Anschreiben 05/2013

Liebe Pfarrgemeinde!

Inmitten des Monats Mai liegt in diesem Jahr das Pfingstfest. Was feiern wir da eigentlich? – Das ist schwer zu beschreiben! Und ich dachte mir: Der Heilige Geist ist so etwas wie ein guter Freund. Wird er doch in den Heilig-Geist-Liedern so beschrieben, wie ich mir einen guten Freund vorstelle. ‚Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft! Tröster, der die Herzen lenkt, Beistand, den der Vater schenkt, aus dir strömt Leben, Licht und Glut, du gibst uns Schwachen Kraft und Mut, in der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu.‘

Der Heilige Geist als ‚guter Freund‘, von Gott den Menschen an die Seite gegeben? Warum eigentlich nicht? – Der Heilige Geist, das ist der, der uns Menschen Mut macht, der uns durch seine Liebe, seine Zuwendung verwandelt, der das Gute und Beste aus uns herauslockt. Das ist der, dessen Nähe uns heil machen kann, der uns trösten kann. Das ist aber auch etwas ganz Leises, Zartes, das geschützt werden möchte. Es ist die Kraft und die Liebe Gottes, die mich umgibt und in die ich mich hineinstellen darf.

Und diejenige, die uns vorgelebt hat, was ‚lieben‘ heißt, ist Maria. Und so mag es auch nicht von ungefähr kommen, dass der Monat Mai, der ‚Monat der Liebenden‘ zugleich der ‚Marienmonat‘ ist. Und manchmal tut es gut, sich an Maria zu wenden, weil sie diejenige ist, die selbst durch manches Leid und Unverständnis hindurch, stets eine Liebende geblieben ist. Und so feiern wir im Monat Mai unsere Maiandachten, zu denen ich Sie wiederum einladen darf. Lassen Sie uns dabei die Liebe Mariens feiern, die ihren letzten Ursprung in Gott hat.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig