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So wie du bist – Fortsetzung

Fortsetzung „So wie du bist“ Das Mädchen saß auf den Stufen und sah sehr traurig aus. Sie hielt ein Foto in den Händen, auf dem eine Frau abgebildet war. Da trat ihr Vater in die Tür und sagte zu ihr „Ach Saskia, stell doch Mamas Foto wieder auf den Tisch. Auch wenn du es den ganzen Tag anschaust, davon kommt sie doch nicht zurück! Sie ist jetzt im Himmel beim lieben Gott und dort geht es ihr wieder gut. Dort ist sie nicht mehr krank; sie schaut jetzt von dort oben auf dich herab und ist immer bei dir.“ Da sprang Saskia auf und rannte weinend davon. Klara hatte Mitleid mit ihr und lief ihr schnell nach. Unter einem Busch sah sie Saskia sitzen und ging langsam auf sie zu. Sie setzte sich neben sie ins Gras und kuschelte sich an sie. Saskia schaute auf, sah das Lamm neben sich sitzen und fing an zu lächeln. „Na du bist ja ein nettes kleines Lamm! Und du hast so hübsche schwarze Flecken auf deinem Fell! Das sieht wirklich sehr lustig aus.“ Und Sakia fing an zu lachen, sie konnte gar nicht mehr aufhören. Klara dachte, Sakia würde sie auslachen und stand traurig auf. 

 Doch Saskia rief ihr nach: „Halt, Stopp! Bleib hier, kleines Lamm! Das war doch nicht böse gemeint! Ich habe doch nur gelacht, weil ich deine schwarzen Flecken so schön finde. Und ich dachte, wir könnten vielleicht Freunde werden? Was meinst du?“ Klara lächelte glücklich und drückte sich an Saskias Seite. Als es dunkel wurde, gingen sie zusammen zum Wohnwagen zurück. Dort wartete Klaras Mutter geduldig auf sie. Saskia und Klara verabschiedeten sich voneinander und Klara ging mit ihrer Mutter zu ihrem Schlafplatz. Da sagte Klara auf einmal: „ Mama, ich glaube jetzt habe ich verstanden, was du mir heute morgen sagen wolltest. Du hast doch gesehen, dass Saskia vorhin ganz traurig war. Dann hat sie mich angeschaut und gelächelt. Meinst du, deshalb hat mir der liebe Gott die schwarzen Flecken gegeben? Damit ich andere zum Lachen bringe?“ „Vielleicht!“ sagte die Mutter und beide schliefen mit einem Lächeln ein.

ENDE

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