Festprogramm: (1) Freitag, 23. Oktober 2009 – 20.00 Uhr 60-er Jahre-Abend im Thomas-Morus-Haus; (2) Samstag, 24. Oktober 2009 – Festabend – 18.15 Uhr Hl. Messe – 19.30 Festakt im Thomas-Morus-Haus (musikalische Gestaltung: Gesangverein Liederkranz und Musikverein St. Antonius; schriftliche Anmeldung erforderlich): Sektempfang, „Was vor 40 Jahren begann“ (PowerPoint-Präsentation), Theaterstück „Das Künzeller Wunder unter himmlischer Regie vom Hl. Antonius“ von Anita Jansen, Gesprächsrunde der Ehrengäste, Kaltes Buffet – (3) Sonntag, 25. Oktober 2009 – 9.30 Uhr Pontifikalhochamt mit H. H. Bischof Heinz Josef Algermissen (musikalische Gestaltung: Chor St. Antonius u. St Pius mit Orchester, Musikverein St. Antonius), anschl. Kirchweihfest im und um das Thomas-Morus-Haus – 14.00 Uhr Kirchweihandacht (musikalische Gestaltung: Musikverein St. Antonius), anschl. Dreireihentanz; (4) Montag, 26. Oktober – 18.00 Uhr Bockbierabend im und um das Thomas-Morus-Haus (musikalische Gestaltung: Musikverein St. Antonius)
Beiträge zum Thema ‘Pfarrgemeinderat’
Einladung zur Kirchweih: 40 Jahre St. Antonius
Sag mir, wo die Christen sind
Einladung zum Tag der Pfarrgemeinderäte am 5. September
„Sag mir, wo die Christen sind – Menschen verstehen lernen mit der Sinus-Milieustudie“ ist das Motto des Tages der Pfarrgemeinderäte, zu dem am Samstag, 5. September 2009, Ehrenamtliche aus Pfarrgemeinderat und verbandlicher Arbeit eingeladen sind.
„Der Tag bietet die Möglichkeit, noch offene Fragen rund um die Sinusmilieus zu beantworten, und wird den Einstieg in das Bistums-Projekt der Lebensraumorientierten Seelsorge ermöglichen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihre praktischen Erfahrungen aus ihrer Arbeit vor Ort mit den Ergebnissen der Sinus-Milieustudie vergleichen. Ziel des Tages ist, Gemeinde als Ort verstehen zu können, an dem die unterschiedlichsten Milieus versöhnt miteinander umgehen können.“ so Richard Pfeifer, Vorsitzender des Katholikenrates Fulda.
Wichtiger Schwerpunkt des Tages ist die Vorstellung „junger“ Milieus in verschiedenen Arbeitskreisen. Einführungen geben Doris Pausch, Meerholz-Hailer, für das Milieu der „Modernen Performer“, Thomas Bretz, Fulda, für das Milieu der „Hedonisten“, Alexandra Franke und Ludger Hesskamp für das Milieu der „Experimentalisten“. Einen Einblick in das Milieu der „Bürgerlichen Mitte“ erhalten die Arbeitskreisteilnehmer von Ernst Joachim Jost, Hünfeld. In das Milieu der „Postmateriellen“ führt Andreas Groher, Schlüchtern, ein. Das Milieu der „Konsummaterialisten“ wird Alfred Heil, Maberzell, vorstellen. Darüber hinaus wird es Arbeitskreise mit einer allgemeinen Einführung in die „Sinus-Milieus“ von Dagmar Denker, Kassel, geben sowie AK’s mit Praxisbeispielen aus der pastoralen Arbeit für Jugendliche und junge Erwachsene. Diese Arbeitskreise werden für das Bad Hersfelder Projekt 2010 von Pfarrer Christian Sack und Katharina Schick vorgestellt, sowie für das ‘youth team‘ der Hünfelder Oblaten von Pater Dirk Fey OMI.
Das Tagesprogramm wird am Nachmittag fortgesetzt mit einem Referat von Dagmar Denker zum Thema „begabt Gemeinde leben – lebensraumorientierte Pastoral und neue Gemeindebilder“. Das Treffen schließt mit einer gemeinsamen Eucharistiefeier in der Kapelle des Bonifatiushauses.
Wir laden alle ein, die zur Theorie und Praxis der Lebensraumorientierten Pastoral Fragen haben und sich austauschen wollen. Melden Sie sich an unter 0661 87467. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen sind erhältlich über die Geschäftsstelle des Katholikenrates, Mathias Ziegler, katholikenrat@bistum-fulda.de
Quelle/Herausgeber: Vorstand des Katholikenrates im Bistum Fulda, Paulustor 5, 36037 Fulda, 0661/87467, Redaktion: Mathias Ziegler – Internet-Adresse: http://www.bistum-fulda.de, e-mail: katholikenrat@bistum-fulda.de
LeserInnen dieses Beitrags interessierten sich auch für…
Beiträge ähnlichen Inhalts
Seelsorgesignal Sinus-Studie
Die Kirche von heute muss sich ändern, damit es morgen noch Kirche gibt, die Pfarrgemeinden müssen sich ändern, damit es noch Gemeinden gibt. Dagmar Denker vom bischöflichen Seelsorgeamt hat Pfarrgemeinderäte des Pastoralverbundes Florenberg-St.-Pius mit der aktuellen „Milieu-Studie“ des Forschungsinstitutes Sinus vertraut gemacht und die Bedeutung für die Gemeindearbeit erklärt.
Was bewegt die Menschen in unseren Dörfern und Städten? Wer wohnt dort und wie richten sich die verschiedenen Gruppen ihr Leben ein? Die Sinus-Sozial-Studie hat zehn verschiedene „Milieus“ entwickelt, verteilt auf drei „Grundorientierungen“. Gefragt wurde dabei auch nach religiösen Einstellungen und Vorstellungen, nach Stellung in oder zu der Kirche. Ein Ergebnis: Nur zwei dieser Milieus beschreiben Lebensstile, in denen sich die Menschen an der Kirche orientieren, in der Studie als die „Traditionsverwurzelten“ und die „Konservativen“ bezeichnet. Die Menschen dieser Gruppen entstammen zu weiten Teilen der Nachkriegsgeneration. Provokant formuliert: In den nächsten zwei Jahrzehnten bricht der Kirche das Rückgrat weg.
Die Sinus-Studie ist nicht nur inhaltlich genau, sie zeichnet die Milieus bis hinunter in die einzelnen Gemeinden mit relativ hoher Verlässlichkeit nach. Erfasst sind dabei allerdings alle Haushaltsvorstände eines Ortes, nicht nur die Katholiken. Die Pfarrgemeinderäte konnten im Versuch „ihre“ Gemeinde nach den Sinus-Gruppen nun selbst beschreiben. Der Vergleich mit der Wirklichkeit war für manche brutal: Obwohl die Gemeinderäte täglich vor Ort unterwegs sind, nah dran an den Menschen – sie haben das Umfeld völlig falsch eingeschätzt. Beispiel Künzell, Pfarrei St. Antonius: Zu den zweitgrößen Milieus nach den „Traditionsverwurzelten“ gehören in Künzell nicht nur die unterdurchschnittlich vertretene „Bürgerliche Mitte.“ Genauso stark sind die sogenannten Hedonisten und – deutlich über dem Bundesschnitt – die Etablierten.
Was bedeuten diese Zahlen und Milieuzuordnungen für die Gemeindearbeit? Da wundert sich mancher engagierte Kirchenmann, warum so wenige Leute ein bestimmtes Angebot nutzen. „Alle sind herzlich eingeladen“ – dieses Schreiben ist im Verständnis eines Vertreters des Milieus der „Etablierten“ keine Einladung, sondern eine ausgesprochene Ausladung. Menschen dieser Gruppe sehen sich als Führungspersönlichkeiten: Große Werte sind für sie Erfolg und Anerkennung, und das schließt eine gewisse Exklusivität ein: Man tut, was andere nicht tun. Wenn also „alle“ eingeladen sind, dann fühlen sich die „Etablierten“ gerade nicht angesprochen. Und genau diese Gruppe ist in Künzell mit 14 Prozent besonders stark. Im Bundesschnitt werden nur 10 Prozent diesem Milieu zugeordnet. Noch ein Problem dieser Gruppe: „Etablierte“ stellen hohe Ansprüche an sich und an alle, mit denen sie zu tun haben, und damit auch an die Gemeinde. Der durchschnittliche Ortspfarrer, die gewöhnliche Gemeinde sind dieser Gruppe genau das: zu durchschnittlich, zu gewöhnlich. Schlussfolgerung für die Pfarrgemeinderäte: Wer diese Gruppe für die Kirche gewinnen will, der wird mit dem „gewöhnlichen“ Angebot keine Erfolge erzielen.
Die Sinus-Studie mit ihren für den eigenen Ort überraschenden Ergebnissen war zunächst ein Schock für die Pfarrgemeinderäte. Andererseits bietet die Erhebung der Kirche in Künzell, in Pilgerzell, in St. Pius und am Bachrain auch die Möglichkeit, nun gezielter auf die Menschen zuzugehen. Und dabei macht die Milieu-Studie auch Mut: Auch in den modernen Lebensstilen zeigen die Menschen häufig eine grundsätzliche Sympathie für „Kirche“, allerdings nicht unbedingt für „die Kirche“, wie sie sich derzeit in den Gemeinden zeigt. Über die verschiedenen Milieus hinweg sind die meisten Menschen auf der Suche nach einem Sinn. Bislang finden sie bei der Kirche keine Antwort. Mehr noch: Selbst in unserer ländlichen Region fragen viele schon gar nicht mehr bei der Kirche nach. Diese Wirklichkeit stellt die Sinus-Studie schonungslos dar. Sie zeigt aber auch: Die Kirche kann hier Hilfe sein, wenn sie sich ändert.
Für die Pfarrgemeinden ist dies eine doppelte Herausforderung, zugleich aber auch Chance: Durch den „Pastoralen Prozess“ ändern sich die Strukturen in den Gemeinden derzeit sowieso. Rund um den Florenberg ist zusammen mit St. Pius ein neuer Pastoralverbund entstanden. Nun stellt sich zu der Frage des äußeren Wandels – weniger Pfarrer, mehr Zusammenarbeit über die Pfarreigrenzen hinweg – auch die Frage des inneren Wandels: Was ist das Ziel der Kirche? Wozu bin ich als Pfarrgemeinderat künftig gefragt und wozu nicht? Wie müssen wir heute die inhaltlichen Weichen stellen, damit morgen in dem Kirchenzug der Ortsgemeinde noch jemand an Bord ist? Eine Gewissheit allerdings konnten die Laien und Priester des Pastoralverbundes auch mit nach Hause nehmen: Nach zwei Jahrtausenden wird Gott seine Kirche auch wegen der Sinus-Studie nicht aufgeben.
Text: Hermann Diel
Anmerkung: Informationen zur Sinus-Studie bietet Milieus-Kirche.de
LeserInnen dieses Beitrags interessierten sich auch für…
Beiträge ähnlichen Inhalts
Gemeindeerneuerung: Ergebnisse der Gemeindeumfrage (Feb./März 09)

Liebe Pfarrgemeinde!
Seit Mitte März liegen nun auch die Ergebnisse der Umfrage zur Gemeindeerneuerung vor. Sie geben uns großen Aufschluss über das, was Ihnen wichtig ist für die Gestaltung der Gemeindeerneuerung, die vom 27. Februar bis 14. März 2010 mit ihren vielfältigen Angeboten unsere Pfarrgemeinde in die Zukunft begleiten soll. Wir können Ihnen heute die detaillierten Ergebnisse vorstellen.
Die Ergebnisse werden uns eine große Hilfe, vor allem für das Programm der Gemeindeerneuerung sein, das wir Ende des Jahres 2009 in Zusammenarbeit zwischen unserem Pfarrgemeinderat und dem Missionsteam erstellen werden.
An dieser Stelle sei vor allem zunächst Ihnen gedankt, die sie sich die Zeit genommen haben, um den umfangreichen Analysebogen auszufüllen. Insgesamt kamen 1691 Bögen zurück, das entspricht ungefähr einem 56%igen Rücklauf.
Ein herzliches Danke sei auch den zahlreichen Helferinnen und Helfern gesagt, die die Bögen ausgetragen und wieder eingeholt haben. Natürlich seien auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht vergessen, die in mühevoller Kleinarbeit die Ergebnisse ausgewertet und zu einem Ganzen zusammengefügt haben. Vielen herzlichen Dank!
Ihr Pfarrer Rudolf Liebig
Die Zusammenstellung der Ergebnisse können Sie hier begutachten…






















