Wundertod Erwartungslosigkeit

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Ausgangspunkt der Predigt von Pfarrer Liebig sind die an vielen Orten nur noch sinnentleert präsenten Buddha-Gartenfiguren, wie sie im Baumarkt erhältlich sind. Ausgehend von deren häufig nur dekorativer Funktion folgt ein kritischer Blick auf die Rolle Gottes in unserer Zeit. Wie im Tagesevangelium die Verwerfung Jesu in seiner Heimatstadt Ausdruck findet, so mag es auch bei uns Tendenzen geben, von Gott nichts mehr zu erwarten. Diese Erwartungslosigkeit verunmögliche jedoh das wunderbare Wirken Jesu auch in unserer Zeit. So sei die Frohbotschaft nicht nur Zusage, dass Gott bei uns bleibt, sondern auch Anspruch, dass wir ihm Raum geben, Wirken zu können. Dies sei anspruchsvoll und doch einfach: ein Sich-Einlassen auf die Wirklichkeit Gottes…

Erste Lesung: Ezechiel 1,28b-2,5 – [In jenen Tagen,] als ich die Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn sah, fiel ich nieder auf mein Gesicht. Und ich hörte, wie jemand redete. Er sagte zu mir: Stell dich auf deine Füße, Menschensohn; ich will mit dir reden. Als er das zu mir sagte, kam der Geist in mich und stellte mich auf die Füße. Und ich hörte den, der mit mir redete. Er sagte zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den abtrünnigen Söhnen Israels, die sich gegen mich aufgelehnt haben. Sie und ihre Väter sind immer wieder von mir abgefallen, bis zum heutigen Tag. Es sind Söhne mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen. Zu ihnen sende ich dich. Du sollst zu ihnen sagen: So spricht Gott, der Herr. Ob sie dann hören oder nicht – denn sie sind ein widerspenstiges Volk -, sie werden erkennen müssen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war.

Zweite Lesung: 2. Korinther 12,7-10 – Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

Evangelium: Markus 6,1b-6 – Jesus kam in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte.