Gruppenleiterkurs in Hilders

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In der Osterwoche (vom 22.-27.04.14) nahmen 21 Jugendliche aus dem Pastoralverbund, davon acht aus St. Antonius/St. Pius am Gruppenleiterkurs im Thomas-Morus-Haus in Hilders teil. Neben grundsätzlichen Überlegungen wie pädagogischen Haltungen, Entwicklungsphasen und Rollen in Gruppen ging es auch um praktische Übungen. Natürlich wurden jede Menge neue Spiele ausprobiert. Das KJG Team des Bischöflichen Jugendamtes bot dieses Kurs wieder in bewährter Weise an, zu dem insgesamt 36 Jugendliche aus dem ganzen Bistum gekommen waren. Am Samstagabend feierte Kaplan Manuel Peters mit den Jugendlichen einen Gottesdienst, der als sehr dicht erfahren werden konnte, – dicht miteinander verbunden und dicht bei Gott. Auf die Frage, was war das Spannenste am Wochenende sagten einige, dass man sich so schnell so gut kennenlernen kann, die vielen Ideen und dass man jetzt Lust hat, sich für Kinder zu engagieren.

Gelungene Premiere des Jugendorchesters beim Frühlingskonzert

Der Musikverein Künzell gestaltete gemeinsam mit dem Musikverein Dipperz ein Frühlingskonzert mit einem bunten Programm für Jung und Alt. Der 1. Vorsitzende Jürgen Roth konnte viele Musikbegeisterte, darunter Pfarrer Rudolf Liebig, im fast vollbesetzten Gemeindezentrum Künzell begrüßen.

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Das neu gegründete Jugendorchester präsentierte sich in diesem Rahmen erstmals der Öffentlichkeit. Unter der Leitung von Marco Hohmann brachte es bereits ein recht breites Repertoire zu Gehör. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Musiker erst seit einem halben Jahr zusammenspielen. Gekonnt führten hier Christina Becker und Klaus Dehler durch das Programm. Begonnen hatte das Jugendorchester mit zwei ruhigen Titeln „Chariots of Fire“ und „The Lion King“. Es folgte der „Nurock“ und die Ballade „Friends for Life“. Mit dem aktuellen Titel „Tage wie diese“ von den Toten Hosen konnte das Jugendorchester mit seinem Sänger Nico Zentgraf überraschen. Die Vielseitigkeit wurde zum Abschluss mit dem Hardrock-Titel „Smoke on the Water“ von den Deep Purple unterstrichen. Das Publikum war vom ersten Auftritt des Jugendorchesters begeistert und forderte eine Zugabe, die es auch mit „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller mit Gesang von Nico Zentgraf bekam.

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Im Anschluss an das Jugendorchester betraten die Musikvereine Künzell und Dipperz die Bühne. Die beiden Dirigenten, Johannes Heil und Hanna Faulstich, hatten ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, durch das Carina Goldbach und Laura Diel führten.

Den Auftakt bildete „A Space Odyssey“ , gefolgt von „Oregon“, mit dem die Zuhörer in den Wilden Westen entführt wurden. Anspruchsvoll war „The Pioneers“ von Philip Sparke, das mit seinem 7/8-Takt sehr probenintensiv war. Die Arbeit hatte sich jedoch gelohnt, was der Applaus des Publikums bestätigte. Zum Abschluss des ersten Teils konnte Marco Hohmann bei der Amboss-Polka am Solo-Amboss glänzen.

Mit dem Marsch „Graciana“ begann der zweite Teil des gemeinsamen Konzerts der Musikvereine von Künzell und Dipperz. Passend zum Frühlingskonzert erklang der Frühlingsstimmenwalzer von Johann Strauß Sohn. Mit „Glenn Miller in Concert“ wurden die Zuhörer in die Zeit der Swing-Ära versetzt. Bei der Polka „Bariton in der Nacht“ begeisterten Maximilian Weber und Gerhard Walter als Solisten das Publikum. Der Walzer „Ein Lied aus der Heimat“ und die Kuschel-Polka begleitete das Orchester den Gesang von Stephanie und Matthias Weber. Nach dem letzten Stück, der Kesselflicker-Polka, hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Plätzen. Die Spielgemeinschaft bedankte sich mit den Zugaben „Y.M.C.A.“ von den Village People und dem Radetzky-Marsch. Da das Publikum mit ihrem Applaus die Musiker nicht von der Bühne lassen wollten, wurde nochmals die Amboss-Polka gespielt. Das begeisterte Publikum erlebte ein gelungenes Konzert, bei dem sowohl das Jugendorchester wie auch die Spielgemeinschaft aus Künzell und Dipperz unter Beweis stellten, welches Potential in ihnen steckt.

Vielen Dank für den Bericht und die Bilder an Thomas Witzel!

Pfarrbrief 2014/05

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Anschreiben 2014/05

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Monat Mai ist auch der “Monat der Liebenden” und zugleich der “Marienmonat”. Maria hat im Laufe der Geschichte viele Beinamen bekommen: “Mutter Gottes, Pforte des Himmels, Königin aller Heiligen, Mutter der Barmherzigkeit, Heil der Kranken, Trost der Betrübten…” – In diesen Namen, die wir Menschen Maria verliehen haben, spiegelt sich immer etwas von unserer Situation, von unseren Hoffnungen, von unseren Träumen wider – möge Maria unsere Hilfe, unsere Zuflucht, unser Trost sein.

Manchmal tut es gut, sich an Maria zu wenden, an Maria, die Mensch und Frau und Mutter war – manchmal ist es ein bisschen leichter, sich an sie zu wenden als an den großen allmächtigen Gott, der sich unserem Verstehen und Begreifen entzieht: Warum lässt Gott all das Leid zu? Warum gerade ich?

Auch Maria wird oft genug diesen Gott nicht verstanden haben, oft genug hat sie ihren eigenen Sohn nicht verstanden, stand wohl fassungslos vor dem, was ihr da geschieht. “Wie soll das geschehen?” – “Musstest du uns das antun?” – und schließlich die Stunde, als Jesus am Kreuz stirbt – da mag sie auch Gott und die Welt nicht mehr verstanden haben. Aber – sie bleibt dabei…

Und genau hier spiegelt Maria auch unsere Situation wider. Gott entzieht sich unserem Begreifen – und muss sich unserem Begreifen entziehen, wenn er denn wirklich Gott ist. Was wäre das für ein Gott, den ich verstehen und begreifen könnte? Ein Gott, den ich verstehe, den ich begreife, der müsste in mein Denken hineinpassen – und so ein Gott wäre dann kleiner als ich. Und was wäre das für ein Gott, der kleiner ist als ich? Als Gott anerkennen kann ich den, der größer ist als ich. Seine Unbegreiflichkeit ist ein Wesensmerkmal Gottes.

Und gilt das nicht auch für die Liebe zu einem Menschen? Dass er, sie sich oft genug meinem Verstehen entzieht. Dass da ein Geheimnis ist, das ich nicht auflösen kann und darf? Dass es da etwas ganz Eigenes, ja Intimes gibt, in das auch ich nicht vordringen darf?

Und weil Maria versteht und dabei bleibt, dürfen auch wir uns im Maimonat auf den Weg machen und ihr in den zahlreichen Maiandachten – zu denen wir Sie einladen – manches Nichtverstehen, manche Nöte bringen.

Lernen wir von ihr, durch alles Nichtverstehen hindurch, zu glauben und uns hinzugeben in dem Sinne: “Das ist die Frau, die liebt”…

So wünsche ich Ihnen einen gesegneten Maimonat.
Ihr Pfarrer Rudolf Liebig