Predigt: Krippe und Kreuz

Kinder-Krippenfeier

Evangelium (Lk 2,1-20): In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. – Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111224einleitung.mp3] Pfr. Liebig: Einleitung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111224anspiel.mp3] Kommunionkinder: Anspiel (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111224nacht.mp3] Kindergarten St. Michael: In der allerlängsten Nacht (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111224evangelium.mp3] Pfr. Liebig: Evangeliums-Vortrag (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111224schluss.mp3] Pfr. Liebig: Gebet, Vermeldungen, Segen & Sendung (MP3)


Erster Weihnachtsfeiertag

Evangelium (Lk 2, 15-20): Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111225einleitung.mp3] Pfr. Liebig: Einleitung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111225evangelium.mp3] Pfr. Liebig: Evangeliums-Vortrag (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111225predigt.mp3] Pfr. Liebig: Predigt (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111225schluss.mp3] Pfr. Liebig: Gebet, Vermeldungen, Segen & Sendung (MP3)


Zweiter Weihnachtsfeiertag

Evangelium (Mt 10,17-22): Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111226einleitung.mp3] Pfr. Liebig: Einleitung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111226evangelium.mp3] Pfr. Liebig: Evangeliums-Vortrag (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111226schluss.mp3] Pfr. Liebig: Gebet, Vermeldungen, Segen & Sendung (MP3)


Pfarrbrief 01/2012

Der neue Pfarrbrief ist erhältlich. Sie können ihn hier im druckerfreundlichen PDF-Format herunterladen. – Werden die Dokumente nicht angezeigt, benötigen Sie den Adobe Reader (Download: ca. 40 MB!), den Sie hier kostenlos erhalten. – Eine deutlich kleinere (weniger als 5 MB) und ebenfalls kostenlose Alternative stellt der Sumatra Reader dar, den Sie hier downloaden können.

Anschreiben 01/2012

Liebe Pfarrgemeinde!

Januar ein neues Jahr 2012 – Aufbrechen, losgehen – um mich und Gott zu finden. Das ist die Einladung in das Neue Jahr hinein zum ‚Abenteuer Leben mit Gott’.

Wie aber kann das Abenteuer gelingen, wie geht man das Leben im Neuen Jahr 2012 an? Wie werde ich lebendiger? Wer aufbrechen und losgehen will, der muss zuerst ein Ziel vor Augen haben, ein Ziel, für das es sich zu leben lohnt. Ich muss wissen, wo ich hin will. Mark Twain schreibt dazu einmal: ‚Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.’ Wenn ich nicht weiß, wo ich hin will, werde ich halbherzig einen Schritt mal in die eine, mal in die andere Richtung machen – und doch nicht vom Fleck kommen. Wer sein Ziel vor Augen hat, der kann gelassen sein, der braucht nicht zu hetzen, sondern kann zielstrebig seinen Schritt, sein Tempo finden.

Wir brauchen eine Vision, ein Zielbild einer anderen Wirklichkeit, für die es sich zu leben lohnt, eine Vision, die unseren Schritten eine Richtung gibt, die uns ‚ausrichtet’. In der Bildersprache der Bibel ist diese Vision das ‚himmlische Jerusalem’, das Leben in und mit Christus in einer neuen Zeit, auf die wir zugehen. Und nur, wenn ich ein solches Ziel vor Augen habe, kann ich entscheiden, ob meine Schritte im neuen Jahr 2012 zielführend sind, und ob sie mich meiner Vision näher bringen.

So wünsche ich uns allen im Neuen Jahr einen guten gemeinsamen Weg.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

Festgottesdienst
zum Silbernen Priesterjubiläum
von Pfarrer Rudolf Liebig


Dankeschön für die Aufnahmen an Christiana Fischer!


 

Ein Kundschafter feiert silbernes Priesterjubiläum

In zwei Bildern beschreiben Freunde, Mit-Priester und Vertreter aus fünf Pfarrgemeinden ihren Pfarrer: Als Kundschafter und als Bauherren. Mit einem großartigen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Antonius in Künzell feiert Pfarrer Rudolf Liebig sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Sein einprägender Gedanke für diesem Tag lautet: Wichtig ist, dass alle dabei sind und Gott in unserer Mitte steht.

Nach einem Viertel Jahrhundert blickt Pfarrer Rudolf Liebig nicht zurück, sondern in einer bis zum letzten Platz gefüllten Kirche nach vorne. Das Leitmotiv seiner heutigen Pfarreien St. Antonius in Künzell und St. Pius in Fulda für das kommende Jahr lautet „Mit Christus Wege finden, entfalten, vernetzen.“ Dieses Leitmotiv beschreibt auch das Wirken Herrn Pfarrer Liebigs, symbolisiert auch im Jubiläumsbild der Kundschafter aus dem Buch Numeri. Zwei Männer bringen dem Volk Israel riesige Weintrauben aus dem Gelobten Land. Festprediger Pfarrer Ulrich Schäfer fragt die Gemeinde: „Zwei Männer – welcher mag wohl Rudolf Liebig sein?“ Die Antwort ist einfach: Pfarrer Liebig ist immer dabei, mit Christus einen neuen Weg zu finden und auf diesem voran zu gehen. Und zwar schnell, wie Pfarrer Schäfer aus liebevollen Klagen aus den Gemeinden weiß: „Sie rennen vorneweg und uns geht hinten die Luft aus.“ Pfarrer Liebig entdeckt nicht nur neue Wege, er will sie in seinen Gemeinden auch entfalten. Die Frucht scheint aufzugehen, das zeigt die große Menge, die zum Festgottesdienst gekommen ist.

Katholiken aus fünf Pfarrgemeinden feiern drei Stunden lang Gottesdienst mit „ihrem“ Pfarrer, dazu mit zwei Musikvereinen und zwei Chören –und einem Dutzend Mitbrüdern, allen voran Generalvikar Gerhard Stanke, einst Regens des jungen Seminaristen Rudolf Liebig im Priesterseminar in Fulda. Der Altarraum der großen St.-Antonius Kirche ist zu klein für die gesamte geweihte Festgemeinde.

Im Leitbild der Gemeinde heißt es „vernetzen.“ Auch hier hat sich Rudolf Liebig als Kundschafter und Brückenbauer bewährt. In Steinau-Steinhaus hat er zwei historisch getrennten Dörfern ein gemeinsames Gemeindehaus gebaut. Dieses lebt.

Aus der Doppel-Gemeinde spielt der Musikverein „Osthessen Symphonic Winds“ (OSW) – vernetzt – mit dem St. Antonius Musikverein aus Künzell.

In Künzell hat Pfarrer Liebig die städtische Pfarrei St. Pius und seine St. Antonius Pfarrei verbunden. Das klingt sehr harmonisch unter anderem im Chor „St. Pius und St. Antonius“, der gemeinsam mit dem Liederkranz Künzell singt.

Der Priester von heute, sagt Pfarrer Schäfer, soll „Kundschafter der Zukunft“ sein – einer, der sich mutig in Neuland wagt, einer, der keine Angst hat vor Riesen. In diesem Fall: Keine Angst vor pastoralen Herausforderungen oder anstehenden Bauprojekten. „Ich habe immer gern gebaut“, räumt Liebig noch im Festgottesdienst schmunzelnd ein, im „Äußeren, aber auch im Inneren.“ Und im Lied zum Zwischengesang heißt es treffend: „Planen und bauen, Neuland begehn, so spricht Gott sein Ja.“

Und so hat Pfarrer Liebig überall Spuren hinterlassen. Äußerlich in Bauwerken, vom Gästehaus Marienau in Schönstatt über das Gemeindezentrum in Steinau-Steinhaus bis hin zu den zahlreichen Projekten in Künzell. Einiges davon ist bereits Wirklichkeit geworden, andere Pläne suchen noch nach ihrer Finanzierung. Die Spuren des Kundschafters Pfarrer Liebig zeigen sich aber in den Berufungen in seinen Pfarreien und in der Treue, die ihm so zahlreiche Wegbegleiter bis heute halten. Ein Zeichen der Treue überreicht die KAB in Schriftform: Die Urkunde über 25 Jahre als Präses der KAB.

Grußbotschaften aus den verschiedenen Stationen seines Wirkens fügten sich ein in das gezeichnete Bild als meinungsfester Vorangeher, als Kundschafter und Bauherr.

Sie beschrieben einen Geistlichen mit festen Zielen und einem Plan, diese Ziele zu erreichen. Sie beschreiben einen Gemeindeleiter, der voran geht und dabei gerne im Großen und Genauen plant und schafft. Davon künden seine blühenden Gemeinden. Und das spiegelt sich auch im Festgottesdienst, in der Eleganz, der musikalischen Gestaltung der vereinigten Musikvereine und Chöre.

Das furiose TeDeum zum Ende beeindruckt die Gemeinde mit Konzertqualität.

Doch dies lässt Pfarrer Liebig als letztes Wort nicht gelten. „Wichtig ist“, so Pfarrer Liebig, „dass alle mit dabei sind.“

Und so zeigt die Gemeinde zum Ende eines gewaltigen Jubeltages noch ein kleines Raumwunder: Das im Vergleich zur Kirche doch überschaubare Thomas-Morus-Haus nimmt die ganze Festgemeinde zu Kaffee und Kuchen auf. Und so wird noch ein Sinn des Bildes der Kundschafter offenbar: Sie bringen dem Volk nicht irgendwelche Früchte, sondern Weintrauben. Und auch von dieser Seite kennen die Gemeinden ihren Pfarrer Liebig: Als einen, der nicht abseits steht, sondern bei den Menschen ist. Im Beten, im Glauben und auch im Leben, in den schweren Zeiten, doch auch im frohen Feiern.


Vielen Dank für den wunderbaren Bericht an Hermann Diel!


 

Erste Lesung: Num 13,21-30: Da zogen die Männer hinauf und erkundeten das Land von der Wüste Zin bis Rehob bei Lebo-Hamat. Sie durchzogen zuerst den Negeb und kamen bis Hebron. Dort lebten Ahiman, Scheschai und Talmai, Söhne des Anak. Hebron war sieben Jahre vor der Stadt Zoan, die in Ägypten liegt, erbaut worden. Von dort kamen sie in das Traubental. Dort schnitten sie eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen sie zu zweit auf einer Stange, dazu auch einige Granatäpfel und Feigen. Den Ort nannte man später Traubental wegen der Traube, die die Israeliten dort abgeschnitten hatten. Vierzig Tage, nachdem man sie zur Erkundung des Landes ausgeschickt hatte, machten sie sich auf den Rückweg. Sie kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wüste Paran nach Kadesch. Sie berichteten ihnen und der ganzen Gemeinde und zeigten ihnen die Früchte des Landes. Sie erzählten Mose: Wir kamen in das Land, in das du uns geschickt hast: Es ist wirklich ein Land, in dem Milch und Honig fließen; das hier sind seine Früchte. Aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark und die Städte sind befestigt und sehr groß. Auch haben wir die Söhne des Anak dort gesehen. Amalek wohnt im Gebiet des Negeb, die Hetiter, die Jebusiter und Amoriter wohnen im Gebirge und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan. Kaleb beruhigte das Volk, das über Mose aufgebracht war, und sagte: Wir können trotzdem hinaufziehen und das Land in Besitz nehmen; wir werden es gewiss bezwingen.

Zweite Lesung: Eph 1,17-19: Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.

Evangelium: Lk 1,26-38: Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111218einleitung.mp3] Pfr. Liebig: Einleitung & Begrüßungen


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111218lesung1.mp3] Tagesgebet & Erste Lesung: Num 13,21-30


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111218lesung2.mp3] Zweite Lesung: Eph 1,17-19


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111218evangelium.mp3] Evangelium: Lk 1,26-38


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111218predigt.mp3] Pfr. Ulrich Schäfer: Predigt (mit Reaktion des Jubilars)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111218fuerbitten.mp3] Fürbitten


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111218schluss.mp3] Grußworte an den Jubiliar, Dank, Segen und Sendung



Dankeschön für die Aufnahmen an Christiana Fischer!


Familiengottesdienst: Lucia bringt das Licht

Evangelium (Joh 1,6-8.19-28): Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

11.12.2011 – Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111211einleitung.mp3] 11.12.2011 – Pfr. Pimper: Einleitung


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111211lucia1.mp3] 11.12.2011 – Kinder & Mitarbeitende: Lucia (Teil 1)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111211evangelium.mp3] 11.12.2011 – Pfr. Pimper: Evangeliumsvortrag


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111211lucia2.mp3] 11.12.2011 – Kinder & Mitarbeitende: Lucia (Teil 2)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111211predigt.mp3] 11.12.2011 – Pfr. Liebig: Kurzpredigt


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111211meditation.mp3] 11.12.2011 – Mitarbeiterin: Meditation


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20111211schluss.mp3] 11.12.2011 – Pfr. Liebig: Vermeldungen, Segen & Sendung


Wort von Bischof Algermissen zum Dritten Advent 2011: Hoffnung in der Wüste: – „Die Welt – ein Tor zu tausend Wüsten stumm und kalt“, schreibt Friedrich Nietzsche. Manchmal und mancherorts müssen wir ihm Recht geben. Denn was Wüste kennzeichnet: Einsamkeit und Weglosigkeit, Unfruchtbarkeit, Ungeborgenheit und Ausgesetztsein, ist ein Merkmal vieler. Häufiger als uns lieb ist steigen aber auch in uns Öde und Leere auf, die zu füllen es kein Mittel zu geben scheint. Dazu kommen mitunter Erschrecken und Resignation, weil einige Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft sich wie eine dunkle Wolke über uns breiten. – Mitten in die Wüste unserer Welt stellt das Evangelium des dritten Adventssonntags eine Gestalt, die aufhorchen lässt: Johannes, Täufer genannt. Er hat in der Wüste gelebt, sie in ihrer Abgründigkeit erlebt und sich mit ihr auseinandergesetzt. Und ist dennoch zu der Erkenntnis gekommen, dass Gott mit der Wüste der Welt etwas zu tun haben will. Einer kam, der Antwort ist auf alles Fragen und Suchen der Menschen. Weil er weiß, dass es IHN gibt, fühlt sich Johannes berufen, erneut und endgültig jenen Ruf zu erinnern, der bereits 500 Jahre zuvor aus prophetischem Mund erging: „Durch die Wüste bahnt einen Weg für den Herrn!“ (Jes 40, 3). – Beim Namen Johannes kommt uns Matthias Grünewalds Kreuzigungsbild aus dem Isenheimer Altar mit der Gestalt des Täufers in den Sinn, der mit seinem überlangen Finger auf den Gekreuzigten weist. In diesem expressiv ausgestreckten Finger wird des Täufers Hinweisfunktion zusammengefasst. – Wir, liebe Leserinnen und Leser, haben jetzt diese Aufgabe zu übernehmen, füreinander und für die Welt. Uns kommt zu, je „Stimme des Rufers“ zu sein, Perspektive für die, deren Blick verdunkelt ist. Uns ist aufgegeben, Zeugnis für die Macht des Lichts zu geben. Wir sollen zeigen, dass der Heiland und Erlöser schon mitten unter uns gegenwärtig ist und wir seine Spuren entdeckt haben in den Heilserfahrungen unseres Lebens – trotz allem. – „Man erwartet von denen, die in einer solchen Hoffnung leben, Zuversicht anstelle von Angst und Skepsis, Gelassenheit und Ruhe anstelle von Hektik und Leistungsdruck, Hilfsbereitschaft und Güte anstelle von Egoismus“, stellte der Wiener Kardinal König in einem berühmt gewordenen Referat auf den Salzburger Hochschulwochen 1982 fest. – Was der Sauerstoff für die Lunge ist, das bedeutet Hoffnung, die im Gekreuzigten und Auferstandenen begründet ist, für unsere menschliche Existenz. Und diese Hoffnung hängt eben nicht ab von menschlicher Weisheit und Klugheit, sondern von dem, der sich auf Augenhöhe zu uns Menschen begeben hat.