Anschreiben 01/2012

Liebe Pfarrgemeinde!

Januar ein neues Jahr 2012 – Aufbrechen, losgehen – um mich und Gott zu finden. Das ist die Einladung in das Neue Jahr hinein zum ‚Abenteuer Leben mit Gott’.

Wie aber kann das Abenteuer gelingen, wie geht man das Leben im Neuen Jahr 2012 an? Wie werde ich lebendiger? Wer aufbrechen und losgehen will, der muss zuerst ein Ziel vor Augen haben, ein Ziel, für das es sich zu leben lohnt. Ich muss wissen, wo ich hin will. Mark Twain schreibt dazu einmal: ‚Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.’ Wenn ich nicht weiß, wo ich hin will, werde ich halbherzig einen Schritt mal in die eine, mal in die andere Richtung machen – und doch nicht vom Fleck kommen. Wer sein Ziel vor Augen hat, der kann gelassen sein, der braucht nicht zu hetzen, sondern kann zielstrebig seinen Schritt, sein Tempo finden.

Wir brauchen eine Vision, ein Zielbild einer anderen Wirklichkeit, für die es sich zu leben lohnt, eine Vision, die unseren Schritten eine Richtung gibt, die uns ‚ausrichtet’. In der Bildersprache der Bibel ist diese Vision das ‚himmlische Jerusalem’, das Leben in und mit Christus in einer neuen Zeit, auf die wir zugehen. Und nur, wenn ich ein solches Ziel vor Augen habe, kann ich entscheiden, ob meine Schritte im neuen Jahr 2012 zielführend sind, und ob sie mich meiner Vision näher bringen.

So wünsche ich uns allen im Neuen Jahr einen guten gemeinsamen Weg.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig