Pfarrbrief 2015/07

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Pfarrfest 2015: Antonius – Priester und Gesetzgeber

anontius

In seiner Predigt zum Patronatstag unserer Kirche geht Pfarrer Liebig zwei Aspekten des Namensgebers unserer Kirche, Antonius von Padua, nach. Bekannt sei dieser für seine charismatische Predigtkunst gewesen, welche die Menschen seiner Zeit in unvergleichbarer Weise angesprochen habe und das Wort Gottes in einer Weise zur Sprache brachte, die auch heute wieder wünschenswert sei. Dieses Charisma, diese mahnenden Worte und diese geistliche Autorität des Antonius trieb sogar Politiker dazu an, konkrete politische Maßnahmen zugunsten der Menschen zu ergreifen, die Kluft zwischen Arm und Reich zu verkleinern. – Beide Aspekte sollten uns auch heute Anregung und Ansporn sein: mit Begeisterung und Klarheit aus dem Glauben heraus Partei ergreifen für die Menschen unserer Zeit und in einer Weise aktiv werden, die Unfreiheit und Belastung ein Ende bereitet…

Erste Lesung: Jesaja 61,1-3 – Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe, einen Tag der Vergeltung unseres Gottes, damit ich alle Trauernden tröste, die Trauernden Zions erfreue, ihnen Schmuck bringe anstelle von Schmutz, Freudenöl statt Trauergewand, Jubel statt der Verzweiflung.

Zweite Lesung: 2. Korinther 5,6-10 – Wir sind immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende. Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein. Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind. Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

Evangelium: Lukas 10,1-9 – In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.