Ministrantenwallfahrt: Rom 2014

RomC

RomBVier Jahre nach der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom 2010 sind auch im Sommer 2014 jugendliche Messdienerinnen und Messdiener aus der ganzen Welt wieder in die Ewige Stadt eingeladen. – 2014 lautet das Motto “Frei! Darum ist es erlaubt, Gutes zu tun”, ein Leitwort, das sich auf die Bibelstelle Mt 12,9-14 bezieht. – 20 Jugendliche aus dem Pastoralverbund Florenberg/Ziehers Süd schließen sich der Fahrt mit dem Bistum Fulda an. Zum Begegnungstreffen mit den Messdienern aus aller Welt und zur Papstaudienz werden ca. 50.000 Jugendliche ab 14 Jahren auf dem Petersplatz erwartet. Außerdem erkunden wir die religiösen Spuren der Ewigen Stadt, pflegen die Gemeinschaft mit unserem Bistum, beten, singen…

Termin: Freitag, 01.08.2014 bis Freitag, 08.08.2014

Ökumenischer Jugendkreuzweg 2014

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Ökumenischer Jugendkreuzweg 2014 schlägt Brücke ins Mittelalter

isenheimer jesusIm Mittelalter bestimmen viele Seuchen den Alltag der Menschen und raffen ganze Landstriche dahin. Die Menschen bitten um den Beistand der Heiligen – sie sollen Gottes Hilfe erflehen. Das ist der Hintergrund des Isenheimer Altars (1512-16). Matthias Grünewald, der Künstler, gestaltet hierfür einen erschütternden Jesus, einen Christus, der mitleidet. Er malt ein Kreuz unter dem Menschen stehen, die auch leiden – auf unterschiedlichste Weise. 500 Jahre später werden sich wieder Menschen von diesem Bild aufrütteln lassen, wenn sich am Freitag vor Palmsonntag deutschlandweit Tausende auf den Weg machen, den Jugendkreuzweg zu beten. Sie werden Brücke schlagen in das Leben unserer Tage, zu den Leiden heute. Das alte Bild hat an Aktualität nichts verloren.

Freitag, 11. April 2014
Start 18.30 Uhr St. Pius, Dr.-Dietz-Str. 17, Fulda
Ziel: Christophorusgemeinde Bachrain

Pfarrbrief 2014/3

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Anschreiben 2014/3

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Monat März führt uns in die österliche Bußzeit, die Fastenzeit. Die Fastenzeit weist uns darauf hin, dass derjenige, der sich auf das Leben einlässt, nicht unverletzt davon kommt.

Keiner von uns ist ein unverwundbarer Held wie Siegfried oder der griechische Kämpfer Achill – und sogar die haben ihre Achillesferse und ihre unverwundbare Stelle zwischen den Schulterblättern gehabt.

Jeder und jede von uns ist von Verletzungen seines Lebens gezeichnet.

Da fallen uns zunächst unsere körperlichen Verletzungen ein – eine Narbe, der Bruch, der schlecht zusammengeheilt ist. Kaum jemand von uns hat nicht eine Narbe am Körper, die eine entsprechende Geschichte erzählt. Das sind ‚unveränderliche Kennzeichen‘, wie es in den amtlichen Papieren heißt.

Nicht so offensichtlich sind die seelischen Verletzungen, die wir in uns tragen: Trauer, Angst, Scheitern, eine Liebe, die nicht erwidert wurde…

Gerade wegen all dieser Verletzungen lebt in uns die Sehnsucht nach Heil und Heilsein.

Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir uns unsere Lebensbrüche deutlich machen, indem wir sie anschauen, an ihnen arbeiten und dadurch einen Wandel im eigenen Leben erfahren.
Unsere Gemeinde möchte hier Hilfe sein auf dem Weg. Die Gottesdienste, Kreuzwegandachten, Frühschichten und vor allem unser ‚Oasentag‘ laden dazu ein, diesen Wandel hautnah zu erfahren.

So wünsche ich uns allen jetzt in der österlichen Bußzeit eine gute und tiefe geistliche Zeit, die uns Heil und Heilung als das Kennzeichen der christliche Botschaft ganz tief und neu erfahren lässt.

Ihr Pfarrer
Rudolf Liebig

Seid heilig!

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Der Aufruf des Herrn an sein Volk, “Seid heilig!” aus der ersten Lesung gilt uns Christen in besonderer Weise, da Jesus ihn in der Bergpredigt radikalisiert: Die Forderung der Nächstenliebe wird ausgeweitet zur Forderung der Feindesliebe. Diesem Auftrag nachzukommen ist unsere Berufung, auch eine Aufgabe, der wir nicht immer in wünschenswerter Weise nachkommen. Heiligkeit bedeutet also auch immer Angefochtensein in dem, was wir mal mehr, mal weniger erfolgreich an Liebeswerken dort wo wir stehen schaffen. Gut, dass das Heiligsein nicht erst verdient werden muss, sondern von Anfang an und vor aller gut gemeinter Tat in der Zusage Gottes zu seiner Schöpfung, in der durch die Taufe gestifteten Gemeinschaft mit ihm von ihm geschenkt ist. Dennoch dürfen wir uns vornehmen Nächstenliebe, Gottesliebe, Abkehr vom Bösen, Umkehr und den Willen Gottes zu erfüllen so gut es eben geht – wachsam und klug dürfen wir sie in unser geistliches Leben einfließen lassen, dann kann sich auch an uns erfüllen und vollenden, was Gott durch Moses sagt: Seid heilig, denn ich, der Herr, Euer Gott, bin heilig…

Erste Lesung (Lev 19, 1-2.17-18): Der Herr sprach zu Mose: Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig. Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden. An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten Lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.

Zweite Lesung (1 Kor 3, 16-23): Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr. Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List. Und an einer anderen Stelle: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig. Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch; Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch; ihr aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.

Evangelium (Mt 5, 38-48): [In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:] Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Schott – Liturgische Texte des Tages