Anschreiben 2014/2

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Monat Februar ist in diesem Jahr ganz und gar von der Faschingszeit geprägt und so ist den Fastnachtern eine lange Kampagne beschert.

Fasching – Fastnacht – Karneval – welche der vielfältigen Bezeichnungen für die närrische Zeit man auch nehmen mag, keine gibt eine eindeutige Erklärung des ursprünglichen Sinns eines Zeitraumes, in dem das Ausbrechen aus Gewohnheiten, Zwängen und Konventionen Welt und Mitmenschen verändert, verfremdet und befreit.

Zwar gibt es kein kirchliches Fest der Narren, keine christliche närrische Zeit, dennoch ist Fastnacht Teil des Kirchenjahres und sei es auch nur vom Ende, dem Aschermittwoch, her gesehen: Zunächst ist Fastnacht im engeren Sinne der Vorabend der Fastenzeit. Karneval ist sicherlich auch die aus Italien überkommene Sitte, den ‚carrus navalis‘, den Schiffswagen mit sinnbildlichen Darstellungen bei Umzügen mitzuführen. Eben ein Brauch, der im Rosenmontagszug und allen anderen Faschingsumzügen weiterlebt. Karneval erklärt natürlich auch das kirchliche Gebot des Verzichtes auf Fleischspeisen, ‚carnis levamen‘, die Wegnahme des Fleisches oder vereinfacht ausgedrückt die Aufforderung ‚carne vale!‘ – ‚Fleisch lebe wohl‘.

Woher auch die Wortbedeutung kommen mag – ich wünsche Ihnen und vor allem allen Fastnachtern eine gesegnete und frohe Zeit, damit uns allen gemeinsam am Aschermittwoch ein guter Start in die vorösterliche Zeit glücken kann.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig