Vierter Advent 2015: Maria war da

Klick/Bildquelle: "Arise" von Lizzy Gadd auf 500px.com
Klick/Bildquelle: “Arise” von Lizzy Gadd auf 500px.com
Nicht auszudenken, wie es sich mit der Geschichte Jesu Christi verhalten hätte, wenn Maria nicht da gewesen wäre. “Da” ist sie dabei in doppeltem Sinne: nicht nur “greifbar”, sondern eben auch aufmerksam, bereit und offen für das, was der Herr mit ihr vorhat. Gerade in unseren Tagen und dem Stress der letzten vorweihnachtlichen Tage kann uns Maria damit Modell sein: Wie oft sind und leben wir nicht alles andere als dieses Da-Sein Marias? In seiner Predigt zum Vierten Adventssonntag gibt Pfarrer Liebig einige Hinweise, wie sich in Richtung dieses Da-Seins leben lässt und so die vorweihnachtliche Zeit wirklich zu einer Zeit der Vorbereitung auf das Kommen Gottes in unsere Welt wird…

Erste Lesung (Micha 5,1-4a): Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Sein Ursprung liegt in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. Darum gibt der Herr sie preis, bis die Gebärende einen Sohn geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder heimkehren zu den Söhnen Israels. Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des Herrn, im hohen Namen Jahwes, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit leben; denn nun reicht seine Macht bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein.

Zweite Lesung (Hebräer 10,5-10): 5Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir geschaffen; an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen. Da sagte ich: Ja, ich komme – so steht es über mich in der Schriftrolle -, um deinen Willen, Gott, zu tun. Zunächst sagt er: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden; dann aber hat er gesagt: Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun. So hebt Christus das erste auf, um das zweite in Kraft zu setzen. Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für alle Mal geheiligt.

Evangelium (Lukas 1,39-45): Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.