Katholische Pfarrgemeinde St. Antonius Künzell

Keuloser Straße 24, 36093 Künzell

Telefon: 0661/9339150, Fax: 0661/9339152

E-Mail: info@St-Antonius-Kuenzell.de


Herzliche Einladung zu unseren regelmäßigen Gottesdiensten - z.B. samstags um 18:15 Uhr und sonntags um 9:30 Uhr!
Die Öffnungszeiten unseres Sekretariates: Montag und Dienstag 9.00–12.00 Uhr, Donnerstag 16.00-18.00 Uhr.

Beiträge zum Thema ‘Leitungsteam’

Anschreiben 12/2011

Beitrag von Matthias Heil am 29. November 2011  |  Kommentieren  |

Liebe Pfarrgemeinde!

Für die meisten Menschen ist der Advent einfach die Zeit vor Weihnachten. Das sind die Wochen vom 1. Adventssonntag bis zum Heiligen Abend, eine Zeit mit Plätzchen und Einkaufen, Stress, Weihnachtpost, Adventskranz und… ‚Wir sagen euch an’ …

Das stimmt alles – und doch ist Advent mehr als eine Zeit, mehr als die Wochen vor Weihnachten, Advent – das ist eine Einstellung zum Leben, eine Haltung, und die gilt 365 Tage im Jahr. Advent – das ist sehnsüchtig sein nach mehr Leben und Lebendigkeit. Advent – das ist Ausschau halten, nach dem, was mehr als alles ist. Advent – das ist staunen können. Advent – das ist wach sein, hellwach und hinschauen auf mein Leben, auf diese Welt. Advent – das ist suchen und sich auf den Weg machen.

Und so können wir mit unserem neuen Jahresleitwort: “Mit Christus Wege finden, entfalten, vernetzen” uns auf diesen Weg in den Advent machen. Christus ist der Gesalbte, der absolut heile Gott und Mensch. Er ruft uns zu: ‚Mach doch die Augen auf … ich bin bei dir’. Er ist bei uns – trotz oder gerade – wegen unserer allzu menschlichen Gebrochenheit und nimmt uns mit auf den Weg seit unserer Taufe und Firmung.

Wenn wir das Bild zu unserem neuen Jahresleitwort anschauen, dann bemerken wir, dass die Beschaffenheit des Weges offen bleibt. Wenn aber Christus mit uns unterwegs ist, dann kann uns nichts geschehen, denn mit ihm ‚überspringen wir Mauern’. Wir dürfen auf diesem Weg mit ihm gehen – Wege unserer Sehnsucht. Allerdings nimmt er uns nicht die Entscheidung ab, nach welchen Kriterien wir welche Wegbiegungen nehmen.

Wenn wir uns auf diesen Weg machen, dann werden wir ihn finden und wir werden unsere eigenen Fähigkeiten immer mehr entdecken, einbringen, Verantwortung wahrnehmen und Stärken entwickeln. Auf diesem Weg wird er uns all unsere Ängste vor dem Ungewohnten nehmen. Es wird uns immer mehr ‚zufallen’ und wir werden das uns Zugefallene im Sinne der Entfaltung immer mehr ‚wert-schätzen und achten’.

Entfaltung bedeutet dann auch für einen Jeden von uns: ‚Du darfst etwas tun’. Du darfst deinen eigenen Stil in praktischer Zusammenarbeit bei unterschiedlichen Interessen einbringen oder auch zurücknehmen. Dann wird Gemeinde entstehen.

Die Gemeinde wird uns dann auch zeigen: ‚Du bist nicht allein’. Du bist in einem Netz der je unterschiedlichen Gemeindeglieder geborgen. Ist doch „vernetzen“ etwas Aktives. Ich weiß, wer den Knoten macht, wo er ihn macht und ich stimme dem Knoten zu! In einem Netz hat man Kommunikationsmöglichkeiten und man kann von nun ab etwas gemeinsam tun. Und eines dürfen wir nicht vergessen: Im Netz habe ich die ‚Verbindung durch den Faden nach oben’.

Ein solcher Weg wird uns frei machen und zu einer neuen Liebe befähigen. Unser neues Jahresleitwort fordert heraus. Ja – wir geben uns nicht zufrieden mit dem, was ist, sondern wir strecken uns aus nach dem, was noch nicht ist und was sein könnte. Alle Zeichen und Symbole, die ursprünglich mit dem Advent verbunden sind, wollen darauf hindeuten – und die Lieder des Advents sind Lieder der Hoffnung und der Sehnsucht.

Dumm wären wir, diese Sehnsucht nach Leben auf einige Wochen im Jahr zu begrenzen, die zudem noch oft genug geprägt sind von Umtrieb und Hektik. Adventlich wollen wir leben, deshalb soll unser Jahrsleitwort 366 Tage gelten im Jahr 2011/2012. So brauchen wir auf diesem Weg die Zeichen, die biblischen Texte der Verheißung, das Licht der Kerzen, die Lieder des Advents, um uns zu erinnern – an das, was sein könnte.

Wir brauchen den Advent, um adventlich leben zu können – 366 Tage im Jahr.

Rufen wir es uns zu im Advent und im neuen Jahr 2012: Mit Christus Wege finden – entfalten – vernetzen.

So wünsche ich Ihnen zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest 2011.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

Unser neuer Pfarrgemeinderat

Beitrag von Matthias Heil am 9. November 2011  |  Kommentieren  |

Anschreiben 11/2011

Beitrag von Matthias Heil am 9. November 2011  |  Kommentieren  |

Liebe Schwestern und Brüder!

Kürzlich sah ich auf einem Friedhof einen Grabstein, der eine Schlucht mit einer Brücke zeigte, die sich darüber spannt. – An einer Brücke stehen Menschen. Jemand geht über die Brücke; er ist schon ein Stück von den anderen entfernt, die hinter ihm hergrüßen. Eine Abschiedszeremonie.

Brücken enden nicht im Nichts. Sie verbinden das eine Ufer mit dem gegenüberliegenden. Den Fluss, den Abgrund, die Schlucht kann man nur überwinden, indem man die Brücke betritt. – Wofür steht in diesem Bild nun die Brücke? Ich denke: Es gibt ein Land der Lebenden und ein Land der Toten. Und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe. Das einzig Bleibende. Der einzige Sinn, wenn wir uns an das erinnern, was zwischen unseren Verstorbenen und uns gewesen ist, was wir einander zu Lebzeiten gegeben und voneinander empfangen haben. Dann entsteht eine Brücke des Geistes, die uns weiterhin mit unseren Verstorbenen verbindet. Denn Liebe vergeht nicht!

So hat das Symbol der Brücke eine doppelte Bedeutung: Wir stellen uns vor, dass unsere Erinnerungen eine Brücke zwischen uns und den Toten bilden. Aber kann die Brücke nicht auch für den Tod selbst stehen? Die Welt Gottes, die Welt, in der die Toten lebendig sind, erreichen wir nur über diese Brücke.

Der Monat November erinnert uns mit seinen Tagen Allerheiligen, Allerseelen, dem Totensonntag und dem Volkstrauertag an diese Gegebenheiten. Unsere Auferstehungsfreude lässt uns unseren Weg in diesem Monat mit einer großen Hoffnung gehen, was ich Ihnen von Herzen wünschen möchte.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

Anschreiben 10/2011

Beitrag von Matthias Heil am 29. September 2011  |  Kommentieren  |

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Monat Oktober ist vom Rosenkranz geprägt. Ursprünglich schmückte man die Marienstatuen als Zeichen der Verehrung mit einem Kranz von Rosenblüten um den Kopf, darauf geht die Bezeichnung ‚Rosenkranz’ zurück. Im 13. Jahrhundert ersetzte man die wirklichen Rosen durch eine Gebetskette von damals 50 Ave Maria. Nun nannte man diese und auch die als Zählgerät dienende Perlenschnur Rosenkranz. – Zu unseren Rosenkranzandachten möchte ich Sie im Monat Oktober ganz herzlich einladen. Ebenso sind sie bei unseren Lichterprozessionen am Anfang und Ende des Monats willkommen. Zentrum beim Rosenkranzgebet ist das Meditieren der Christusgeheimnisse. Beim gleichförmigen Sprechen des Ave Maria kreisen unsere Gedanken um Christus. Darum, was er für uns getan hat, darum, welche Konsequenzen wir daraus für unser Leben ziehen können. So können wir ihm bei unseren Rosenkranzandachten näher kommen und mit ihm und seiner Mutter in besonderer Weise verbunden sein.

Im ausgehenden Monat Oktober sind nun auch am 29. und 30. Oktober die Pfarrgemeinderatswahlen. Nachdem unser seitheriger Pfarrgemeinderat vier Jahre lang erfolgreich gewirkt hat, möchte ich mich bei allen Mitgliedern ganz herzlich für ihre intensive und gute Arbeit bedanken. Es war eine Freude mit ihnen zusammen zu arbeiten! Danke!

Es gab viel zu tun, ob im Gremium selbst oder auch in den zahlreichen Ausschüssen. Nennen möchte ich nur zwei Großereignisse, die das Gremium lange Zeit beschäftigt haben: Die Gemeindeerneuerung zusammen mit unserem franziskanischen Team und das 40-jährige Kirchweihjubiläum unserer St. Antonius-Kirche. Ein besonders ‚Danke’ sei auch dem Vorstand mit seinem Sprecher, Herrn Wolfgang Fladung, gesagt.

Am 29./30. Oktober ist nun die Neuwahl des Gremiums. Ich möchte allen von Herzen danken, die sich als Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt haben. Diese Frauen und Männer werden das Leben im Bereich der Seelsorge maßgeblich mitbestimmen und mitprägen.

Meine Bitte: Gehen Sie zur Wahl. Wir werden auch in diesem Jahr die Wahl in der Kirche durchführen, so dass Sie kurze Wege haben. Helfen Sie mit, die Zukunft der Pfarrgemeinde mitzugestalten. Denn – wie heißt der Slogan zur Wahl des Pfarrgemeinderates: ‚Im Zeichen der Zeit’. Diese Zeit mitgestalten, das möchte eine lebendige Pfarrgemeinde und dazu muss man die Zeichen der Zeit erkennen, deuten und straffen und auf die Zeit hin anwenden, damit Glaube und Kirche auch morgen noch eine Zukunft haben.

Vielen Dank für Ihre Wahl!
Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

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