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Anschreiben 04/2006

Liebe Pfarrgemeinde,

im Markus-Evangelium der Osternachtsfeier begegnet uns Maria von Magdala am Grab (Mk 16,1-7). Es mag sein, dass gerade sie in besonderer Weise Umkehr erlebt hat. Eine Umkehr, von der wir im Sinne der Heilung in der Fastenzeit oft hörten. In der Zuwendung zu Jesus hat sie Heilung erfahren. Darum wundert es nicht, dass gerade sie zu einer der ersten Zeuginnen der Auferstehung wird.

Und als sie zum Grab kommt, erhält sie von einem Engel einen Auftrag, wenn er sagt: “Nun aber geht und sagt seinen Jüngern… . Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen.”

Sieger Köder malt hier zwei Grabplatten, die durch die Auferstehung aufgebrochen wurden. Das soll ein Sinnbild dafür sein, dass wir alle durch die Auferstehung einen neuen Zugang zur Freiheit gewonnen haben, was heißen will, dass Gott sich unserer annimmt in der Liebe seines Sohnes.

So nehmen Sie vielleicht die folgenden Fragen mit in die österliche Zeit: Wo ist Ihr Galiläa oder wo entdecken Sie Spuren Jesu in Ihrem Alltag? Und was bewirken diese Spuren der Auferstehung bei Ihnen im Sinne eines Neuaufbruchs?

Auf unserem Bild beginnen aus dem Grab Rosen zu blühen. Ich wünsche Ihnen viele Rosen der Liebe, die für Sie persönlich, Ihre Familien und die ganze Pfarrgemeinde ganz neu beginnen zu blühen.

So wünsche ich Ihnen darüber hinaus die froh machenden Erfahrungen einer Maria von Magdala.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

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