Berufung: Hier und heute

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Das Evangelium von der Berufung der ersten Jünger im Markusevangelium zeigt es: Gott schaut den Menschen an und beruft ihn. Die Jünger begreifen worum es geht und lassen alles stehen und liegen und folgen Jesus nach. Wir, so Pfr. Liebig in seiner Predigt, sind heute nicht weniger aufgefordert zur Nachfolge und zum mutigen Zeugnis, auch und gerade in Ablehnung und Gleichgültigkeit hinein, die uns entgegenschlagen. Dabei sei “Berufung” nicht immer eine existenzielle Neuausrichtung oder die Umkehr aller Gewohnheiten und Verpflichtungen, sondern Antwort auf den Ruf Gottes – eine Antwort im Denken, Sagen und Handeln…

Erste Lesung: Jona 3,1-5.10 – Das Wort des Herrn erging an Jona: Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde. Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren. Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört! Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. […] Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.
Zweite Lesung: 1 Korinther 7,29-31 – Ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine, wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer, wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.
Evangelium: MArkus 1,14-20 – Nachdem man Johannes den Täufer ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

Wo wohnst du?

Die im Tagesevangelium an Jesus gerichtete Frage der Jünger “Wo wohnst du?”, so Pfarrer Liebig in seiner Predigt, bezieht sich nicht auf einen bestimmten Ort, denn Jesu Antwort lautet “Kommt und seht”. Vielmehr sei es das Lebenshaus, in das einzuziehen Jesus einlädt – ein Haus, in dem man nicht alleine bleibt, sondern ein Haus der gelebten Gemeinschaft, die zu verstärken und mitzugestalten es auch heute gelte. So ergehe der Ruf an Samuel auch heute an uns – und es sei an uns, ihm als Dienende zu folgen…

In der KinderKirche ging es um die Freundschaft mit Jesus – die Kinder gestalteten ein Blatt mit ihren Fußspuren als Zeichen der Nachfolge:

Erste Lesung: 1 Samuel 3,3b-10.19 – [In jenen Tagen] schlief der junge Samuel im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes stand. Da rief der Herr Samuel, und Samuel antwortete: Hier bin ich. Dann lief er zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen! Da ging er und legte sich wieder schlafen. Der Herr rief noch einmal: Samuel! Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn. Geh wieder schlafen! Samuel kannte den Herrn noch nicht, und das Wort des Herrn war ihm noch nicht offenbart worden. Da rief der Herr den Samuel wieder, zum dritten Mal. Er stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der Herr den Knaben gerufen hatte. Eli sagte zu Samuel: Geh, leg dich schlafen! Wenn er dich wieder ruft, dann antworte: Rede, Herr; denn dein Diener hört. Samuel ging und legte sich an seinem Platz nieder. Da kam der Herr, trat zu ihm heran und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört. Samuel wuchs heran, und der Herr war mit ihm und ließ keines von all seinen Worten unerfüllt.
Zweite Lesung: 1 Korinther 6,13c-15a.17-20 – Der Leib ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib. Gott hat den Herrn auferweckt; er wird durch seine Macht auch uns auferwecken. Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Wer sich an den Herrn bindet, ist ein Geist mit ihm. Hütet euch vor der Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!
Evangelium: Johannes 1,35-42 – [In jener Zeit] stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte – Christus. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels – Petrus.

Neujahrsempfang 2018

Ehrungen für Mitarbeiter im Hintergrund

Beim alljährlichen Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde St. Antonius in Künzell lobte Pfarrer Rudolf Liebig vor allem die Mitarbeit derer, die im Hintergrund arbeiten.

Er führte aus, dass ihre Arbeit oft im Verborgenen geschehe, sie aber für die große Gemeinschaft einer Pfarrgemeinde und darüber hinaus wichtig sei. Man dürfe sie deshalb nicht übersehen.

Der Neujahrsempfang aller ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bot einen guten Rahmen, um verdiente Gemeindemitglieder zu ehren und damit ihren Hintergrunddienst wertzuschätzen.

Pfarrer Liebig konnte Frau Margitta Möller die Ehrenurkunde des Bistums Fulda mit der Elisabethmedaille für jahrzehntelange Arbeit in der kfd, 20-jährige Arbeit für das Thomas-Morus-Haus (Pfarrheim) und viele andere Tätigkeiten überreichen.

Herr Otto Hohmann erhielt die Ehrenurkunde des Bistums Fulda für seine 17-jährige Küstertätigkeit und die 24-jährige Pflege der Außenanlage und der Mariengrotte.

Frau Marlene Diel wurde mit der Antoniusplakette der Pfarrgemeinde für ihre ehrenamtlichen Verdienste in der Pfarrgemeinde, insbesondere für ihre 12-jährige Tätigkeit beim Altbücherbasar ausgezeichnet.

Die Teilnehmer des Empfangs waren erfreut über diese unverhofften Ehrungen und erlebten einen kurzweiligen Abend mit einem Jahresrückblick 2017 in Bildern, der mittlerweile zum 10. Mal vom Sprecher des Pfarrgemeinderates Wolfgang Fladung allen zur Freude diente.

Vielen Dank an Christiana Fischer für die schönen Aufnahmen!

Sternsinger/Erscheinung des Herrn 2017

Durch das Fest “Erscheinung des Herrn”, so Pfarrer Liebig, wird es erst in vollem Sinne Weihnachten, denn die vorher doch im Verborgenen bleibende Geburt wird durch die Ankunft der Sterndeuter zu einem öffentlichen Ereignis, von dem weitererzählt wird. So passt es auch, dass am heutigen Tage Messdienende und andere Kinder unserer Gemeinde im Ort unterwegs waren und die Frohe Botschaft bis an die Haustür vieler Menschen brachten. Diese Botschaft ist das Geschenk, um das es an Weihnachten geht. Im Predigtgespräch am Abend geht Pfarrer Liebig in diesem Sinne den Symbolen von Gold, Myrrhe und Weihrauch nach, die dem Kind gebracht werden, und versucht so, die Bedeutung der Königschaft Jesu auch für unsere Zeit begreifbar zu machen…

Erste Lesung: Jesaja 60,1-6 – Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz. Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter trägt man auf den Armen herbei. Du wirst es sehen, und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit. Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir. Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.
Zweite Lesung: Epheser 3,2-3a.5-6 – Ihr habt doch gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat. Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis mitgeteilt. Den Menschen früherer Generationen war es nicht bekannt; jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden: dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium..
Evangelium: Matthäus 2,1-12 – Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Jahresrückblick 2017

Herzlichen Dank an alle, die Fotos zur Verfügung gestellt haben – und an Wolfgang Fladung für die Zusammenstellung des Rückblicks und dessen Vorstellung beim Neujahrsempfang am 5. Januar!