Katholikenrat und KAB rufen zum Schutz des Sonntags auf

EU-Parlamentsinitiative begrüßt

Aus Anlass des «internationalen Tages des freien Sonntags» rufen Katholikenrat Fulda und der Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) alle Menschen dazu auf, sich für die Erhaltung des arbeitsfreien Sonntags einzusetzen.

„Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die gesamte Weltwirtschaft aus den Fugen geraten ist und uns drastisch vorgeführt wird, dass Konsum nicht alles ist, sollten die Menschen sich bewusst machen, was uns der Sonntag bietet. Es ist an der Zeit, den Sonntag wieder stärker als Tag wertzuschätzen, der es Menschen ermöglicht, Gott zu danken und gemeinschaftlich Familie und Freunde zu erleben. Wir sollten uns daran erinnern, dass unser Herrgott nach sechs Tagen, in denen er die “Erde“ schuf, diese Schöpfung mit einem Tag der Ruhe krönte und uns damit den Sonntag schenkte“, so Richard Pfeifer (Biebergemünd-Kassel), Vorsitzender des Katholikenrates.

An die kulturelle Bedeutung der Sonntagsruhe erinnert KAB Diözesansekretär Michael Schmitt. „Der «internationale Tag des freien Sonntags» ist auf maßgebliche Beteiligung der KAB entstanden. Die Sonntagsruhe ist der KAB heilig und eines ihrer großen Anliegen. Gehen sie nicht einkaufen oder ‚shoppen’! Nutzen sie den arbeitsfreien Sonntag dafür, wozu er gedacht ist, zum Innehalten und zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen“, so Schmitt weiter.

Derzeit laufe im Europäischen Parlament die Frist zur Unterzeichnung einer Erklärung „Zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags als tragendem Element des europäischen Sozialmodels und Teil des europäischen Kulturerbes“. Die Parlamentarier seien aufgefordert, bis spätestens zum 7. Mai eine Erklärung zu unterzeichnen, die den Sonntag als besonders schutzwürdigen Tag innerhalb der EU qualifiziert. Gelinge es, dass die Erklärung von der Mehrheit der Abgeordneten unterzeichnet wird, erhält sie den Status einer offiziellen Verlautbarung des Europäischen Parlaments. „Wir unterstützen diese Erklärung, weil es im Prozess der europäischen Einigung notwendig wird, dass wir uns länderübergreifend für den Schutz und die religiösen Gefühle unserer Bürger stark machen und werden alle hessischen Europaabgeordneten entsprechend anschreiben“, so Richard Pfeifer und Michael Schmitt abschließend.

Quelle: Presseerklärung des Katholikenrats im Bistum Fulda vom 25.2.2009