Pfarrbrief 03/2013

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Anschreiben 03/2013

Liebe Pfarrgemeinde!

‚Wir sind nur Gast auf Erden‘ – dieses Lied kennen wir leider nur von Beerdigungen und doch spricht es von einer große Auferstehungshoffnung. Wie geht es weiter im Text? ‚Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu‘. Und genau das ist der ‚springende Punkt‘ … der ewigen Heimat zu.

Ich gehe nicht um des Gehens willen, ich habe ein Ziel. Die Vorläufigkeit meines Lebens mündet in die Ewigkeit. Die Mühe wird aufgehoben sein und aufgehoben werden von dem, der alle Tränen in seinem Krug sammelt.

Um diese Wahrheit zu sehen ist es allerdings wichtig, aufzubrechen und loszugehen. Immer wieder erzählt die Schrift davon, dass da einer aufbricht auf eine Verheißung hin. Er erwartet etwas, was hier auf Erden gar nicht zu stillen ist. Und deshalb bleibt er wach und hört hin und geht los. Er weiß darum, dass er Gast auf Erden ist – eben weil es da noch etwas anderes gibt. Das heißt, dass man sich noch etwas vom Leben erhofft, dass man daran glaubt, dass einem dieses Leben auch wirklich etwas zu bieten hat – ‚Glauben aber ist Feststehen in dem, was man erhofft, überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht‘ (Hebräer 11,1).

In diesem Wort wird eine grundlegende Haltung eines Christen beschrieben. Wer in diesem Sinne aufbricht, wer dieser Dimension des Lebens traut, der kann getrost das tun und an sich geschehen lassen, was das Lied vom ‚Gast sein‘ uns sagen möchte. Gast sein – und gerne Gast sein auf dieser Erde, das Geschenk des Lebens wertschätzen und dem Gastgeber danken.

Das Fest – Ostern – zu feiern, das es jetzt zu feiern gilt – aber die Sehnsucht nach dem Aufbruch in die Ewigkeit wach zu halten.

Danken wir Gott – unserem Gastgeber für das neue Leben aus der Taufe und freuen wir uns, dass er uns durch Ostern einen neuen Himmel, eine neue Beheimatung versprochen hat.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest, ja ich wünsche uns durch Ostern ‚einen neuen Aufbruch‘.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Predigt: Verklärung Jesu

Evangelium (Lk 9, 28b-36): [In jener Zeit] nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.

Liturgische Texte des Tages


Predigt: Fastenhirtenbrief 2013

Evangelium (Lk 4, 1-13): [In jener Zeit] verließ Jesus, erfüllt vom Heiligen Geist, die Jordangegend. Darauf führte ihn der Geist vierzig Tage lang in der Wüste umher, und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. Die ganze Zeit über aß er nichts; als aber die vierzig Tage vorüber waren, hatte er Hunger. Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot. Da führte ihn der Teufel auf einen Berg hinauf und zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde. Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören. Jesus antwortete ihm: In der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen. Darauf führte ihn der Teufel nach Jerusalem, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich von hier hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich zu behüten; und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Da antwortete ihm Jesus: Die Schrift sagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Nach diesen Versuchungen ließ der Teufel für eine gewisse Zeit von ihm ab.

Liturgische Texte des Tages
Der Fastenbrief des Bischofs – ungekürzt im Wortlaut (Bistums-Seite)
Osthessen-News zum Fastenhirtenbrief 2013 von Bischof Algermissen


Predigt: Fasching 2013

Evangelium (Lk 5,1-11): [In jener Zeit] als Jesus am Ufer des Sees Genesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.

Liturgische Texte des Tages