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Predigtgespräch: Gebetshaltung

Bildquelle: Let us pray - von ocellnuri - auf Flickr.com: http://flickr.com/photos/ocell/16430182/

Evangelium: Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, / dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, / dein Wille geschehe / wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Schulden, / wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, / sondern rette uns vor dem Bösen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. – (Matthäus 6,5-15)

Audio-Aufnahmen: EinleitungEvangeliumPredigtgespräch

Auswahl an bekannten Gebetshaltungen: STEHEN (aufrecht, gut geerdet: Füße in Hüftbreite, Arme herabhängend, Kopf aufrecht, Blick geradeaus): Ich stehe vor Gott. Gott schaut mich an. Ich erwidere seinen Blick. Ich stehe vor Gott zu mir selbst: Hier bin ich . – STEHEN MIT GEFALTETEN HÄNDEN UND GESENKTEM HAUPT: Ich biete Gott meine Dienste an und unterwerfe mich unter seinen Willen. – KREUZUNG DER HÄNDE VOR DER BRUST, LEICHT GEBEUGTER RUMPF: Wehrlos und voller Vertrauen überlasse ich mich Gott. – KNIEN (mit lose hängenden Armen oder gekreuzt vor der Brust): In Ehrfurcht und Anbetung vor dem großen Gott. – PROSKINESE (lang hingestreckt auf dem Bauch liegend) – PROSTRATIO (Stirn auf den zusammengelegten Handrücken): Ich falle vor Gott nieder: Völlige Hingabe und Unterwerfung, Demut – Erwartung, dass alles von Gott kommt, was mich lebendig macht und wieder aufrichtet. – Aus der Proskinese/Prostratio wieder in den FERSENSITZ und von da aus zum KNIEN, AUFSTEHEN und ARME ZUM KREUZ ausbreiten: Ich trage meine Kreuz mit mir. Ich bin mein eigenes Kreuz, angenagelt an mich selbst. Ich bin schutzlos, verwundbar, dabei auch offen und empfänglich. – ORANTEHALTUNG (Arme weit ausgestreckt erheben, Handflächen noch oben geöffnet): Ich fühle mich offen und frei. Ich lobe und preise Gott. Ich empfange Kraft von oben. – Aus dem Knien in den FERSENSITZ und von da aus in die EMBRYONALHALTUNG: Vor Gott bin ich klein, ohnmächtig und wehrlos – aber auch geborgen und beschützt… – (Quelle: Anselm Grün OSB/ Michael Reepen OSB, Gebetsgebärden. Münsterschwarzacher Kleinschriften 14) Vier- Türme-Verlag, 2002)

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