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Anschreiben 02/2005

Liebe Pfarrgemeinde!

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Pfarrgemeinde!

Wir legen in unserem Leben stets großen Wert auf unseren freien Willen, was sicherlich für unser persönliches Leben von großer Bedeutung sein dürfte. Und wenn uns etwas gut gelingt, dann nehmen wir auch gern den Erfolg für uns in Anspruch.

Ganz anders ist das allerdings, wenn wir Schuld auf uns laden. Dann sind oft andere verantwortlich: die Gesellschaft oder das Elternhaus … Dann „waschen wir unsere Hände in Unschuld.“ Und spülen – ohne es vielleicht zu merken unsere eigene Würde mit ab.

Ich meine allerdings, dass es zur Freiheit des Menschen gehört auch schuldig zu werden und diese Schuld vor sich, vor einander und vor Gott einzugestehen.

So gesehen kann die vor uns liegende Fastenzeit eine gnadenreiche Zeit werden, wenn wir frei werden von falschen Bindungen. Dabei geht es allerdings nicht nur um das frei werden von, sondern auch um das frei werden für … das Gebet, den Kirchenbesuch, ein Buch, das Glaubensseminar in der Fastenzeit, die Familie oder einen Krankenbesuch …

So wünsche ich uns allen, dass wir in dieser Fastenzeit zu einer neuen Freiheit finden, die vom Willen Gottes getragen und geprägt ist.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

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