‘Liebe Jugendliche, ihr seid die Samuels, die Gotthörer’ – Die Predigt von Bischof Franz-Josef Bode bei der Eröffnungsfeier in Bonn im Wortlaut… – [...] Die Lampe Gottes ist noch nicht erloschen. Und ihr zeigt in diesen Tagen der ganzen Kirche und der ganzen Welt, dass sie lebt und dass junge Menschen bereit sind, auf Gott zu hören: Rede, Herr, Dein Diener hört! [...] Mit euch wollen wir Ausschau halten nach den heutigen Licht-Zeichen Gottes in unserer Kirche und in unserem Leben. Mit euch wollen wir das Fragen und Suchen nicht aufgeben – Wo ist ER? –, auch wenn wir Menschen begegnen, die uns nicht gut wollen. Mit euch werden wir in diesen Tagen Christus begegnen in den großen Gottesdiensten und Begegnungen, aber ebenso in den kleinen Gruppen und in der Verborgenheit der einzelnen und intensiven Begegnung mit IHM. – Wir danken euch, dass ihr gekommen seid, dass ihr dem Stern der Einladung durch den Heiligen Vater gefolgt seid, dass ihr euch habt rufen lassen wie Samuel und euch habt herausrufen lassen für einen solchen Weg wie die drei Könige. [...] Liebe junge Freunde, wir alle brauchen einander, brauchen die kleine persönliche Welt und die Weltweite der Kirche. Und die weltweite Kirche braucht die Gaben und Fähigkeiten jedes Einzelnen. Stärken wir uns gegenseitig im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Denn die Lampe Gottes ist nicht erloschen, SEIN Stern leuchtet auch heute, und ER lässt sich auch heute finden von denen, die aufbrechen und kommen, IHN zu suchen und zu finden, IHN, Christus, den menschgewordenen Gott in unserer Mitte. [...] – (Quelle: kath.net)
‘Gott packt uns in der letzten Tiefe unseres Lebens, wenn er ruft’ – Predigt von Karl Kardinal Lehmann bei der Eröffnungsfeier des Weltjugendtages in der LTU-Arena in Düsseldorf – [...] Den Ruf Gottes und auch den Ruf Jesu kann man daran erkennen, dass er uns aus der Masse, wo wir uns eher verstecken können, und den Gewohnheiten unseres Lebens, für die wir uns nicht so verantwortlich fühlen (“Andere tun es doch auch!”), herausreißt. Da ist es wichtig, dass wir bei unserem Namen gerufen werden: So wie Gott uns schon bei unserer Entstehung und auch beim Christwerden (Glaube und Taufe) einen eigenen Namen gegeben hat, der die einmalige Würde eines jeden Menschen zum Ausdruck bringt. Gott packt uns in der letzten Tiefe unseres Lebens, wenn er ruft. Der Ruf Gottes verlangt immer Mut, denn er meint jeweils uns, ohne dass wir austauschen könnten. Wir möchten ja gerne alles tauschen, besonders die schwierigeren Dinge unsers Lebens: Verantwortung und Lasten. Zum Ruf Gottes gehört es, dass er uns zunächst in die fremde und in eine unbekannte Zukunft führt. Dies gilt für jeden Christen und besonders natürlich für alle in seiner engeren Nachfolge. Aber hier kommen immer zwei Dinge zusammen: Der Ruf Gottes geht an den Einzelnen, und zwar in die letzte Tiefe seiner Person und seines Gewissens. [...] Der Weltjugendtag schafft nicht eine anonyme Masse, sondern er möchte auch jedem und jeder von uns seine Sendung und seinen Ort in der Kirche aufzeigen. Auf den Weltjugendtagen haben darum immer auch junge Menschen ihre Berufung zu einem geistlichen Dienst entdeckt: Frauen und Männer! Zugleich werden wir aber auch erneut berufen als Kirche in der verschiedenen Bedeutung dieses Wortes: in der kleinsten Gemeinschaft von Ehe und Familie, die wir gerne “Hauskirche” nennen, in unseren Pfarrgemeinden, in unseren Diözesen und Ländern, vor allem aber auch als Weltkirche, die vom Austausch ihrer Glieder lebt. Da müssen wir unseren konkreten Platz suchen. [...] – (Quelle: kath.net)



In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten sie ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollen sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder. – (Mt 14, 13-21)



















