Anschreiben 01/08

Liebe Schwestern und Brüder!

In der 1. Lesung zum Neujahrstag lesen wir: Der Herr sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen. So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil. – Genau das ist es, was ich Ihnen zum neuen Jahr 2008 von ganzem Herzen wünschen möchte: Dass da einer ist, der sich nicht abwendet von Ihnen, der Sie nicht fallen lässt, der Sie nicht übersieht. Da ist vielmehr einer da, der sich Ihnen zuwendet, der Sie anschaut, für den Sie ansehnlich sind, wichtig und liebenswert. Da ist einer da, der Sie anstrahlt wie eine wärmende Sonne und durch seine Zuwendung in Ihnen zum Schmelzen bringt, was in Ihnen abgestorben und tot zu sein schien.

Shalom – heißt das Segenswort am Ende dieses Segens, in dem alles zusammengefasst ist. Shalom heißt mehr als Frieden. Es bedeutet sich wohl fühlen, das haben, was einer zum Leben braucht, heißt aber auch Zuwendung, Erfolgserlebnisse, inneres Gleichgewicht, Selbstvertrauen, Zufriedenheit, Gottvertrauen.

Jeder und jede von uns wird sich fragen: Was wird das neue Jahr 2008 bringen? Was kommen wird, das geschieht nach dem Willen Gottes. Darauf dürfen wir vertrauen. Maria hat es als Willen Gottes angenommen. Auch wir können das, was auf uns zukommt, nicht bestimmen, sondern nur im Glauben annehmen und fest darauf vertrauen, dass Er auf unsere Niedrigkeit geschaut hat. Am Anfang des neuen Jahres 2008 wird uns deshalb im Gottesdienst Maria vor Augen gestellt: An ihr und durch sie hat sich Gottes Wille erfüllt.

So wünsche ich Ihnen diesen reichen Segen für das neue Jahr 2008, der getragen ist von einem tiefen Glauben, dass Gott es gut mit uns meint.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig