Anschreiben 06/2013

Liebe Pfarrgemeinde!

Mit dem Monat Juni sind wir wieder in den ‚Jahreskreis‘ oder auch in die ‚grüne Zeit‘ eingetreten. Wir könnten sagen, nach den Feiertagen ‚hat uns der Alltag wieder‘. Ja – wir sind auf dem Weg, auf dem Weg zu Gott, vielleicht auf einem neuen Weg, der uns in der vergangenen österlichen Zeit ‚neu aufgegangen ist‘. Ein Weg wird zum Weg, wenn ihn Menschen gehen. Ein unbegangener Weg verwuchert, wächst zu, gerät in Vergessenheit. Zum Weg wird er erst, wenn viele Menschen häufig von einem Ort zum anderen gehen. Ein Einzelner mag Fußstapfen hinterlassen, aber keinen Weg.

Und zugleich: Jeder Weg hat ein Ziel – jeder Weg führt irgendwo hin. Ich misstraue zunehmend der Aussage: Der Weg ist das Ziel. Der Weg mag wichtig sein – aber es ist eben nicht egal, wohin ich gehe, woraufhin ich meine Schritte ausrichte. Das Ziel ist nicht das Unterwegssein an sich. Das Unterwegssein ist notwendig, um das Ziel zu erreichen. Das Unterwegssein darf aber nicht wichtiger als das Ziel werden.

Deswegen machen wir uns nun gemeinsam auf den Weg in den Alltag, um ihm – Jesus Christus – immer näher zu kommen. Lasst uns gemeinsam den neuen Aufbruch in den Alltag wagen, denn ER ist das Ziel!

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig