Katholische Pfarrgemeinde St. Antonius Künzell

Keuloser Straße 24, 36093 Künzell

Telefon: 0661/9339150, Fax: 0661/9339152

E-Mail: info@St-Antonius-Kuenzell.de


Herzliche Einladung zu unseren regelmäßigen Gottesdiensten - z.B. samstags um 18:15 Uhr und sonntags um 9:30 Uhr!
Die Öffnungszeiten unseres Sekretariates: Montag und Dienstag 9.00–12.00 Uhr, Donnerstag 16.00-18.00 Uhr.

Beiträge zum Thema ‘Katechese’

Ökumenischer Jugendkreuzweg 2013

Beitrag von Matthias Heil am 26. März 2013  |  Kommentieren  |

Bei eisiger Kälte zogen am  traditionsgemäßen Termin, Freitag vor Palmsonntag die Jugendlichen aus Künzell von der evangelischen Christophorusgemeinde in Bachrain zum Florenberg. Unterwegs wurden die acht Stationen des diesjährigen Ökumenischer Jugendkreuzweg gebetet, der uns Bilder des Kreuzweges am Point Alpha von Ulrich Barnickel vor Augen führte. 50 Jugendliche waren es aus der Christophorusgemeinde und den Gemeinden Maria Hilf, St. Antonius und Heilige Dreifaltigkeit.

Konzilsgedanken und Kindergartentänze

Beitrag von Matthias Heil am 26. Juni 2012  |  Kommentieren  |

Jubiläumspfarrfest 100 Jahre St. Antonius

Beim Jubiläumspfarrfest hielt Bischof Algermissen den Künzellern die Festpredigt, die Sonne lachte über dem Festplatz und viele Helfer zauberten einen wunderbaren Abschluss des dreitägigen Festwochenendes.

Die Pfarrei St. Antonius in Künzell gibt es seit genau 100 Jahren. Seit 1912 ist in dem Dorf bei Fulda viel geschehen. In seiner Festpredigt nannte Bischof Heinz-Josef Algermissen die großen Einschnitte, allen voran die beiden Weltkriege. Die Pfarrei war auf dem Weg durch das Jahrhundert auch mit der Weltkirche und ihren Wandlungen unterwegs: Im Herbst jährt sich der Beginn des zweiten Vatikanischen Konzils zum 50. Mal. Gesellschaft, Kirche und Pfarrei sind im Wandel. „Was“, fragte Algermissen, „ist dabei veränderbar, und was ist das Unveränderliche, der feste Grund, auf dem wir stehen?“ Seine Antwort hat Algermissen bei Bonifatius gefunden, dem Apostel der Deutschen, in dessen Festmonat das Pfarrjubiläum fällt. Drei „Z“ nannte der Bischof: Zeugen – Zellen – Zeichen.

Die Zelle ist in Künzell schnell gefunden: Der Ort geht auf die Zelle des Mönches zurück, die dem Ort den Namen gab.

Ein Zeichen setzten am Pfarrfest die Kinder. Die Hälfte aller Messdiener kam, dem Bischof zu dienen – die Kirche wurde voll dadurch. Bei den Kindern aber entschuldigte sich der Bischof: Er hatte eine Erwachsenenpredigt vorbereitet. Aber: Er wird wieder kommen und zu den Kindern sprechen. „Das habe ich schon einmal versprochen“, schmunzelte Algermissen, „bei meinem letzten Besuch. Beim dritten Versprechen wird es eingelöst.“

Zeuge einer lebendigen Gemeinde und vieler freundlicher Vereine wurde der Bischof selbst: Die Tische und Bänke am Kirchplatz waren gut gefüllt, fleißige Helfer umsorgten die Gäste. Beeindruckend, wie die Vertreter der Vereine das Fest unterstützen, ob Feuerwehr, Gesangverein, GVK, Kirmesgesellschaft, Rhönklub oder Sportverein, ob im Getränkewagen, oder im Grillstand.

In seiner Predigt sprach Algermissen von der Vision seines Erfurter Amtskollegen Bischof Joachim Wanke. Dieser wünscht sich eine Kirche, die bereit ist, neue Christen willkommen zu heißen. Das Pfarrfest in Künzell ist so ein Ort: Offen, ohne Zugangsbeschränkung. Der Weg zur Gemeinde kann direkt über die Gyrospfanne führen. Oder über die GVK Musiktruppe. Diese hat sich in den letzten Jahren im ganzen Kreis einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Die Jungs spielten einen fetzigen Abschluss des Festes.

Neue Christen, das sind auch die ganz jungen Christen. Die Kindergärten St. Michael und Wolkenland zeigten tolle Tänze, die Rhönklubjugend vereinte Kinder zwischen zwei und acht Jahren im Tanz. Ein Zeichen war auch das Miteinander, über Generationen hinweg: Nach den Kindern zeigten die Senioren ihre Square- und Line-Tänze – und bekamen denselben ehrlichen Applaus.

Offen sein, offen werden auch für Menschen, die der Gemeinschaft der Pfarrgemeinde fern stehen. Das ist eine Vision, eine große Aufgabe. Aber nach dem Jubiläumsfest möchte in Künzell mancher den drei „Z“ des Bischof noch ein viertes an die Seite stellen: Zukunft.


Vielen Dank für den tollen Bericht an Hermann Diel!

Firmvorbereitung 2010

Beitrag von Eva-Maria Konsek am 13. September 2010  |  Kommentieren  |

Am 04. September stellten sich unsere Firmbewerber in der Vorabendmesse vor. Seit Februar diesen Jahres stimmen sich 27 Jugendliche aus St. Antonius und sieben aus St. Pius auf dem Empfang des Firmsakramentes am 13. November ein. Im Gottesdienst erzählten sie von ihrer Vorbereitung.

Die ersten drei Firmstunden dienten dem Kennenlernen, der eigenen Person und der anderen Firmbewerber. Im Mai kamen die Malteser zu Besuch und wir versuchten durch schlechte Brillen und Hörmuscheln nachzuempfinden, wie es alten Menschen geht, deren Möglichkeiten sich einschränken. Seit Anfang Juni treffen wir uns einmal in der Woche in unserer Firmgruppe. Unsere Themen waren bisher Gottesbilder, Gebet, Jesus Christus, Kirche und den Sonntag gestalten.

Jeder hat drei Projekte gewählt. Ein soziales Projekt, ein Projekt „Glauben leben in Gemeinschaft“ und ein Projekt „Gottesdienstvorbereitung“. – Als soziales Projekt konnte man wählen: „Mithelfen bei der Fuldaer Tafel“, „zwei Nachmittage im Haus Stephanus“ oder den Besuch im Taubblindenheim. Projekte der Gemeinschaft waren das Firmwochenende, die Fahrt zum Bonifatiuskloster nach Hünfeld und in den Herbstferien fährt eine kleine Gruppe vier Tage nach Taizé.

Viele der Firmbewerber hatten schon lange nicht mehr gebeichtet, aber in diesem Jahr hatte man schon dreimal Gelegenheit: in der Gemeindeerneuerung, vor Ostern und bei der Nacht der Versöhnung. Langsam hat man sich wieder daran gewöhnt.

Auch der ökumenische Jugendkreuzweg, die Bittprozession, die Jugendstunde des Ewigen Gebetes und der Besuch des Lobpreisgottesdienstes in der Michaelskirche gehören zum Programm.

Vor den Sommerferien haben wir uns mit unserem Firmspender Prälat Hofmann getroffen und anschließend einen Gottesdienst mit ihm gefeiert. Er ist ein sehr väterlicher Mensch, und wir freuen uns auf die Firmung mit ihm.

Nun wenden wir uns demnächst der Vorbereitung unseres Firmgottesdienstes zu. Die Firmvorbereitung endet mit dem Tag der Versöhnung, der Gelegenheit zur Firmbeichte gibt.

So freuen wir uns auf die Firmung am Samstag, den 13. November um 17 Uhr in der Kirche St. Pius.

Eva-Maria Konsek und Firmkatecheten

Passionsspiele in St. Antonius Künzell

Beitrag von Matthias Heil am 15. April 2009  |  Kommentieren  |

Einmal den Spuren Jesu in Jerusalem folgen – ein Herzensanliegen von mir. Doch nicht alle Wünsche des Lebens erfüllen sich…oder auf ganz andere Art und Weise, wie man es sich vielleicht erhofft hatte…..

Diese Erfahrung machte ich, als ich in der Fastenzeit zur Einstimmung der Karwoche die Passionsspiele der Jugendgruppe und des Kreises der jungen Erwachsenen Steinhaus/Steinau in der St. Antonius Kirche Künzell miterleben durfte.

Zu Beginn wurden wir von den 29 jungen Leuten auf einen Marktplatz in Jerusalem gebracht und es dauerte gar nicht lange, bis ich die marktschreierischen Händler und Ihr Vieh hören konnte.

Es ist kurz vor dem Paschafest und es herrscht überall ein lebhaftes Treiben, besonders, weil einige in diesen Tagen die Ankunft ihres Messias erwarten. Welch eine Aufregung als die Menschen Jesus in die Stadt kommen sehen und ihm voller Begeisterung mit ihren Palmwedeln entgegen jubeln. In erwartungsvoller Freude stehe ich plötzlich mitten unter ihnen. Die Liebe und Güte, die aus seinen Augen und seinen Gesten spricht, überwältigt. Er heilt Kranke, spricht mit und von Gott und verheißt den Menschen das Leben in seiner ganzen Fülle. Doch wie schnell verebbt die Begeisterung als ihr Erlöser von dem steinigen Pfad des Leidens und Sterbens und von der Liebe zu den Feinden spricht. So hat sich Judas das nicht vorgestellt. Er hoffte auf einen der mit Schwert und machtvollen Worten den Unterdrückten zu ihrem Recht verhilft, dieser Jesus, den er so lange begleitet hatte, erfüllt nicht seine Erwartungen. Auch Simon Petrus wird ängstlich, als sie seinen Herrn festnehmen und verleugnet den Freund, dem er kurz zuvor noch so lautstark versichert hatte, für ihn sogar sterben zu wollen. Und so wird Jesus von Nazareth durch die Hohenpriester der Gotteslästerung bezichtigt und durch die Hände des Pilatus zum Tode verurteilt. Unverstanden und allein geht der Sohn Gottes seinen schwersten Weg. Den Weg durch Verrat, Geißelung und Spott, den Weg auf Golgotah. Doch halt – aus der Menge heraus wird ihm ein Tuch entgegengestreckt. Jemand tupft behutsam den Schweiß und das Blut von seiner Stirn und Jesus dankt es dieser Frau mit dem einzigen, was ihm geblieben ist – einem Abdruck seines Schmerzes im Leinentuch der Veronika.

Doch bald verlassen ihn auch die letzten Kräfte und er stürzt unter der drückenden Last des Kreuzes zu Boden. Die gnadenlose Peitschenhiebe der Soldaten treiben ihn immer wieder an bis er völlig erschöpft zum dritten Mal zusammenbricht. Da zwingen sie einen aus dem gaffenden Volk mitanzupacken und das Kreuz mit Jesus bis zur Schädelhöhe zu schleppen. Meine erwartungsvolle Freude wandelt sich in grenzenlose Trauer beim Anblick des Messias.

Was haben wir ihm angetan, dem Sohn Gottes? Der Mann, aus dem zeitlebens die reine Liebe sprach, wird durch rohe Gewalt und himmelschreiende Ungerechtigkeit grausam hingerichtet. Ich erkenne mich selbst in der grölenden Menge, in Judas und in Simon Petrus und mich drückt die eigene Schuld tief zu Boden. Seine letzten Worte sind ein einziger Schrei. Ein Schrei nach dem „Warum“ . Auch ich kenne diese Frage und es ist, als ob uns diese einfache Frage miteinander verbindet. Sie befähigt, das Leid des anderen zu teilen. Er mit mir und ich mit ihm. In seiner Leidensgeschichte kommt er mir so nah und ich höre die Worte „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“ und ich bin beschämt angesichts seiner grenzenlosen Liebe zu mir.

Gern würde ich seine Tränen trocknen wie Veronika oder seinen zerschundenen Körper in den Armen wiegen wie seine Mutter Maria. Doch ich bin nur Zuschauer. Oder?!? Ich erinnere mich an seine Botschaft „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.“ und in mir keimt der Wunsch ihm zu folgen, alle Tage meines Lebens… mit der Last meines Kreuzes…

Mit den verheißungsvollen Worten des Auferstandenen „Ich gehe zu meinen und zu Eurem Gott, zu meinem Vater und zu Eurem Vater“ verlassen wir Jerusalem, doch die bewegende Darstellung der Heilsgeschichte Gottes hat uns nicht nur tief berührt, sie hat etwas in uns hinterlassen, was wir mit nehmen konnten. Mit zurück nach Künzell.

Die Passion des Jesus von Nazareth, auf eindrücklichste Weise durch die Jugendgruppe und den Kreis junger Erwachsener Steinhaus/Steinau dargestellt, hat unsere Seelen erreicht. Hat Freude, Trauer und Schuldgefühle ausgelöst und das tiefe Vertrauen in die unerschöpfliche Quelle seiner Liebe zu uns Menschen geweckt.

Ein herzliches Dankeschön allen Mitwirkenden für die bewegende Darstellung. Es war, als ob ein Stück Jerusalem mitten unter uns war….hier in Künzell und ich hoffe, dass dieses tiefgreifende Ereignis SEINE Spuren in uns lebendig hält.

Katja Schmidt

Einige Bilder der Aufführung im Hünfelder Kloster finden Sie hier…

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