Spirit & Soul 2012


Vielen Dank an Christiana Fischer für die Aufnahmen!


Seele, Geist und Fröhlichkeit – Spirit und Soul in St. Antonius

Viele fröhliche Gesichter waren zu sehen in Künzell, am Sonntag. Sie gehörten zu entspannten Menschen, die gerade aus der Kirche kamen. Grund der heiteren Gelassenheit war das fulminante Konzert von Spirit und Soul.

Die Menschen waren einem musikalischen Zauber erlegen. In der dämmrigen Kirche schritt Christoph Müller Klarinette spielend zur Orgel. In die rötliche Illumination hinein ertönte eine Variante von „Oh When The Saints Go Marching In“. Seine kongeniale Mitmusikerin Dagmar Wortberg strahlte zu Recht in die Kirche hinein: „So spielt nur einer die Orgel.“ Und so sprang auch der Funke bereits vom ersten Lied an über auf die zahlreichen Zuschauer. „Die Kirche ist voll“, staunte Wortberg in das Mittelschiff zeigend, „zumindest wenn man so schaut.“ Das Lachen zeigte: Hier haben sich ein Publikum und ein Künstlerpaar zu einem harmonischen Kirchenkonzertserlebnis gefunden. „Nach einer anstrengenden Woche“, so freute sich Künzells Pfarrer Rudolf Liebig, „bietet diese Stunde eine wunderbare Gelegenheit, ruhiger zu werden und zu entspannen“.

Und mitzumachen: Es wurde spontan mitgeklatscht, es gab Szenenapplaus und es gab echte Rührung beim Whitney Houston Song „Look to you“. Das, sagte Christoph Müller, ist kein Liebeslied, das ist eine „Hymne an Gott“. Von der Pop-Diva zum großen Meister der Kirchenmusik: Müller spielte Bach, seinen Lieblingsmusiker, diesmal als Experiment mit Cembalo Klang und analogem Synthi-Sound. Das klingt ein wenig wie Musik der Romantik mit Klängen von Pink Floyd. Auf das Experiment folgt wieder gemeinschaftlicher Frohsinn. „Wer singt schon bei der Arbeit Baabaadu?“ fragte Dagmar Wortberg, „außer uns?“ Und dann entpuppte sich Babaadu als Mitsingmöglichkeit im Gospel „When Israel Was In Egyt’s Land“.

In diesem Jahr werden Spirit und Soul nur wenige Konzerte geben, nach Künzell aber wollen Dagmar Wortberg und Christoph Müller noch einmal kommen. Dabei könnte der Song vom „Gospeltrain“, das Lied vom Bibelzug, Motto sein: There is room for many a more. Halleluja.


Vielen Dank an Hermann Diel für den Bericht!