Pfarrbrief 2013/12

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Anschreiben 2013/12

Liebe Pfarrgemeinde!

Advent, Weihnachten … – was ist die Botschaft dieser Tage ganz persönlich für Dich und mich? Weihnachtsfeiern schon im Advent. Ja, wir leben in der Gefahr, Weihnachten zu einem netten, süßlichen Fest zu machen und deshalb im Advent bereits Weihnachten zu feiern. Weihnachten aber meint dich und mich, ganz persönlich.

Und genau deshalb braucht es die Wochen des Advents, des Wartens, der Verheißung, die eben noch nicht die Erfüllung ist. Es braucht die Sehnsucht, damit Weihnachten werden kann. Es braucht eine Zeit der Vorbereitung, damit ich mich neu auf das einstellen kann, was mir da zugesagt wird.

So wurden in unseren vergangenen Gottesdiensten in der Zeit vor dem Advent, an den letzten Sonntagen im Jahreskreis, Bibeltexte vom Ende der Welt und vom Letzten Gericht gelesen. Der Sinn dieser herben Texte liegt wohl darin, dass sie uns wach machen, ja, aufrütteln wollen, weil Weihnachten eben nicht nur ein nettes Fest ist, sondern Gott mit uns neu anfangen will. Deshalb ist Weihnachten nicht nur ein Datum und auf zwei Tage begrenzt, sondern Weihnachten geht weiter, will 365 Tage im Jahr gelebt sein.

Gut, dass es Wegbegleiter bei diesem ‚Abenteuer Advent‘ gibt: So ist da zunächst die leere Krippe. Erinnert sie uns doch an die Armut, in die hinein Jesus geboren wurde. Seien wir also offen für die Armut vieler Menschen. – Am 2. Advent mahnt uns Johannes zur Umkehr. Seine Figur in der Krippe erinnert uns daran. Er erinnert uns an unsere menschliche Gebrochenheit. Wir sind nicht ‚ganz‘, wir sind nicht ‚heil‘. Dieser Zustand erinnert uns daran, dass ich auf eine Macht vertrauen darf, die größer ist als all meine Gebrochenheit. – Johannes, als Rufer in der Wüste am 3. Advent, lässt uns mit dem Wort: ‚Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid‘, daran denken, dass es die Besinnung auf die Einfachheit ist, die unserem Leben neue Kraft schenken kann. – Maria steht am 4. Advent vor uns als diejenige, von der wir lernen können als Frau, als Mensch. Sie war bei sich zu Hause und sagte ‚Ja‘, allen Zweifeln zum Trotz. Heißt doch Hoffen, an das Abenteuer der Liebe zu glauben, Vertrauen zu den Menschen zu haben und sich ganz Gott überlassen.

Lassen Sie sich von diesen Wegbegleitern im Advent ‚mitnehmen‘. Dann kann Gott Mensch werden… dann können wir neu Mensch sein. – Vielleicht wird Weihnachten dann zu einem ganz einfachen Bild: eine junge Frau mit einem kleinen Kind auf dem Arm, vor einer schäbigen Blechhütte. Und dann könnte die Einladung heißen: Stell dich fünf Minuten vor die Tür, schau zu den Sternen, atme die Stille, lass werden, trau dich zu sein – und hab Mut zu mehr! Und möglicherweise hat das viel mehr mit Weihnachten zu tun als das, was wir daraus gemacht haben …Weihnachten ist anders: Gott wird Mensch.

Ich wünsche Ihnen zusammen mit Pfarrer Jürgen Klein und all meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

Franziskus – Kirche im Wandel

Jahresmotto 2014

Liebe Pfarrgemeinde von St. Antonius und St. Pius!

Über eine lange Zeit des Überlegens und Vorbereitens haben sich unsere Pfarrgemeinderäte und der Liturgieausschuss für das Leitwort:

‚Franziskus – Kirche im Wandel‘

Erleben wir es doch – Vieles ist in Welt und Kirche im Wandel begriffen. Sowohl unser neuer Papst Franziskus, aber auch sein Namenspatron der Heilige Franz von Assisi können uns zum Umgang mit diesem Wandel einiges sagen.

Wir wollen sie im kommenden Kirchenjahr zu uns sprechen lassen – nicht zuletzt, indem wir in einen Spiegel, in unseren Spiegel schauen.

Als Motiv soll uns das Wasser dienen. In ihm können wir uns spiegeln. Das Wasser in dem wir getauft sind. Ein Wasser, das uns stets lebendig sein lässt.

Auf diesem Wasser fährt ein ‚Schiff, das sich Gemeinde nennt‘. Das Schiff symbolisiert seit Jahrhunderten die Kirche. Es ist unterwegs auf dem unendlichen Meer unserer Zeit. Der Mast symbolisiert auch das Kreuz.

Dieses Schiff ist voll besegelt, aber im Spiegelbild sind die Segel nicht gesetzt. Das soll einen gewissen Still- bzw. Ruhezustand des Schiffes (bzw. unserer Kirche) andeuten. Erst unter voller Besegelung kommt das Schiff wieder in Bewegung, wird mit Leben gefüllt.
Auf den Segeln befinden sich die beiden Franziskus-Symbole. Diese stehen sinnbildlich für die Bewegung, den Motivationsschub des Schiffes und für den Wandel vom Ruhezustand in die Bewegung. Die Franziskus-Symbole sollen auf See auch schon auf große Entfernung als unser Erkennungsmerkmal dienen.

Das Schiff steht auch für die Reise und unser Unterwegssein als Christen. Sowohl für den Hl. Franziskus, als auch für unseren Papst, war und ist das wohl von großer Bedeutung.

Und wenn Sie unser Meditationsbild betrachten, dann werden Sie unschwer feststellen, dass sich auch der Schriftzug ‚Kirche im Wandel‘ ebenfalls spiegelt und aus dem Schiff die Kirche wird.

Beide,- Papst wie Heiliger -, halten uns also in diesem Kirchenjahr einen Spiegel vor. Beim Blick in diesen Spiegel erkennen wir Dinge, die sich im Verborgenen unseres Inneren wiederfinden und die sich zunächst nicht in unserem oberflächlichen Blickfeld finden lassen.
Nehmen wir uns deshalb Zeit, im Sinne des neuen Jahresleitwortes, uns und damit die Kirche an unserem Lebensort zu wandeln.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

Weihnachtsgruß von Sr. Therese

SrTh201312

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer des Freundeskreises!

Ihnen allen wünscht Sr. Therese Vogel eine geruhsame, besinnliche und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

Auch in den 2 Krankenstationen St. Boniface u. Wokape können die Tage jetzt geruhsamer, aber weiterhin arbeitsintensiv ablaufen. Nach dem Einzug am 23.07.2013 in den St. Boniface-Neubau wurden rundum noch Anpflanzungen vorgenommen. Zitronengras, Blumen, Papaya-bäumchen etc. Die Grundschulkinder haben sich in ihren neuen Schulen gut eingelebt. Nach St. Boniface kommen weiterhin sehr viele Patienten, darunter sind häufig Zahnpatienten. Im August wurden 96 Zähne gezogen.

Viele unterernährte Kinder gibt es in dieser Region. So auch Samuel, eineinhalb Jahre alt – er wiegt 6,5 kg. Er war einige Tage in stationärer Behandlung. Im Neubau stehen 2 Betten für stationäre Patienten zur Verfügung. Aids-Tests werden kostenlos durchgeführt. Allen Spendern sei hier nochmals herzlich gedankt. Nur mit Ihrer Hilfe konnte der Neubau mit 12 Räumen gebaut werden.

Im Namen des gesamten Vorstandes wünsche auch ich Ihnen
gesegnete Advents- und Weihnachtstage und grüße Sie herzlich

Heide Bubek

Bericht: St. Martin/Visitation

StMartin2013

Sankt Martin, Sankt Martin

Das Fest des heiligen Martin feierten die Kinder der kath. Kindertagesstätte St. Michael mit ihren Eltern und Erzieherinnen in der St.-Antonius-Kirche in Künzell. Herr Pfarrer Liebig begrüßte die Kinder, ihre Eltern und Großeltern und freute sich, dass so viele gekommen waren, um den Namenstag des heiligen Martin zu feiern. Die Kindergartenkinder stellten in einem Stegreifspiel die Martinslegende dar und tanzten mit ihren selbstgebastelten Laternen um den Altar. Gemeinsam mit Herrn Pfarrer Liebig hielten die Hortkinder Fürbitte. Nach dem Lied „Kommt, wir woll`n Laterne laufen“ stellten wir uns unter dem Glockenturm auf. Der Martinsreiter ritt voran und alle folgten ihm. Der Musikverein begleitete uns und die Freiwillige Feuerwehr sowie die Polizei sicher-ten den Laternenzug ab. Zum Abschluss sorgte der Elternbeirat mit einigen Eltern für das leibliche Wohl. Allen, die zum Gelingen des Festes beitrugen sei herzlich gedankt.

Visitation des Bischofs Heinz Josef Algermissen
in der kath. Kindertagesstätte St. Michael

Am Donnerstag, 14.11.2013 besuchte uns abends der Bischof von Fulda, um mit den Erzieherinnen der beiden zum Pastoralverbund gehörenden Kindertagesstätten, St. Michael und St. Pius, zu sprechen. Herr Pfarrer Rudolf Liebig begrüßte Bischof Algermissen, die stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsräte Herrn Toni Roth und Herrn Dr. Post sowie die Erzieherinnen und bat die Leiterinnen, ihre Einrichtungen vorzustellen. Wir erläuterten die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit, besonders auch den religionspädagogischen Auftrag. Der Bischof hörte interessiert zu. Im anschließenden Gespräch äußerte er seine Besorgnis, stellte Fragen und ermutigte die Erzieherinnen ihre Arbeit fortzusetzen. Zum Abschluss betete er mit den Anwesenden das Vater unser und sprach den bischöflichen Segen.

Berichte: Elisabeth Herbst, Leiterin der Kindertagesstätte St. Antonius