Anschreiben 04/2013

Liebe Pfarrgemeinde!

Einsam mag es gewesen sein, als er den Schritt vom Tod zum Leben wagte. Es war ein Kampf gegen den Tod. Liebe muss in ihm gewesen sein, eine Liebe, die aus einem unendlichen Vertrauen heraus kommt.

Und er hat gewonnen.
Das Leben hat gewonnen.
Die Liebe hat gewonnen.

Das Leben gewinnt mitten im Dunkeln, ganz leise, ganz unauffällig, ohne Zuschauer, ohne Fernsehshow. – Als der Morgen dämmert, ist das Grab leer.

Das ist Ostern, Auferstehung – wenn einer mitten im Dunkel dem Leben traut und den ersten Schritt wagt hin zu einem neuen Aufbruch.

Ostern muss in uns und mit uns geschehen – oder es wird nicht geschehen.

Er hat es uns vorgemacht – und er lädt uns zur Nachfolge ein.

Und wie Nachfolge geht, das hat uns unser neuer Papst Franziskus am Josephstag bei seiner Amtseinführung gesagt: ‚Rücksichtsvoll, demütig und treu‘. Wir sollen ‚Hüter sein‘, Hüter der Schöpfung und der Umwelt, denn ‚sonst verdorrt unser Herz‘. Hüter sein bedeutet ‚über unser Herz zu wachen, denn von dort geht alles aus‘. Wir sollen uns um unseren Nächsten kümmern. Und ‚das verlangt Güte und Zärtlichkeit‘.

Wagen wir in dieser Weise am Osterfest zusammen mit Papst Franziskus den neuen Aufbruch.

Frohe und gesegnete Ostern!
Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig