Pontifikalhochamt und Pfarrfest zum 50. Weihetag von St. Antonius 2019: Berühren und Bewegen!

Berühren lassen und und bewegen lassen durch Gott, so Pfr. Liebig und auch Weihbischof Dietz im Pontifikalhochamt zum 50. Weihetag unserer St. Antonius-Kirche, das seien zentrale Erfahrungen unseres Glaubens. Das Kreuzbild im Altarraum, so Weihbischof Dietz später, erinnere ihn an den monumentalen Cristo Redentor im Süden von Rio de Janeiro auf dem Berg Corcovado mit seinen auf die Betrachtenden hin ausgestreckten Armen. Genau so begegne Gott den Menschen – und dies zu allen Zeiten. Auch Petrus, dem wahrlich keine wesentlichen Qualifikationen für seine Rolle im Urchristentum zugeeignet waren, hat diesen Gott mit ausgestreckten Armen kennenlernen dürfen, genauso die Menschen von Künzell vor fünfzig Jahren und heute. Sie, wir alle dürfen von diesem Gott in unserem Denken, Sagen und Tun künden – entscheidend ist dabei nicht eine bestimmte Fähigkeit oder Qualifikation, sondern unsere Begeisterung für Gott. Es hat also einen guten Sinn, dass der Titel unseres Jubiläum-Lieds “Berührt und bewegt” lautet…

Erste Lesung (Ezechiel 47,1f.8-12) – Dann führte er mich zum Eingang des Tempels zurück und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar. Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln. Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund. Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden (die Fluten) gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben. Von En-Gedi bis En-Eglajim werden Fischer am Ufer des Meeres stehen und ihre Netze zum Trocknen ausbreiten. Alle Arten von Fischen wird es geben, so zahlreich wie die Fische im großen Meer. Die Lachen und Tümpel aber sollen nicht gesund werden; sie sind für die Salzgewinnung bestimmt. An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.
Zweite Lesung (1 Korinther 3,9-11.16f.) – Ihr seid […] Gottes Bau. Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein guter Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus. […] Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.
Evangelium (Matthäus 16,13-19) – Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.
Vielen Dank für die schönen Fotos von Christiana Fischer!