„Warten auf den Herrn“: Kinderadventtag 2010

Mit dem Kinderadventtag beginnt in St. Antonius die Adventzeit. Wie war es mit dem „Warten auf den Herrn“ – so fragten sich die Kinder als Hirten verkleidet gemeinsam mit Frau Christa Fladung. Wie würde er kommen – reich und prächtig oder könnte er auch anders kommen – so überlegten sie am Hirtenfeuer. Der alte Hirt und sein Enkel waren offen für Gott – egal wie er kommt. So wollen auch wir offen sein für den Herrn.

Engel und Sterne wurden gebastelt mit Unterstützung einiger Jugendlichen. Eine besondere Freude war das Theaterstück „Am Ende siegt die Hoffnung“. Ganz selbständig organisierten die 11/ 12 jährigen ihr Theaterstück, in dem eine Familie sich äußerlich und innerlich (durch Versöhnung) auf das Kommen des Herrn vorbereitet. Ein dickes Lob für das zukunftsträchtige Ensemble unter Leitung von Nico Zecha. Allen die zu dem gelungenen Nachmittag beigetragen haben ein herzliches Dankeschön.

Predigt: Von Rosen und Wegen

Evangelium (Lk 18, 9-14): [In jener Zeit] sprach Jesus zu seinen Jüngern: Sofort nach den Tagen der großen Not wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden, und sie werden die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr das alles seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Denn wie es in den Tagen des Noach war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

28.11.2010 – Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20101128einleitung.mp3] 28.11.2010 – Pfr. Liebig: Einleitung


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20101128evangelium.mp3] 28.11.2010 – Pfr. Pimper: Evangeliumsvortrag


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20101128predigt.mp3] 28.11.2010 – Pfr. Liebig: Predigt


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20101128schluss.mp3] 28.11.2010 – Pfr. Liebig: Vermeldungen, Segen & Sendung


Pfarrbrief 12/2010

Der neue Pfarrbrief ist erhältlich. Sie können ihn hier im druckerfreundlichen PDF-Format herunterladen. – Wird der Pfarrbrief nicht angezeigt, benötigen Sie den Adobe Reader (Download: knapp 50 MB!), den Sie hier kostenlos erhalten. – Eine deutlich kleinere (ca. 7 MB) und ebenfalls kostenlose Alternative stellt der Foxit Reader dar, den Sie hier downloaden können.

Anschreiben 12/2010

Liebe Pfarrgemeinde!

Wir entzünden in diesen Tagen die erste Kerze am Adventskranz. Dies ist nicht nur ein Zeichen für den Beginn des Advents; das wachsende Licht in dieser adventlichen Zeit möchte uns auch mahnen, dass wir mit brennenden Kerzen – das sind Taten der Liebe – dem entgegen gehen sollen, der selbst das Licht der Welt ist.
So stellt uns die Adventszeit sinnenfällig vor Augen, dass wir Wartende sind. Doch worauf warten wir? Unsere Kinder warten in diesen Tagen auf Weihnachten. Die ihnen geschenkten Adventskalender schüren von Tag zu Tag diese Erwartung. Der ‚Countdown’ scheint bis zum 24. Dezember zu laufen.

Doch im tieferen Sinn möchte uns die Adventszeit an ein anderes Warten erinnern: an das Warten auf Christus. Dieses Warten meint, ständig mit Christus zu rechnen: in unserem Denken und Handeln, im Ausgerichtet-Sein unserer ganzen Existenz auf die Zukunft. Dieses Warten meint, ständig mit der Liebe Jesu zu rechnen.

Im Herbst besuchten wir mit unseren Mitarbeitern von St. Antonius und St. Pius ein Kinderdorf in Ellwangen, wo Sieger Köder auf einem Gemälde darstellt, wie Franziskus in der Höhle von Greccio das Weihnachtsfest feierte. Vom Himmel scheint der Weihnachtsstern auf die Krippe nieder. Und in der Krippe liegt eine Bibel mit den Worten: ‚Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt’ (Joh 1). Das will heißen, Gott kommt uns nahe in seiner großen Liebe. Die Geburt seines Sohnes ist eine einzigartige ‚Liebeserklärung’ Gottes an uns. Es ist eben ein Bild für die lebenschaffende Treue Gottes über alle Katastrophen dieser Welt hinweg. Gott spricht einem jeden Menschen seine Liebe zu – bedingungslos und unwiderruflich.

Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir im Weihnachtsgottesdienst diese Liebe begreifen können, um sie dann weiter zu tragen in unsere Welt.

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest mit all diesen wunderbaren Erfahrungen.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig