Artikelformat

Zweiter Fastensonntag 2017: Der unentrinnbare Abstieg

Quelle/Klick: “gefährlicher Bergabstieg” von Salve! auf Flickr

Es konnte nicht sein, dass Christus es Petrus erlaubt, Hütten zu bauen auf dem Berg Tabor. So schön und einmalig die Erfahrung der Jünger auch sein mochte, so unentrinnbar ist doch deren Abstieg vom Berg in den Alltag, der nicht immer die Spuren des Transzendenten zu erkennen leicht macht. So wie den Jüngern so gilt auch heute die Weigerung Gottes, dass wir es uns im Bereich des Heiligen gemütlich machen und nur dort verweilen können. Begegnen wir Gott in besonderer Weise in der Eucharistie, im Gottesdienst, so kann dies doch nur Wegzehrung sein für den Alltag, in dem sich die Belastbarkeit unseres Glaubens erweist…

Erste Lesung (Genesis 12,1-4a) – (In jenen Tagen) sprach der Herr zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte.

Zweite Lesung (2 Timotheus 1,8b-10) – (Mein Sohn!) Leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft: Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde; jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium,

Evangelium (Matthäus 17,1-9) – (In jener Zeit) nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. Während sie den Berg hinab stiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.