Ein neuer Gemeindereferent…

Zu Beginn des heutigen Gottesdienstes wurde mit Steffen Büdel der neue Gemeindereferent in unserem Pastoralverbund eingeführt. In seiner kurzen Ansprache nahm dieser das Stichwort “Tür” aus dem Tagesevangelium auf und verlieh seiner Freude Ausdruck, diese neue Tür seines Wirkens durchschreiten zu können und gemeinsam mit den Menschen an unseren Orten auch Neues zu begründen. Dabei bittet er um das begleitende Gebet und das Bewusstsein, dass es sich bei diesem Wegstück auch um einen geistigen Weg handele, der unter anderem von seiner Schönstatt-Prägung her, die er mit Pfr. Liebig teilt, Konturen gewinnen möge. – Auch Pfarrer Liebig nahm in seiner Predigt das Tagesevangelium auf: Die “enge Tür” sei uns heute in vielerlei Zusammenhängen vertraut, z.B. schon durch das Gute und auch Lästige von Passwörtern. Bei der Tür, von der im Evangelium die Rede ist, gehe es jedoch um ungleich mehr, nämlich den Zugang zu Gott, den Zugang zu unserer Rettung. Der Aufruf Jesu zur Bemühung um diesen Zugang gelte ungebrochen. Durch Aufmerksamkeit, das Entwickeln und Pflegen von Beziehungen und die Geduld, den richtigen Augenblick zu finden, ließe sich dieser offenen Tür zu Gott näher kommen. In alldem sei eine Grundhaltung der Liebe hilfreich, wie es schon Angelus Silesius im 17. Jahrhundert erkannte: “Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür.” – An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang zu Ehren des neuen Gemeindereferenten im Thomas-Morus-Haus an, einige Bilder dazu finden Sie weiter unten…

Erste Lesung (Jesaja 66,18-21): [So spricht der Herr:] Ich kenne die Taten und die Gedanken aller Nationen und Sprachen und komme, um sie zu versammeln, und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen. Ich stelle bei ihnen ein Zeichen auf und schicke von ihnen einige, die entronnen sind, zu den Nationen, zu den fernen Inseln, die noch keine Kunde von mir gehört und meine Herrlichkeit noch nicht gesehen haben. Sie sollen meine Herrlichkeit unter den Nationen verkünden. Sie werden alle eure Brüder aus allen Nationen als Opfergabe für den Herrn herbeibringen auf Rossen und Wagen, in Sänften, auf Maultieren und Kamelen, zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem, spricht der Herr, so wie die Söhne Israels ihre Opfergabe in reinen Gefäßen zum Haus des Herrn bringen. Und auch aus ihnen nehme ich einige zu levitischen Priestern, spricht der Herr.
Zweite Lesung (Hebräer 12,5-7.11-13): [Schwestern und Brüder!] Ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn er dich zurechtweist! Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet! Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? […] Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Leid; später aber gewährt sie denen, die durch sie geschult worden sind, Gerechtigkeit als Frucht des Friedens. Darum macht die erschlafften Hände und die wankenden Knie wieder stark, schafft ebene Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern vielmehr geheilt werden!
Evangelium (Lukas 13,22-30): [In jener Zeit] zog Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte. Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen. Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt und ihr draußen steht, an die Tür klopft und ruft: Herr, mach uns auf!, dann wird er euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid. Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben doch in deinem Beisein gegessen und getrunken und du hast auf unseren Straßen gelehrt. Er aber wird euch erwidern: Ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein, wenn ihr seht, dass Abraham, Ísaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid. Und sie werden von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Und siehe, da sind Letzte, die werden Erste sein, und da sind Erste, die werden Letzte sein.
Vielen Dank an Christiana Fischer für die schönen Aufnahmen aus dem Gottesdienst!