Erster Advent – Klopfzeichen der Hoffnung

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Bildquelle/Klick: pixabay.com; Bearbeitung Matthias Heil
Das Evangelium spricht – durchaus unpassend zu unserer saisonalen Heimeligkeits-Stimmung – von den letzten Dingen, von Vergehen und Erschütterung. Damit konfrontiert es unser Gefangensein in, unser Verschüttetsein von Angst und Unsicherheit. Diesen Kontrast aufnehmend, erzählt Pfr. Liebig in seiner Predigt von verschütteten Bergleuten, welche die Hoffnung auf Rettung eigentlich schon aufgegeben haben – bis sie neue Kraft, Energie und vor allem eben neue Hoffnung schöpfen durch Klopfsignale des Rettungsteams, das auf der Suche nach ihnen ist und ihnen näherkommt. Christus ist unser Klopfzeichen, wir müssen nur ruhig und hellhörig genug werden, ihn und sein Klopfen zu hören. Gott lässt sich in diesem Sinne nur erfahren, wenn wir “Glauben. Leben. Zeugnis. Geben.”. Auf dieses Jahresmotto 2016 Bezug nehmend, ergänzt Pfr. Liebig einige Vorschläge, wie Stillwerden und Hellhörigwerden in der beginnenden Adventszeit gelingen können…

Erste Lesung (Jeremia 33,14-16): Seht, es werden Tage kommen – Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit.

Zweite Lesung (1 Thessalonicher 3,12-4,2): Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit euer Herz gefestigt wird und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt. Im übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener! Ihr wisst ja, welche Ermahnungen wir euch im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben.

Evangelium (Lukas 21,25-28.34-36): Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, (so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.