

Dies nehmen wir zum Anlass, nun wiederum am Donnerstag, den 19. Januar 2017 um 17.00 Uhr zum nächsten Ü60-Singtreff am gleichen Ort einzuladen. Geplant ist, bei entsprechendem Interesse, diese Veranstaltung regelmäßig und dauerhaft durchzuführen.