2 Gedanken zu „Gesegnete Weihnachten!“

  1. Sehr geehrter Herr Pfarrer, lieber Mitbruder!

    Ich finde auf der Hompage Ihrer Gemeinde den (offensichtlich fest installierten) Verweis auf Kath.net, wo Prof. Zulehner in der Titelzeile als “Panzer-Pastoraltheologe” bezeichnet wird. Ich denke, dass er ein Priester ist, dem man inhaltlich mit guten Gründen mitunter wird widersprechen können.
    Als Priester, der ich auch bin, betrübt es mich allerdings, wenn eine solche polemisch-ehrlverletzende Sprache einem Mitbruder gegenüber, nur weil man sich offensichtlich im Dissens mit ihm befindet, verwendet wird. Das ist nicht der Stil, mit dem ich mich mit einem priesterlichen Mitbruder auseinadersetzen würde.
    Gerade jemand, der sich wie Sie sich sehr um eine würdige Liturgie, Treue gegenüber dem Heiligen Vater und eine profilierte Katholizität zu bemühen scheint, müßte doch daran interessiert sein, niemanden persönlich zu desavouieren, sondern die klare katholische Position in einer sauberen Sprache zu formulieren. Ich ärgere mich immer wieder darüber, dass KATH.net das Vertreten klarer Positionen nicht immer mit einen ebenso klaren und lauteren Sprache verbindet und damit seine Position in der öffentlichen Diskussion schwächt.
    Ob es auf diesem Hintergrund angemessen ist, sich als Gemeinde so mit KATH.net zu verlinken, dass alle Meldungen aufgeführt werden? Sprchliche Sorgfalt jeglicher schlechter Polemik gegenüber stünde gerade einem sorgfältig arbeitenden Prister und Pfarrer gut an.
    Mit den besten Segenswünsachen für Ihre Arbeit und aller Anerkennung für die ansonsten ja wirklich großartige (!) Webpage, auf die mich übrigens die Lektüre von Kath.net heute Abend das erste Mal geführt hat.

    Mitbrüderliche Grüße aus dem Schwarzwald!

    Arno Zahlauer

    • Lieber Herr Zahlauer, ich teile (als Homepage-Verantwortlicher und Religionslehrer) Ihren Ärger über die Panzer-Polemik auf kath.net. Rahner-Schüler Zulehner gehört seit Jahrzehnten zum kleinen Kreis mutiger (natürlich auch streitbarer) katholischer Theologen, die Klartext zu sprechen bereit sind. Verbalmobbing wie “Panzer-Theologe” disqualifiziert den Autor des Beitrags m.E. als ernstzunehmenden Journalisten. Leider ist das Spektrum der “katholischen” Onlinewelten meiner unmaßgeblichen Wahrnehmung nach derart breit, dass kath.net nicht unbedingt als Extrem eingeordnet werden kann. Es scheint dort zwar einige Autoren zu geben, die sich eines theologisch (falls überhaupt) fragwürdigen und rhetorisch bisweilen auch vor Polemik nicht zurückschreckenden Stils befleißigen – noch schlimmer sind nicht selten die sich in den Kommentaren manifestierenden Abgründe. Deshalb habe ich schon mehrfach darüber nachgedacht, die Verlinkung aufzuheben, es aber bisher nicht gemacht, da kath.net durchaus auch einige lesenswerte Beiträge liefert und es auch immer wieder moderate Stimmen (selbst in den Kommentaren) gibt, so dass ich den polemisierenden Personen nicht den Triumph des Onlineschismas ermöglichen mag, sondern vielmehr nach dem Prinzip Hoffnung daran festhalte, dass sich Qualität und Respekt langfristig durchsetzen. In diesem Sinne freundliche Grüße in mein ehemaliges Bistum Limburg!

      P.S.: Zum Begriff “Panzer-Theologe”: Zulehner hatte den der Kritik an der Amtskirche eher unverdächtigen Peter Seewald kürzlich als “Panzerjournalist” bezeichnet… mehr: http://goo.gl/eKAtG und http://goo.gl/zddvM

Kommentare sind geschlossen.