Franziskus – Kirche im Wandel

Jahresmotto 2014

Liebe Pfarrgemeinde von St. Antonius und St. Pius!

Über eine lange Zeit des Überlegens und Vorbereitens haben sich unsere Pfarrgemeinderäte und der Liturgieausschuss für das Leitwort:

‚Franziskus – Kirche im Wandel‘

Erleben wir es doch – Vieles ist in Welt und Kirche im Wandel begriffen. Sowohl unser neuer Papst Franziskus, aber auch sein Namenspatron der Heilige Franz von Assisi können uns zum Umgang mit diesem Wandel einiges sagen.

Wir wollen sie im kommenden Kirchenjahr zu uns sprechen lassen – nicht zuletzt, indem wir in einen Spiegel, in unseren Spiegel schauen.

Als Motiv soll uns das Wasser dienen. In ihm können wir uns spiegeln. Das Wasser in dem wir getauft sind. Ein Wasser, das uns stets lebendig sein lässt.

Auf diesem Wasser fährt ein ‚Schiff, das sich Gemeinde nennt‘. Das Schiff symbolisiert seit Jahrhunderten die Kirche. Es ist unterwegs auf dem unendlichen Meer unserer Zeit. Der Mast symbolisiert auch das Kreuz.

Dieses Schiff ist voll besegelt, aber im Spiegelbild sind die Segel nicht gesetzt. Das soll einen gewissen Still- bzw. Ruhezustand des Schiffes (bzw. unserer Kirche) andeuten. Erst unter voller Besegelung kommt das Schiff wieder in Bewegung, wird mit Leben gefüllt.
Auf den Segeln befinden sich die beiden Franziskus-Symbole. Diese stehen sinnbildlich für die Bewegung, den Motivationsschub des Schiffes und für den Wandel vom Ruhezustand in die Bewegung. Die Franziskus-Symbole sollen auf See auch schon auf große Entfernung als unser Erkennungsmerkmal dienen.

Das Schiff steht auch für die Reise und unser Unterwegssein als Christen. Sowohl für den Hl. Franziskus, als auch für unseren Papst, war und ist das wohl von großer Bedeutung.

Und wenn Sie unser Meditationsbild betrachten, dann werden Sie unschwer feststellen, dass sich auch der Schriftzug ‚Kirche im Wandel‘ ebenfalls spiegelt und aus dem Schiff die Kirche wird.

Beide,- Papst wie Heiliger -, halten uns also in diesem Kirchenjahr einen Spiegel vor. Beim Blick in diesen Spiegel erkennen wir Dinge, die sich im Verborgenen unseres Inneren wiederfinden und die sich zunächst nicht in unserem oberflächlichen Blickfeld finden lassen.
Nehmen wir uns deshalb Zeit, im Sinne des neuen Jahresleitwortes, uns und damit die Kirche an unserem Lebensort zu wandeln.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig