Halt in der Liebe, Halt im Bleiben

Bildquelle/Klick: Tobias Kammerer, Chorwandgestaltung in St. Mauritius, Hemmhofen, 2004 (mit Bild-Meditation)
Bildquelle/Klick: Tobias Kammerer, Chorwandgestaltung in St. Mauritius, Hemmhofen, 2004 (mit Bild-Meditation)
Das Evangelium, so Pfr. Liebig in seiner Predigt, gehört zu den Abschiedsworten Jesu, also zu dem, was ihm für die Jünger auch nach seinem Abschied wichtig ist. Konsequente Liebe und beständiges Bleiben in dieser Liebe, in diesem ihnen zugesagten Geiste Jesu, ist das, was ihnen – und so auch uns heute – Halt geben soll und kann…

Erste Lesung (Apostelgeschichte 14,21b-27) – [In jenen Tagen] kehrten Paulus und Barnabas nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück. Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten. Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien, verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attalia hinab. Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes empfohlen hatte. Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.

Zweite Lesung (Offenbarung 21,1-5a) – Ich, Johannes, sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen : Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.

Evangelium (Johannes 13,31-33a.34-35) – [In jener Zeit] als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Jesu Testament – Verantwortung in Freude

Quelle/Klick: "Smiley" von Tony Broomfield auf Flickr.com
Quelle/Klick: “Smiley” von Tony Broomfield auf Flickr.com
Im Evangelium, so Pfr. Liebig in seiner Predigt zum fünften Sonntag der Osterzeit, begegnet uns das Testament Jesu, also Wünsche und Aussagen, die ihm besonders wichtig sind und die daher auch für uns heute wichtig sein sollten. “Liebet einander wie ich euch geliebt habe” – das ist Auftrag und Herausforderung für uns als Menschen, die Jesus nachfolgen, an dieser Liebe sollen und müssen wir erkennbar sein, wenn wir es mit dieser Nachfolge ernst meinen. Dazu, wie dies konkret aussehen und gelingen kann, gibt Pfarrer Liebig einige Hinweise…

Erste Lesung (Apostelgeschichte 14,21b-27) – [In jenen Tagen] kehrten Paulus und Barnabas nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück. Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten. Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien, verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attalia hinab. Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes empfohlen hatte. Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.

Zweite Lesung (Offenbarung 21,1-5a) – Ich, Johannes, sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen : Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.

Evangelium (Johannes 13,31-33a.34-35) – [In jener Zeit] als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Reisebericht von Maria und Prof. Dr. Erwin Schwab

Februar 2016

Jambo, habari, hallo liebe Familie, Freunde und Förderer zu Hause,
wir grüssen euch ganz herzlich aus Kenia.

Als Kathi sich 2006 auf den Weg machte, um auf der Krankenstation von Schwester Therese im Westen Kenias, nahe der Grenze zu Uganda, 6 Monate ehrenamtlich zu arbeiten, hätten wir nie gedacht, dass sich daraus für uns mit Eurer/Ihrer Unterstützung ein Hilfsprojekt entwickeln würde. Für uns hat sich seither einiges verändert: 10 Jahre Kenia-Projekt, Spenden sammeln, Kontakte knüpfen, Mitarbeit im Verein „Freundeskreis Schwester Therese Vogel“, Fulda und nach Kenia reisen. Nun sind wir wieder hier, um die Krankenstationen zu besuchen, vertraute Menschen zu treffen und neue Projekte in die Wege zu leiten. 112 kg Hilfsgüter haben wir im Gepäck, med. Geräte, Verbandsmaterial, Kleidung, Laptops und nur wenige persönliche Dinge.

Unsere Anreise von Frankfurt über Amsterdam nach Nairobi verläuft reibungslos. Der Flughafen in Nairobi ist mittlerweile nach internationalem Standard ausgebaut. Alles ist perfekter und bestens durchorganisiert. Wir treffen auf gut geschultes, freundliches und sehr höfliches Personal. Niemals empfinden wir ein Gefühl von Unsicherheit. Auffällig ist, dass mittlerweile sehr viele Frauen als Bodenpersonal, im Service, beim Zoll und als Polizistinnen arbeiten. Es geht spürbar aufwärts in Kenia! Nach einem weiteren Inlandsflug nach Kisumu werden wir von Sr. Therese und dem Fahrer vom Bischof abgeholt. Auch Bruder Hans, der die Handwerkerschule am Victoriasee leitet, ist gekommen, um uns freudig zu begrüssen. Er ist für uns ein wichtiger Afrika-Kommunikator und -Freund. Beim gemeinsamen Mittagessen werden die ersten spannenden Afrika-Geschichten ausgetauscht.

Ca. 5 Stunden brauchen wir noch bis zu unserem Ziel. Wieder können wir während der Fahrt einen gravierenden Fortschritt im Land feststellen. Die Städte Kisumu und Bumgoma expandieren. Teerstrassen sind gebaut und die Buschpisten ausgebessert. Autos und Mopeds in zunehmender Zahl beherrschen das Strassenbild. Nur auf der Krankenstation St. Boniface im tiefen Busch am nördlichen Zipfel von Kenia ist die Zeit stehengeblieben. Sehnlichst und erwartungsvoll begrüsst uns die Kleinfamilie von Sr. Therese. Für sie ist unser Besuch eine grosse Abwechslung und ein Segen. Ihr könnt euch kaum vorstellen, mit welch strahlenden Augen und dankbarer Freude sie die mitgebrachten Geschenke und Kleiderspenden annehmen. „A sante Sana, Danke“ an alle grosszügigen Spender in Deutschland! Hier wohnen und leben wir nun für 11 Tage.

Der Garten und die kleine Farm liefern Gemüse, Obst, Eier und Hühnchen für unsere tägliche Verpflegung. Neben ihrer Tätigkeit als Krankenschwester ist Sr. Therese ein botanischer Fachmann. Viele Heilkräuter aus ihrem Garten werden zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Wir lieben die Kräutertees, die unser empfindliches Immunsystem in Afrika stärken. Die Regenwassertanks sind gut gefüllt, denn bei 32 Grad ist dann auch eine kalte Regenwasserdusche eine Wohltat.

Von den 24 Waisenkindern leben nur noch 2 auf der Krankenstation. Weitere besuchen eine Boardingschool oder befinden sich im Studium und in der Handwerkerausbildung. Froh und zufrieden sind wir, dass mittlerweile 7 geförderte Schüler eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und als Lehrer, Krankenschwester und Schneiderin arbeiten. Unser Ziel bleibt, allen den Start zur Eigenständigkeit in der Zukunft zu ermöglichen. Dazu sind für 2016 bereits alle Schul- und Studiengebühren von den Spendengeldern bezahlt!

Die Versorgung der Patienten auf den 2 Krankenstationen wird von Sr. Therese und ihren 4 Mitarbeiterinnen in gewohnter Weise bewältigt. Die Zahl der Patienten ist z. Zt. etwas rückgängig. Es gibt weniger Malaria- und Aidskranke, aber täglich Zahnpatienten. Ein Schwerpunkt bildet die Mütter-und Kleinkindervorsorge. Von Regierungsseite ist sehr viel Kapital in die Gesundheitsvorsorge gesteckt worden. Sr. Therese muss eine umfangreiche Krankenstatistik führen aufgrund derer sie dann mit kostenlosen Medikamenten beliefert wird. Verbessert werden muss die Zusammenarbeit zwischen kommunalen „Healthworkern“ und der Krankenstation. Aufklärung der Bevölkerung ist ein grosses und wichtiges Ziel.

Wie kann eine nachhaltige Zukunft der Krankenstationen gesichert werden?

Schwester Therese arbeitet mit 83 Jahren nach wie vor täglich 12 Stunden. Sie behandelt Patienten, managed und delegiert den gesamten Tagesablauf. Wenn es möglich ist, leistet sie sich mittlerweile eine kurze Mittagsruhe.

Nach Absprache mit dem Bischof (die Krankenstationen unterstehen der Leitung des Bistums Bungoma) und der örtlichen Gesundheitsbehörden sollen noch in diesem Jahr 2 examinierte kenianische Krankenschwestern und eine Labormitarbeiterin eingestellt werden. Dadurch soll eine qualitativ hochwertige Krankenversorgung dauerhaft ermöglicht werden und in den nächsten 3 Jahren der Übergang der Verantwortung in neue Hände erfolgen.

Ausserdem haben wir mit Bischof Norman den Ausbau einer vorhandenen Seminareinrichtung in der ländlichen Region zu einer Handwerkerschule für Mädchen mit 4 Ausbildungsrichtungen abgestimmt.

Die Seminareinrichtung wird von kenianischen Schwestern geleitet, die bereits vor Ort sind. Die Finanzierung muss in den nächsten Wochen abgestimmt werden.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass dies auf den Weg gebracht wird und im Sinne aller Spender ist.

Nach getaner Arbeit sind wir gestern nach Namibia weiterreist. Wir wollen uns etwas entspannen auf unserer Reise durch die Namib-Wüste.

Wir sagen im Namen von Sr. Therese ein herzliches Dankeschön nach Deutschland an Sie/ Euch alle für die bisherige Mithilfe in der Hoffnung auf ein weiteres „Miteinander, Füreinander, für die Andern“.

Seid herzlichst gegrüsst,
bis zum Wiedersehen in Deutschland am 9.3.2016.

Maria und Erwin Schwab

Lebensbrot

Klick/Bildquelle: "Eucharist" von Student Affairs auf Flickr.com
Klick/Bildquelle: “Eucharist” von Student Affairs auf Flickr.com
Der Auferstandene begegnet im Essen. Essen, so Pfr. Liebig in seiner Predigt zum dritten Ostersonntag, bedeutet dabei aber mehr als das Zusichnehmen von Ess- und Trinkbarem. Schon zu Lebzeiten Jesu kommt dem Essen eine gemeinschaftsbildende und -erhaltende Funktion zu, illustriert wird das in seinem Mahlhalten mit Sündern und auch mit seinen Jüngern und Jüngerinnen. In der Eucharistie werden Sinn und Gemeinschaftspflege dieser Mahlgemeinschaft in bis in unsere Gegenwart fortgeschrieben. Wie das Brot gebrochen wird, so wird uns bewusst, dass wir auch gebrochene Wesen sind. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn die heilende Gemeinschaftszusage Gottes ist der Kern des eucharistischen Geheimnisses, infolge dessen wir uns bemühen dürfen diese Gemeinschaft auch in unseren Lebensbezügen ab- und nachzubilden. Brot wird in diesem Sinne direkt zum Lebensbrot…

Erste Lesung (Apostelgeschichte 5,27b-32.40b-41) – [In jenen Tagen] verhörte der Hohepriester die Apostel und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen. Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. […] Dann verboten sie den Aposteln, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei. Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden.

Zweite Lesung (Offenbarung 5,11-14) – Ich, Johannes, sah und hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten; die Zahl der Engel war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend. Sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob. Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an.

Evangelium (Johannes 21,1-19) – [In jener Zeit] offenbarte Jesus sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus – Zwilling -, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war. Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!

Erstkommunion 2016 – Frucht bringen aus der Verbindung mit Jesus

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Aus der Erläuterung der Kommunionkinder zum Lebensbaum: Auf der großen Tafel ist ein Baum gemalt: der Baum unserer Freundschaft mit Gott. Vater und Mutter haben ihn gepflanzt. Die Eltern haben den Boden bereitet, damit seine Wurzeln sich eingraben konnten. Danke, liebe Eltern, dass ihr uns den Glauben ins Herz gepflanzt habt. – Ohne Wasser gibt es kein Leben. Unser Leben mit Jesus Christus begann in der Taufe. Durch das Wasser der Taufe und das tägliche Beten zum Schöpfer des Lebens wächst unser Bäumchen der Freundschaft mit Gott. – Heute kommt uns Jesus noch näher. In der heilgen Kommunion will er immer wieder unser Wachsen begleiten. In jeder heiligen Messe schenkt er sich uns – wenn wir uns für ihn öffnen. […] Auch in unserem Leben werden dunkle Stunden nicht ausbleiben. Stürme können über uns kommen, die uns entwurzeln. Vielleicht laden wir Schuld auf uns oder kehren Gott den Rücken zu. – Wir dürfen aber immer an die Güte Gottes glauben. Die Sonne seiner Barmherzigkeit scheint immer. Auch wenn wir sie vor lauter Wolken nicht sehen. Sie will uns auch in Kreuz und Leid wachsen lassen. – Unser Lebensbaum soll Früchte tragen, damit wir anderen Kraft und Freude schenken. Andere Menschen können sich dann im Schatten unseres Baumes stärken und ausruhen. – Jesus Christus, begleite unser Wachsen und Reifen ein Leben lang!

Lesung (1 Korinther 11,23-26) – Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Evangelium (Johannes 15,1-8) – Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

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Impressionen

Vielen Dank an Christiana Fischer und Anette Heil für die schönen Aufnahmen!