Katholische Pfarrgemeinde St. Antonius Künzell

Keuloser Straße 24, 36093 Künzell

Telefon: 0661/9339150, Fax: 0661/9339152

E-Mail: info@St-Antonius-Kuenzell.de

Beiträge vom Dezember 2006

AG Fairer Handel: Jahresschluss 2006

Beitrag von Matthias Heil am 13. Dezember 2006  |  Kommentieren  |

Wir bedanken uns bei allen, die uns im nun zu Ende gehenden Jahr, mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten unterstützt haben. Bitte helfen Sie auch weiterhin mit, dass Kleinbauern und deren Familien in der sogenannten “Dritten Welt” eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben. – Wir wünschen Ihnen allen ein friedvolles, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes und gesegnetes Neues Jahr. – M. Krause und M. Otterbein

Der nächste Verkauf von fair gehandelten Produkten findet am 6. und 7. Januar statt

“Gott tut das Übrige”

Beitrag von Wolfgang Fladung am 11. Dezember 2006  |  Kommentieren  |

Am 7. Dezember feierte Pfarrer Rudolf Liebig (St. Antonius Künzell) sein 20. Priesterjubiläum.

“Tue was du kannst, und Gott tut das Übrige. Er lässt dich nicht im Stich, wenn du für Ihn arbeitest” (Giovanni Don Bosco). – Unter diesem Leitspruch überbrachte Verwaltungsratstellvertreter Toni Roth am Ende des Gottesdienstes am Zweiten Advent die herzliche Gratulation und in die Zukunft gerichtete Segenswünsche unserer Pfarrgemeinde St. Antonius Künzell.

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Keinen Tag dieser 20 Jahre habe er bereut, so Pfarrer Liebig in seiner spontanen Antwort. Trotz auch vorkommender schwerer Tage sei er dankbar für diesen Weg des Priesters. Nach über zwei Jahren in Künzell und Keulos sei er nun auch “angekommen”. Sich auch persönlich in die Gemeinde einzubringen und Neues anwachsen zu lassen, stehe auch weiterhin im Kern seines Wirkens. Wenn der Bischof und der liebe Gott nichts Anderes wollten, werde er den Weg mit den Menschen unserer Gemeinde auch in den nächsten zwanzig Jahren weitergehen.

Beitrag von Wolfgang Fladung am 11. Dezember 2006  |  Kommentieren  |

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Schwester Therese Vogel zum Aids- und Armutsdrama

Dem Krisen- und Aids-geschüttelten Afrika fühlt sich Schwester Therese Vogel verbunden. Der Einsatz für Aidskranke und Infizierte prägt ihre Arbeit in Kenia. Dabei wird sie mit großem Elend konfrontiert, erlebt aber auch Lichtblicke.

Die 72-Jährige leitet drei Krankenstationen in Westkenia im Grenzland zu Uganda und muss sich jeden Tag damit auseinander setzen, dass Aida für die Menschen dort allgegenwärtig ist. „Man lebt mit dem Tod“, betont die von der Kneshecke stammende Ordensfrau, die derzeit auf Heimatbesuch ist. Sie spricht von einem „Aidsdrama“.

Als besonders bedrückend empfindet sie, dass es bei all den riesigen Problemen für die Betroffenen „keinen Cent Unterstützung vom Staat gibt“. Die internationale Hilfe komme nicht dort an, wo sie gebraucht werde. „Die Bonzen und die Verantwortlichen in der kenianischen Regierung bereichern sich auf Kosten der Sterbenden“, prangert Schwester Therese an.

Die ganze Wirtschaft liege am Boden, die hohe Arbeitslosigkeit lasse zahlreichen Menschen keine Chance.

„Die Armut hat in Kenia einen Grad erreicht, dass man um Tote nicht mehr viel weinen kann“, gibt Schwester Therese zu bedenken. Soe geht noch einen Schritt weiter: „Die völlige Armut treibt Menschen in die Aids-Seuche“. So sähen etliche Frauen keinen anderen Weg aus dem Hunger als die Prostitution.

Angesichts des Teufelskreises von Not und Tod ist es für die Ordensfrau ein Hoffnungszeichen, dass Ärzteteams im Auftrag der Universität von Philadelphia (USA) Aids-Betroffene kostenlos nach der Anti-retroviralen Therapie behandeln. „Wer früh genug beginnt, dieses Projekt „Ampath“ zu nutzen, kann lange mit der Krankheit leben. Aber für viele kommt die wertvolle Hilfe zu spät.

Schwester Therese berät Menschen zu Aids, motiviert sie, sich testen zu lassen. In ihren Stationen werden Patienten im Krisenzustand betreut. Eine wichtige Aufgabe der engagierten Frau besteht auch darin, mit ihrem Auto Kranke zu den Ampath-Ärzten in das zwölf Kilometer von der Station Chelelemuk entfernte Distrikt-Spital Kocholya und wieder nach Hause zu bringen. In ihrem Toyota haben – dicht gedrängt – 20 bis 25 Patienten Platz. Auf ihrer Fahrdienst-Liste standen im Januar 123 Menschen. „Seither sind 18 von ihnen gestorben, auch Kinder“ (Juli 2005). Nicht selten muss das Auto der Ordensfrau – das einzige weit und breit – Leichenwagen sein.

Besonders beschäftigt Schwester Therese, deren Arbeit fast ausschließlich von einem osthessischen Freundeskreis finanziert wird, das Schicksal der Witwen und Waisen. Viele Frauen, die ihren Mann durch Aids verloren haben, seien für eine Behandlung sehr aufgeschlossen. „Sie wollen möglichst lange leben, um ihre Kinder durchzubringen, und nehmen dafür viel in Kauf“. Das imponiert Schwester Therese.

Manchmal gibt es kleine Wunder: Bei einer total abgemagerten Frau und Mutter stellte sich heraus, dass die Ursache nicht Aids war, sondern „nur“ Unterernährung. „Sie und ihr Mann haben neu zu leben begonnen.“

Die Ordensfrau hat ihr Gottvertrauen nicht verloren und spürt es auch bei vielen Kranken – trotz allem. Es gibt Kraft für die Zukunft, von der sie sagt: „Kein Mensch weiß, wie das mit Aids weitergeht.“

Wer helfen will, kann dem „Freundeskreis Schwester Therese Vogel“ Geld spenden auf das Konto 885593600 bei der Dresdner Bank Gießen, BLZ 51380040. Die Ordensfrau dankt für alle Förderung.

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