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Florian Böth – Nachprimiz

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Am vergangenen Sonntag feierten wir die Nachprimiz unseres ehemaligen Diakons Florian Böth. Wetter, Gemeinde, Stimmung und Atmosphäre ließen kaum zu wünschen übrig und sorgten für eine unvergessliche, schöne Feier. 95 Bilder von Christiana Fischer sowie 2 Bilder von Bernhard Böth können Sie hier als Diashow, hier im Überblick anschauen. Die Aufnahmen liegen in hoher Auflösung (geeignet zum qualitativ hochwertigen Ausdruck) vor.

Den vorgeführten Film (13,3 MB) können Sie über diesen Link noch einmal betrachten (Windows Media Player Voraussetzung). Vielen Dank an dieser Stelle an Christiana Fischer, Wolfgang Fladung und Alina Opitz für die schönen Aufnahmen sowie an Hildegard Lubnow, Christa Fladung und Pfarrer Liebig für die Vorlage zur Betextung!

Die beiden in diesem Beitrag abgebildeten Collagen sind in höchster Druckauflösung verlinkt, können jedoch demnächst auch als kleine Poster bei Christiana Fischer bestellt werden, zusätzlich werden die Fotos in der Kirche zum Bestellen ausgelegt!

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Familie Böth hat uns am Sonntag eine CD mit 68 Bildern von der Primizfeier zur freien Verfügung überlassen, eine Diashow können Sie über diesen Link erreichen, ein Klick auf ein für Sie interessantes Bild führt wiederum zu Darstellungen in verschiedenen Auflösungen, die bis hin zu hervorragender Druckqualität reichen. Eine Übersicht mit anklickbaren Verkleinerungen finden Sie auf dieser Seite.

Ebenfalls auf vielfachen Wunsch nachfolgend noch einmal die kurze Ansprache an Kaplan Böth durch die Mitarbeiterrunde (hier als druckerfreundliches PDF):

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was wir von einem Priester erwarten? Ein Priester soll bauen können, er soll verwalten und koordinieren, Neues gestalten, Entstehendes moderieren, Gruppen, Kreise unterhalten, Charisma, Ideen entfalten, neuevangelisieren, auch mit Inbrunst meditieren, Alte, Junge, Kinder, Teens, wenn es geht bitte in Jeans, von Gott erzählen und begeistern, Krisen dann auch wohl mal meistern, Vorbild sein und immer on, er kriegt ja schließlich guten Lohn, alles merken, alles spüren, müd‘ geword‘ne Leut‘ gern führen, beerdigen, verstehen, inmitten des Geschehen(s), keine Hast und keine Last, keinen Frust, dafür stets Lust, gemütlich sein, gern auch mit Wein, nie nur zum Schein, gut erzogen muss er sein; ja bloß keinen Ärger riskieren, klar dafür Revier markieren, kein Stein des Anstoßes der vielen werden, unsere Pfründe nicht gefährden, das Evangelium predigen und neu fassen – lieber Florian, worauf haben Sie sich da nur eingelassen?

Im Ernst: Nicht zuletzt angesichts der vielen geschriebenen und noch mehr ungeschriebenen Erwartungen an Priester muss man sich wundern, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die sich für diesen Beruf ergreifen lassen. Als kleine Runde einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gemeinde sind wir dabei sehr froh und durchaus auch stolz, dass wir Sie in den letzten 15 Monaten von Ihrem Entschluss nicht abbringen konnten. Jetzt sind Sie Neupriester und scharren wahrscheinlich schon ein bisschen mit den Hufen, als Kaplan nach Baunatal zu gehen.

Ich will es kurz machen: Wir werden Sie schmerzlich vermissen. Ihr Engagement in nahezu allen Bereichen unseres Gemeindelebens, Ihre beeindruckende und mitreißende Präsenz und Stimme im Gottesdienst und Ihre ausgleichende und sympathische Art sind einfach nicht kompensierbar – und das ist vermutlich auch ein bisschen gut so, denn als Gemeinde können wir dabei lernen, dass wir uns nicht zurückhalten können, wenn wir wollen, dass etwas geschieht bei uns.

Ihre bemerkenswerte theologische Standfestigkeit, Ihre Fähigkeit, Ihr Wissen für Normalsterbliche zu versprachlichen und Ihr durchgehend freundlicher und freundschaftlicher Umgang mit uns lehrt uns ein Zweites: Es ist gut, wenn wir uns nicht zu weit in unsere eigene Privatvorstellung eines brauchbaren Seelsorgers verrennen. Seelsorge ist ein weites und buntes Feld und in einer funktionierenden Gemeinde wächst sie wohl besser im Austausch und im geschwisterlich geprägten, gegenseitigen Ergänzen unserer Begabungen und Talente; nicht in der Verabsolutierung einer Fülle von Erwartungen, die für andere Menschen als einen selbst unerfüllbar bleibt.

Ein Drittes: Das frische und eindrückliche Zeugnis, das Sie uns vorgelebt haben, ist eine bleibende Hilfe und Herausforderung für unsere Gemeinde: Es steht nicht neben und erst recht nicht gegen das von allen Getauften und Gefirmten erwartete Glaubenszeugnis, sondern unterstützt es auf „amtliche“ Weise. So hoffen wir, dass wir – nicht zuletzt durch Ihre Arbeit – dazu befähigt sind, jungen Menschen unserer Gemeinde noch einfallsreicher die Sehnsucht nach geistlichen Berufungen und Berufen zu entzünden, ihnen den Weg in eine geistliche Gemeinschaft oder das Priesterseminar als faszinierende und gewinnbringende Orientierung schmackhaft zu machen.

Vielen Dank, lieber Florian, also für alles, was Sie geleistet und grundgelegt haben in unserer Gemeinde. Für Ihren weiteren Weg wünschen wir, die Mitarbeiterrunde, Ihnen weiterhin theologische Stärke, Glaube, Hoffnung und Liebe. Gott segne Sie!

Sie bleiben in unseren Gedanken und Gebeten. Als kleine Erinnerungshilfe für Sie und für uns haben wir eine Kleinigkeit von Ihrem Wunschtisch besorgt und dazu noch ein paar Bilder vorbereitet und auf CD gebrannt, die wir uns nun noch anschauen können…

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