Anschreiben 11/2012

Liebe Pfarrgemeinde,

NOVEMBER… für die meisten unter uns ist dieser Monat nur grau und trist und traurig. Und wenn ich ehrlich bin, dann muss ich sagen, ich brauche diese Tage, an denen es manchmal so gar nicht richtig hell werden mag, diese Tage mit dem Schmuddelwetter, an denen einen schon der Blick aus dem Fenster leicht melancholisch werden lässt.

Es ist die Zeit, in der die Vorfreude auf die Tage des Advents in mir zu wachsen beginnt, in der die Sehnsucht nach Licht und Wärme in mir neu lebendig wird – und es ist die Zeit, in der ruhig auch einmal ein wenig Traurigkeit in mir sein darf, diese Traurigkeit des zu Ende gehenden Herbstes.

Es ist für mich so eine Art ‚Pufferzeit‘ zwischen den letzten goldenen Herbsttagen und der Kaffeestunde am Adventskranz mit der ersten brennenden Kerze. Der November ist die Zeit des Überganges, nicht mehr so richtig Herbst, aber auch noch kein Winter.

Es ist das ‚dazwischen‘ von Tod und Abschied einerseits und von Erwartung und Neubeginn andererseits.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit des Novembers.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig