Familiengottesdienst: Wofür brennst du?

Gemeindereferent Steffen Büdel entwickelte im Predigtgespräch mit den neuen Kommunionkindern durch die Deutung einzelner Elemente des Adventskranzes einen im Altarraum gelegten adventlichen Weg in Richtung Weihnachten, das durch eine Schatzkiste vertreten wird, die am Heiligen Abend mit den Kindern geöffnet wird: Grüne Zweige könnten auf Hoffnung und Leben verweisen, die Rundheit des Kranzes sei ein Zeichen für die Ewigkeit und Unendlichkeit Gottes, die Schleifen könnten einerseits Probleme und Fesseln sein, die es in unserem Leben auch gibt, andererseits aber auch auf das Verwoben- und Vernetztsein hindeuten, das sich unserer Gemeinde als weiterhin gültiger Auftrag stellt. Die roten Adventskerzen erinnern auch an Liebe und Feuer. Beides, so wird in einer Erzählung deutlich, kann verzehren, doch auch und gerade dieses Verzehren und Verzehrtwerden sind typische Merkmale der lebendigen Menschen, die für allerlei Dinge und Anliegen brennen. So sei der Advent auch eine Zeit, das eigene Brennen für Gott neu zu entdecken, vielleicht auch die Flammen neu zu entfachen. Das Jahresleitwort “Die Hand am Puls der Zeit” steht auch in diesem Zusammenhang, ist der Advent doch auch eine Zeit der Reflexion, der Besinnung und der kritischen Sicht von dem, was uns umgibt und umfängt.

Erste Lesung (Römer 13,11-14a): Schwestern und Brüder! Bedenkt die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht. Legt als neues Gewand den Herrn Jesus Christus an.
Evangelium (Matthäus 24,37-44) [In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:] Wie es in den Tagen des Noach war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.