Erntedank: Eine Hand voll Erde…

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St. Antonius hat heute einen Erntedank-Gottesdienst der etwas anderen Art erlebt. Kindergartenkinder und Gesang-Gruppe waren aktiv, besonders eindrücklich waren jedoch die statt einer Predigt vorgetragenen Gedanken des Liturgie-Ausschusses zu verschiedenen Pflanzen und deren Bedeutung im Leben unserer Gemeinde. Auf diese Weise wurde deutlich, dass es sich an Erntedank nicht nur für Früchte des Feldes und dergleichen zu danken lohnt, sondern auch für die Früchte geistigen Lebens, die uns als Gemeinschaft tragen, prägen und entwickeln…

Evangelium: Lukas 17,5-10 – [In jener Zeit] baten die Apostel den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen. Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

Sprechspiel mit Heilkräutern

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Ich habe hier ein Bild vom Heilkraut Baldrian. Es ist das beliebteste Mittel bei Nervenschwäche, Unruhe und Herzklopfen. Wir danken all denen in der Pfarrgemeinde St. Antonius, von denen eine beruhigende Wirkung ausgeht, die uns durch ihr gelassenes Gemüt und ihren Humor vor verkrampfter Hektik und aufgeblähter Zukunftsangst bewahren.

Schafsgarbe – Dies ist Schafgarbe. Sie wird als altbekanntes Hausmittel unter anderem bei Appetitlosigkeit verwendet. So viele Kinder und Jugendliche haben keinen Appetit mehr auf Glauben und Kirche, weil sie sich mit anderen Reizen zuschütten lassen. Wir danken all den Eltern und Großeltern, Lehrerinnen und Lehrern, Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern, die dennoch versuchen, Freiräume zu schaffen, um für Gott und die Sache Jesu zu begeistern.

Thymian – Ich bringe Thymian ins Gespräch. Dieses Kraut wird außer zum Würzen auch als Kräuterkissen-Füllung verwendet und dann bei Verletzungen und Verstauchungen aufgelegt. In der religiösen Auseinandersetzung mit Schulfreunden, Arbeitskollegen oder Familienmitgliedern tragen viele Blessuren davon. Wir danken allen, die sich dennoch nicht abhalten lassen, auch öffentlich zu ihrem Glauben zu stehen.

Pfefferminze – Hier habe ich Pfefferminze. Wir kennen alle die positive Wirkung des Tees auf den Verdauungsapparat, und ihr Öl hält die Atemwege frei. Wir danken allen, die uns helfen, manch schweren Brocken zu verdauen, die von oben aus der Kirche, aber auch von unten aus der Gemeinde kommen. Sie lassen uns wieder aufatmen, wenn schlechte Erfahrungen mutlos machen.

Salbei – Salbei riecht getrocknet wunderbar und hat in seiner Anwendung als frisches Kraut schweißhemmende Wirkung. Ein Blick in die Zukunft der Kirche oder auf den schwindenden Glauben bei so Vielen kann uns den Schweiß auf die Stirn treiben. Wir danken allen, die sich als Kommunionkatecheten, Begleiterinnen und Begleitern der Messdienergruppen oder als Firmkatecheten einbringen und so helfen, die Sorge zu mildem.

Sonnenblumenkerne – Das Öl des Sonnenblumensamens ergibt ein gutes Hautpflegemittel. Danke allen, die das Bild der Gemeinde prägen, weil ihre Mitarbeit überzeugt und auch andere zum Mittun anregt.

Holunderbeeren – Holunderblüten und mehr noch der aus reifen Holunderbeeren gepresste Saft sind sehr vitaminreich und ein gutes Mittel gegen Grippe und Erkältungen. Wir danken allen, die durch ihre Anregungen, Vorschläge, Spenden und Sympathien immer wieder Mut machen und uns so vor seelischen Tiefs und Erkältungen bewahren.

Kamille – Die Kamille ist das beliebteste Volksheilmittel mit verschiedensten Arten der Anwendung, innerlich und äußerlich. Umschläge und Bäder bei Verletzungen sind äußerst hilfreich. Und selbst in hoher Verdünnung hilft Kamille noch gegen Bakterien und Gift. Es gibt genug Sticheleien, Medienberichte und Bücher, die unseren Glauben verletzen und vergiften können. Wir danken all denen, die durch ihr treues Glaubenszeugnis diese Gefahren lindem.

Mistel – Die Mistel ist herzkräftigend, stärkt die Immunabwehr und schützt bei Tumorerkrankungen sowie Arthrosen. Eine Pfarrgemeinde steht heute in der Gefahr durch Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und zu vielen Zugeständnissen an die Freizeitgesellschaft auszutrocknen. Wir danken allen, die in der Herzmitte der Gemeinde stehen. Damit sind alle gemeint, die regelmäßig mitmachen, gerne ihre Arbeit ehrenamtlich verrichten und uns so gesund erhalten.

Melisse – Hier haben wir die Melisse. Ihr Tee beruhigt die Nerven und mildert nervöse Magen- und Darmbeschwerden. Wir danken allen, die uns durch ihre weitsichtige Arbeit in den entscheidenden Gremien der Pfarrei Ruhe bescheren, so dass wir der Zukunft gelassen entgegensehen können.

Brennnessel – Die Brennnessel darf natürlich in unserer Sammlung nicht fehlen. Sie erweitert die Gefäße des Körpers. Bei Rheuma, Hexenschuss und Ischiasbeschwerden fordert sie die Durchblutung und trägt so zur Heilung bei. Wir danken allen, die sich kritisch äußern. Das ist manchmal schmerzhaft, fördert aber, dass die Gemeinde lebendig bleibt. So ein „Brennnesseltee“ der positiven Kritik hält uns gesund und lebendig.

Johanniskraut – Zuletzt sei noch das Johanniskraut genannt. Es hilft unter anderem auch bei leichten depressiven Störungen und wirkt gegen Angstzustände. Es gibt so viele – Junge wie Alte-, die gegen die Traurigkeit der Seele kämpfen. Wir danken allen, die durch ihr Lachen, Ihre Frohnatur und ihr Verständnis manche Seelenängste wegspülen helfen!

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