Unsere Kirchenorgel

Die Orgel ist aufgeteilt in 3 Teilwerke (Hauptwerk, Pedalwerk, Nebenwerk), die von den entsprechenden Manualen und Pedal angespielt werden können. Die Teilwerke bestehen aus insgesamt 935 Pfeifen, dazu kommen noch 4 stumme Pfeifen im Prospekt ((Prospekt = die sichtbaren Pfeifen der Orgel!)). Die Prospektpfeifen sind völlig anders angeordnet als die Pfeifen der Teilwerke, trotzdem ist der Prospekt bis auf 4 Pfeifen sprechend. Einiges an der Orgel erinnert an die Bauweise des 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel die chromatische Anordnung des Pedal- und Nebenwerks und der völlig andere Prospekt.

Das Nebenwerk steht auf zwei verschiedenen Windladen, doch durch die chromatische Anordnung (wie eben schon erwähnt) nicht auf C- und Cis-lade, sondern stehen die Pfeifen von C-f auf der linken Windlade (links neben dem Hauptwerk) und die Pfeifen von fis bis g³ auf der rechten Windlade (rechts neben dem Pedalwerk) (siehe Abb.). In der rechten Windlade des Nebenwerks ist zusätzlich ein Tremulant ((Der Tremulant (v. lat. tremulus „zitternd“) ist bei der Orgel eine Vorrichtung, die für bestimmte Werke den Luftstrom periodisch variiert.!)) (Tremolo) eingebaut.

Im Prospekt befindet sich der Prinzipal 8` aus dem Hauptwerk und der Oktavbass 8` aus dem Pedalwerk. Da die Prospektpfeifen völlig anders angeordnet sind, sind die Pfeifen mit langen Schläuchen mit der Windlade verbunden, sodass es zu geringer Verzögerung kommen kann bis der entsprechende Ton richtig da ist.

Da die Orgel auch mit Wind versorgt werden muss, stehen unten im Gehäuse ein Motor, der Wind liefert, und mehrere Magazinbälge.

Die Traktur ((Als Traktur bezeichnet man bei der Orgel einerseits die Verbindung zwischen den Tasten und den Spielventilen (Spieltraktur oder Tontraktur) und andererseits das System zum Ein- und Ausschalten der Register (Registertraktur).!)) unserer Orgel ist elektrisch, das heißt, dass durch das Drücken der Taste ein elektrischer Puls in die Windlade gelangt. Dieser elektrische Puls setzt einen Elektromagneten in Gang, der das Tonventil öffnet.

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(herzlichen Dank an Johannes Heil für diesen Beitrag)