Artikelformat

Fronleichnam 2017: Opfer bleibt Opfer

Gott, so Pfr. Liebig im Fronleichnams-Gottesdienst 2017, begegnet uns auf verschiedene Weise, ganz besonders aber in der Eucharistie, deren Fest – sozusagen in Verlängerung von Gründonnerstag – Fronleichnam ist. So unpopulär und unbequem der Begriff des Opfers heute auch sei, gehe es in der Eucharistie doch vor allem genau darum: Gott liefert sich in ihr uns ganz aus, so wie wir uns Gott ganz ausliefern. Hier ist der Kern unseres Glaubens, hier ist die Quelle für das, was uns antreibt. Diesen Glauben nicht für sich zu behalten, sondern hinaus auf die Straßen zu tragen ist der tiefere Sinn der sich an den Gottesdienst anschließenden Prozession…

Erste Lesung (Deuteronomium 8, 2-3.14b-16a) – (Mose sprach zum Volk:) Du sollst an den ganzen Weg denken, den der Herr, dein Gott, dich während der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um dich gefügig zu machen und dich zu prüfen. Er wollte erkennen, wie du dich entscheiden würdest: ob du auf seine Gebote achtest oder nicht. Durch Hunger hat er dich gefügig gemacht und hat dich dann mit dem Manna gespeist, das du nicht kanntest und das auch deine Väter nicht kannten. Er wollte dich erkennen lassen, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern dass der Mensch von jedem Wort lebt, das aus dem Mund des Herrn hervorgeht. Nimm dich in Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, der dich aus Ägypten, dem Sklavenhaus, geführt hat; der dich durch die große und Furcht erregende Wüste geführt hat, durch Feuernattern und Skorpione, durch ausgedörrtes Land, wo es kein Wasser gab; der für dich Wasser aus dem Felsen der Steilwand hervorsprudeln ließ; der dich in der Wüste mit dem Manna speiste, das deine Väter noch nicht kannten.
Zweite Lesung (1 Korinther 10, 16-17) – Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.
Evangelium (Johannes 6,51-58) – (In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:) Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich Speise, und mein Blut ist wirklich Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.