Anschreiben 09/2011

Liebe Pfarrgemeinde!

Im Monat September feiern wir unser ‚Ewiges Gebet’. Wir wollen es auch ‚Offenes Gebet für die ganze Pfarrgemeinde’ nennen. Offen deswegen, weil es uns Weite schenken soll, weil jeder/jede willkommen ist vor unserem großen Gott. In diesem Jahr wird es einige Neuerungen geben, so soll es statt unserer seitherigen Kinderbetstunde eine ‚Stunde von Familien für Familien’ geben.

Freuen wir uns darauf, denn schließlich ist das Gebet so etwas wie der ‚Atem für die Seele’ als Weg zu unserer eigentlichen Mitte. So frage ich Sie: Können Sie richtig atmen? – Können Sie stehen, ohne zu ermüden? – Können Sie ruhig sitzen? – Können Sie stille sein? – Können Sie es bei sich selbst aushalten?

Sie meinen, das sei alles selbstverständlich? – Das Selbstverständnis ist das Schwerste. Man muss das Selbstverständliche üben. Nicht ein Mal, nicht manchmal, sondern regelmäßig. – Alles hängt mit allem zusammen. Wenn Sie richtig atmen, sind sie ruhig, dann können Sie Stille in sich bewahren, dann halten Sie es selber bei sich aus. Versuchen Sie, das Atmen zu üben. – Üben Sie auch zu stehen. Aufrecht und frei zu stehen, gelingt nicht ohne Übung. Können Sie es, ohne zu ermüden? Auch das freie Gehen will geübt sein und natürlich das Sitzen. Wie sitzen Sie auf dem Boden, wie auf einem Stuhl? – Atmen, Stehen, Gehen, Sitzen, Stillewerden sind Wege zur Mitte. Dazu laden wir Sie am ‚Tag des offenen Gebetes’ ein.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig