Laetare 2018: Von Gott berührt sein

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In seiner Predigt im Abschlussgottesdienst zum Oasentag 2018 konkretisiert Pfarrer Liebig dessen Leitwort “Von Gott berührt”: Spürbar werde die Berührung Gottes im Erkennen und Deuten der Zeichen der Zeit, im Dialog mit ihm, im Nachdenken und Nachfragen und im Zeitnehmen. Nicht nur in den Sonnenzeiten, sondern gerade auch dann wenn es hart und stürmisch wird in unserem Leben, so Pfarrer Liebig weiter, sollten wir dies zu beherzigen versuchen und nicht aufhören zu fragen, was uns Gott auch in diesen Situationen unseres Lebens sagen möchte. Nur so wachse auch unsere Bereitschaft zur Veränderung…
Auch in der KinderKirche ging es mit der per Kamishibai erzählten Begegnung zwischen Jesus und Zachäus um das Berührtsein durch Gott: Jesus hat Zachäus ganz anders gesehen als alle anderen Menschen. Er hat sein Herz gesehen. Er hat wahrgenommen, dass Zachäus sich nach einem anderen Leben sehnt, dass er Vergebung und einen Neuanfang braucht. Gott sieht uns mit anderen Augen. Er mag uns auch, wenn wir uns einsam, ausgegrenzt und verlassen fühlen. Ihm dürfen wir alles sagen, ihn dürfen wir um alles bitten. Wir vertrauen darauf, dass er uns eine zweite Chance gibt. Er hilft uns, dass wir zu besseren Menschen werden.
Erste Lesung: 1 Samuel 16,1c.6.10-13 – [In jenen Tagen sprach der Herr zu Samuel:] Fülle dein Horn mit Öl und mach dich auf den Weg! Ich schicke dich zu dem Betlehemiter Isai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen. […] [Als] er den Eliab sah, dachte er: Gewiss steht nun vor dem HERRN sein Gesalbter. Der HERR aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der HERR aber sieht das Herz. […] So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten, aber Samuel sagte zu Isai: Diese hat der HERR nicht erwählt. Und er fragte Isai: Sind das alle jungen Männer? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Samuel sagte zu Isai: Schick jemand hin und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist. Isai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war rötlich, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der HERR: Auf, salbe ihn! Denn er ist es. Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN war über David von diesem Tag an.
Zweite Lesung: Epheser 5,8-14 – [E]inst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts! Denn das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, deckt sie vielmehr auf! Denn von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden, ist schändlich. Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Denn alles Erleuchtete ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein.
Evangelium: Johannes 9,1-9.13-17.34-38 – Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. […] [Jesus] spuckte er auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es. […] Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ich. Einige der Pharisäer sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann sagte: Er ist ein Prophet. […] Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.