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Vorstellung: Ökumenischer Gesprächskreis

Vor mehr als 25 Jahren (das genaue Datum war hier nicht mehr festzustellen) wurde von Herrn Pfarrer Willi Schmitt, St. Antonius, ein Rundschreiben zu einem gemeinsamen Treffen im Thomas Morus-Haus versandt mit einer Einladung an Ehepaare, die in konfessionsverschiedenen, oder treffender konfessionverbindenden Ehen leben. Das Schreiben fand großen Zuspruch, doch leider blieb es für viele der Teilnehmer bei dieser einmaligen Zusammenkunft.

Es hat sich jedoch ein interessierter Kreis von Ehepaaren gebildet, die seither die anberaumten Termine der Treffen weitgehend einhielten. Seinerzeit wurde vereinbart, jeweils am 1. Donnerstag eines jeden Monats, mit Ausnahme der Schulferien und Feiertage, einen Ökumenischen Gottesdienst zu feiern, und zwar abwechselnd in der St. Antonius-Kirche, der Christophorus-Kirche und der Maria-Hilf-Kirche mit den Pfarrern dieser Kirchen. Anschließend an diese Gottesdienste trifft sich dann die Gemeinde in den Gemeinderäumen zu einem Gespräch über die Ökumene.

Es wurden Erfahrungen ausgetauscht über die verschiedenen Lebenskreise, allgemeine aktuelle Themen, über Trauungen, Taufen, Kindererziehung, Schule usw., die oft lebhafte und teils auch kontroverse Diskussionen auslösten. Herr Pfarrer Echtermeyer brachte uns dazu eine kleine Sammlung von Briefen zweier Freunde (eines katholischen und eines evanglischen Pfarrers) mit dem Titel “Gespräche über den Zaun” mit. Die darin gestellten Fragen bezüglich der Unterschiede zwischen den Konfessionen gaben uns wiederum genügend Gesprächsstoff.

Durch Herrn Pastor Krückeberg aus Dalherda erfuhren wir vor vielen Jahren von der kleinen Kapelle im Hans Asmussenhaus. Seit ca. 1982 treffen wir uns jedes Jahr mit Pfarrern und Familien zu einer Andacht in dieser wunderschönen Kapelle. Anschließend haben wir ein geselliges Beisammensein.

Zur Tradition geworden ist ebenfalls im Sommer eine Andacht auf der Milseburg, die mit einen kleinen Imbiss abgeschlossen wird.

Durch den Besuch von Herrn Prof. Schick, seinerzeit ökumenischer Referent für das Bistum Fulda, konnten wir in unserem Gesprächskreis fruchtbare Gedanken austauschen. Für Seminaristen, die uns kurz vor ihrer Priesterweihe zu einem Meinungsaustausch zur Verfügung standen, war der Besuch in unserem Kreis durch unsere Erfahrungen in konfessionsverbindenden Ehen sicherlich interessant.

Vor einiger Zeit war der Besuch einer ökumenischen Kommunität im Westerwald auf Veranlassung von Herrn Pfarrer Dr. Jasper für uns ein wichtiger Baustein zur ökumenischen Glaubensfrage.

Allen Pfarrern, die den ökumenischen Gedanken gefördert und sich dafür eingesetzt haben, gilt unser Respekt und Dank – für die katholische Kirche: Pfr. Willi Schmitt (i.R.), Pfr. Rudolf Liebig, Pfr. Lucas (gest.) und Pfr. Nickel; für die evangelische Kirche: Pastor Krückeberg (gest.), Pfr. Dr. Jasper, Pfr. Berdux (gest.), Pfrin Minx (i.R.) und Pfr. Echtermeyer.

Kontakt: Pfarrer Rudolf Liebig, Tel. 9339150

Vielen Dank an Margot und Konrad Tratz für die Erstellung dieses Textes!

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