Taufe des Herrn 2014

Mit dem Fest “Taufe des Herrn” endet die weihnachtliche Festzeit. Hier wird ein neuer Aspekt des Lebens Jesu deutlich: die Offenbarwerdung seines göttlichen Lebens. Der Geist kommt auf Jesus herab und die Stimme des Vaters bestätigt ihn als seinen geliebten Sohn. Das Fest ist auch ein Erneuerungsfest für uns, die wir Christus in unserer Taufe gleich geworden sind. So dürfen auch wir uns zusagen lassen: Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter, an dir habe ich Gefallen gefunden. Folglich dürfen wir in Gott geborgen sein, sind aber auch verpflichtet, diese Frohe Botschaft in unserem Leben durch entschiedenes Handeln zu verkündigen – egal wo wir stehen und gehen. Dazu müssen wir uns auch bereit und frei halten für den Heiligen Geist und dessen leises Wirken. Leben wir nicht wie lichtscheue Eulen, sondern wie Johannes, der in den Himmel schaut und dorthin weist.

Erste Lesung: Jesaja 42, 5a.1-4.6-7: So spricht Gott, der Herr: Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht. Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht. Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln. Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein: blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

Zweite Lesung: Apostelgeschichte 10,34-38: In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller. Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

Evangelium: Matthäus 3,13-17: [In jener Zeit] kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.

Schott Messbuch zum 12.1.2014
Mehr zu lichtscheuen Eulen…