Palmsonntag 2018: Vom Palmwedel zur Peitsche

Beim Einzug in Jerusalem wedeln die Menschen als Zeichen der Begeisterung Jesus mit Palmen zu, doch nur wenige Tage später wird Jesus ausgepeitscht. So werden die Palmwedel zum Zeichen unseres Einbezogenseins in das Geschehen der Karwoche, sorgen wir selbst doch auch für den einen oder anderen Hieb hinein in das Leben unserer Mitmenschen. Unsere Zielperspektive, so Pfarrer Liebig weiter im freien Predigtgespräch, sollten jedoch die drei Personen unter dem Kreuz sein, die durch das Leiden hindurch an der Seite Jesu zu bleiben vermögen…
Vielen Dank für die schönen Bilder an Christiana Fischer!
Evangelium – Markus 11,1-10: [Es war einige Tage vor dem Osterfest.] Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, schickte Jesus zwei seiner Jünger voraus. Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor uns liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn; er lässt ihn bald wieder zurückbringen. Da machten sie sich auf den Weg und fanden außen an einer Tür an der Straße einen jungen Esel angebunden, und sie banden ihn los. Einige, die dabeistanden, sagten zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, den Esel loszubinden? Sie gaben ihnen zur Antwort, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren. Sie brachten den jungen Esel zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier, und er setzte sich darauf. Und viele breiteten ihre Kleider auf der Straße aus; andere rissen auf den Feldern Zweigen von den Büschen ab und streuten sie auf den Weg. Die Leute, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe!