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Anschreiben 04/07

Liebe Pfarrgemeinde!

Ostern feiern heißt für mich: Gott erkennen. Erkennen, dass derjenige, der Leid und Tod hinter sich gelassen hat, uns vorausgegangen ist zum Vater. Dieses Erkennen schafft Befreiung und Freiheit zugleich. Als lichtspendender und mitziehender Gott in meinem Leben, was seinen Ausdruck in der Lichtfeier der Osternacht findet, geht er ähnlich wie dem Volk Israel auch uns voran in mancher Wüstenerfahrung unseres Lebens.

In der Hingabe Jesu am Kreuz erfährt er diese Wüste und erwirkt uns die totale Freiheit der Liebe und den Exodus (Auszug) auch aus dem Tod. So ist Ostern nicht in erster Linie Erinnerung an das, was vor 2000 Jahren geschehen ist. Dieses Osterfest entfaltet sich in den Eucharistiefeiern des Jahres, vor allem denen des Sonntags, als ein kleines Osterfest. So ist Ostern vom Leben in Fülle geprägt. Die Emmausjünger auf dem Titelblatt unseres Pfarrbriefes haben diese Tatsache erkannt, nachdem sie dem Auferstandenen begegnet sind. Jetzt, da sie den Auferstandenen getroffen haben, sind sie offen für Begegnungen, offen für das neue Leben aus dem Tod. Ich wünsche uns allen diese Offenheit und reichen Segen des Auferstandenen.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

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