Ausweglos? – Schlaf’ mal drüber!

2013-12-29 11.32.38

Manchmal sieht man die Dinge aus gewissem Abstand klarer. Schlaf bringt Stille, er blendet Lärm und Trubel aus, die Dunkelheit hüllt uns ein, sie lässt uns ausruhen, sie gibt uns Kraft und Gott den erforderlichen Raum. Ihm begegnen wir nicht im Lauten, sondern im Stillen, nicht im Grellen, sondern im Dunklen. Auch Josef steht vor einer mächtigen Entscheidung. Er hat für ein “irgendwie” von Gott kommendes Kind Verantwortung übernommen, das es nun zu schützen gilt. Gott gibt es Josef, den Seinen, im Schlafe – Josef zieht mit seiner Familie nach Ägypten. Von dort wird wieder – wie im Exodus – Heil ausgehen, wird es einen Ausweg geben. Dieser heilmachende Ausweg ist Gott, der sich uns auch heute, gerade in vermeintlicher Ausweglosigkeit in seinem Sohn schützend vor uns stellt – wir müssen uns dessen nur bewusst werden, vielleicht sogar im Schlafe…

Erste Lesung: Jesus Sirach 3,2-6.12-14: Der Herr hat den Kindern befohlen, ihren Vater zu ehren, und die Söhne verpflichtet, das Recht ihrer Mutter zu achten. Wer den Vater ehrt, erlangt Verzeihung der Sünden, und wer seine Mutter achtet, gleicht einem Menschen, der Schätze sammelt. Wer den Vater ehrt, wird Freude haben an den eigenen Kindern, und wenn er betet, wird er Erhörung finden. Wer den Vater achtet, wird lange leben, und wer seiner Mutter Ehre erweist, der erweist sie dem Herrn. Mein Sohn, wenn dein Vater alt ist, nimm dich seiner an, und betrübe ihn nicht, solange er lebt. Wenn sein Verstand abnimmt, sieh es ihm nach, und beschäme ihn nicht in deiner Vollkraft! Denn die Liebe zum Vater wird nicht vergessen, sie wird als Sühne für deine Sünden eingetragen.

Zweite Lesung: Kolosser 3,12-21: Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Belehrt und ermahnt einander in aller Weisheit! Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade. Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott, dem Vater! Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt. Ihr Männer, liebt eure Frauen, und seid nicht aufgebracht gegen sie! Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem; denn so ist es gut und recht im Herrn. Ihr Väter, schüchtert eure Kinder nicht ein, damit sie nicht mutlos werden.

Evangelium: Matthäus 2,13-15.19-23: Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel. Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden.

Schott Messbuch zum 29.12.2013

Ausstieg nach innen: vom Beten, Schweigen und Meditieren
(HR-Podcast)

Meditation und Gebet ermöglichen Erfahrungen und Erkenntnisse, die auf anderem Wege nicht zu erreichen sind. Neurowissenschaftler bestätigen, dass sich das menschliche Gehirn beim Meditieren verändert und erforschen, was in uns vorgeht, wenn wir uns ganz auf uns selbst oder ein göttliches Gegenüber konzentrieren. Aber kann wirklich jeder meditieren?
[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/extra/meditation.mp3]

Weihnachten 2013: Wo fängt Weihnachten an?

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Da wo unser Weg zu Ende zu sein scheint, fängt Gott neu mit uns an. Wo wir Menschen uns in der vielfältigen Armut unseres Lebens diesem Gott der Liebe öffnen, dort fängt in Wahrheit Weihnachten an. Wo wir uns einsam, verlassen fühlen, wo Krankheiten uns ängstigen, wo das Leben keinen Sinn mehr zu haben scheint, dort fängt Weihnachten an. Welche Freude, dass wir gerade da zu Hause sein können. Gott hat uns nicht versprochen, alles Leid von uns fernzuhalten, aber er hat uns versprochen bei uns zu bleiben in Jesus Christus, dessen Geburt die Welt verändert hat. Er ist bei uns in seinem Evangelium, er ist sichtbar, greifbar bei uns in Brot und Wein. Er bleibt bei uns als Licht, als Trost, als Kraft, als unbesiegbare Hoffnung. Er ist ein Immanuel, der mit uns ist…

Evangelium: Heiliger Abend

Lukas 2,1-14: In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

Schott Messbuch zum 24.12.2013

Evangelium: Erster Weihnachtsfeiertag

Johannes 1,1-18: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Schott Messbuch zum 25.12.2013

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Vierter Advent: Angelus

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Entlang den drei Betrachtungsversen des Angelus entwickelt Pfarrer Liebig eine Sicht des Angelus, des “Engeln des Herrn”, als Kompendium des Glaubens: Hier komme alles in den Blick, was wichtig sei – die Bereitschaft für Gott, das Hören Gottes, das Einsinkenlassen der Botschaft und ein bekennendes Handeln, das sich aus dem Vorhergehenden ergibt. So seien wir eingeladen den Angelus zumindest einmal am Tag, am besten nicht alleine, sondern in der Familie, zu beten und so den Blick für das Wesentliche auch und gerade in der Vorbereitung der Menschwerdung Gottes nicht zu verlieren bzw. neu zu schärfen.

Angelus

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist. – Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort. – Gegrüßet seist du, Maria…

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. – Gegrüßet seist du, Maria…

Bitte für uns, heilige Gottesmutter, dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten. Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Wikipedia-Informationen zum Angelus in einem neuen Fenster

Erste Lesung (Jesaja 7, 10-14): [In jenen Tagen] sprach der Herr noch einmal zu Ahas; er sagte: Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen. Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästigen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.

Zweite Lesung (Römer 1, 1-7): Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen, das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in den heiligen Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen; zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Evangelium (Matthäus 1, 18-24): Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

Schott Messbuch zum 22.12.2013

Messdienerwochenende 2013

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Messdienerwochenende 2013 –
Auf der Spurensuche nach Gott

So wie jedes Jahr verbrachten 30 Messdienerinnen und Messdiener aus St. Antonius Künzell und St. Pius Fulda das vergangene Wochenende im Thomas-Morus-Haus in Hilders. Unter dem Thema „Spurensuche im Advent“ machten sich die Ministranten als Spurensucher auf den Weg und stimmten sich dabei schon auf die Weihnachtszeit ein.

Johannes der Täufer war dabei die zentrale Figur des Wochenendes. Die jüngeren unter den Messdienern beschäftigten sich zusammen mit unserer Gemeindereferentin Hildegard Lubnow mit den Heiligen im Advent und lernten Johannes den Täufer näher kennen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Frau Lubnow.

Die älteren stellten sich unter der Leitung von Pfarrer Rudolf Liebig hoch philosophischen Fragestellungen zum Thema: „Wo finden wir in der heutigen Zeit Fußabdrücke Gottes?“. In verschiedenen Meditationen und Diskussionsrunden wurden dabei manch ergreifende Anregungen ausgetauscht. Auch das Evangelium vom Sonntag zu Johannes in der Wüste wurde dabei näher unter die Lupe genommen. Große Persönlichkeiten aus der heutigen Zeit, etwa Mutter Theresa oder Nelson Mandela, zeigten uns, welche Eigenschaften man besitzen muss, um Gottes Spuren zu erkennen bzw. selbst eine Spur Gottes zu sein.

Eine dieser Eigenschaften war die Gemeinschaft, die die Messdiener an diesem Wochenende auf jeden Fall intensiv stärkten, vor allem im gemeinsamen Spiel. Zum Auspowern boten sich aber noch andere Möglichkeiten für Groß und Klein, etwa die gemeinsame Wanderung im Schnee.

Highlight waren die in den zwei Teilgruppen erarbeiteten Theaterstücke. Die jüngeren Messdiener präsentierten ein Stück über die Heilige Elisabeth, während sich die Jugend mit Gottes Spuren im Alltag auseinandersetzte.

Der gemeinsame und von Messdienern mitgestaltete Gottesdienst am Sonntag rundete die gemeinsame Zeit ab. Die Messdiener von St. Antonius und St. Pius blicken auf ein tolles Wochenende mit vielen Eindrücken und einer Menge Spaß zurück.  Wir hoffen auch im nächsten Jahr (wieder am 3. Advent) auf rege Teilnahme.

Nico Zentgraf