Herzlichen Glückwunsch!

Im Tagesevangelium, so Pfarrer Liebig in seiner Predigt, macht sich Jesus nicht lustig über Menschen, denen es nicht gut geht, auch wenn es auf den ersten Blick so scheine. Wenn er sie selig preist, heiße dies vielmehr, dass sie von Gott angenommen und geliebt seien und so eine neue Lebensperspektive gewinnen könnten, Hoffnung schöpfen könnten. Genau diese Hoffnung mache einen wichtigen Anteil des Christseins aus und dürfe auch unsere Hoffnung sein – gerade dann, wenn nicht alles glatt und wie geplant gehe…

In der gestalteten Mitte unserer KinderKirche fanden sich heute ein Pokal und eine Medaille. Die Kinder wussten zu berichten, wofür man so etwas bekommt: z.B. für einen Sieg im Sport oder andere Wettbewerbe. Für einen vorderen Platz im Vorlesewettbewerb bekommt man eine Urkunde und im Fernsehen gibt es Shows, bei denen die beste Sängerin oder der beste Sänger einen Preis erhält. Solche Gewinner beglückwünscht man. Sie werden bewundert und stehen überall im Mittelpunkt. Im Evangelium hörten wir dann, wen Jesus ganz besonders hervorhebt. Mithilfe von Bildern arbeiteten die Kinder heraus, dass bei Jesus die Menschen in den Mittelpunkt gestellt werden, die in unserer Welt eher am Rande stehe: die Armen, die Hungernden, die Traurigen, die Ausgestoßenen… – Jesus möchte uns die Augen öffnen: Gott steht auf der Seite derer, die in unserer Welt nicht viel gelten. Und zu ihnen sollen wir halten. Dies machten die Kinder deutlich, indem sie Herzen und Blumen zu den Bildern legten. Im Anschluss bastelten wir mit den Bildern der Seliggepriesenen Selig-Medaillen, die uns auch in Zukunft daran erinnern sollen, wer bei Gott an erster Stelle steht…

Erste Lesung (Jeremia 17,5-8): So spricht der Herr: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt. Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte.
Zweite Lesung (1 Korinther 15,12.16-20): Wenn verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.
Evangelium (Lukas 6,17.20-26): [In jener Zeit] stieg Jesus mit seinen Jüngern den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Jesus richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.