Von der Liebe Gottes

Beipiele für das Irregehen ähnlich dem des Schafs und des Sohnes im Tagesevengelium, so Pfr. Liebig in seiner Predigt, gebe es auch in unseren Tagen zuhauf: Extremismus, Rechthaberei, Profitstreben und Rücksichtslosigkeit führten genauso weg von Gott wie es Jesus bildhaft erkläre. Und dennoch sei die Liebe Gottes größer, halte all dies nicht nur aus, sondern mache sich damals wie heute auf die Suche auch und besonders nach denen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – verfangen haben in dieser Gottesferne…

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MessdienerInnen-Tag 2019: Dienen – gegen den Strom

Wer sich heutzutage in einer Grundhaltung des Dienens, ja schon in geringer Weise für die Sache Gottes engagiert zeigt, so Pfarrer Liebig in seiner Ansprache im Gottesdienst zum MessdienerInnen-Tag 2019, fällt auf und schwimmt gegen den Strom, gehörten doch Flexibilität, vermeintliche Toleranz und Unverbindlichkeit zu etablierten Einstellungen unserer Zeit. Doch sei diese Grundhaltung des Dienens ein unverkennbares Merkmal christlichen Lebens. Das Beispiel Jesu, sein Umgang mit den Menschen und sein Auftrag, ihm nachzufolgen, legten den Grund für diese Einstellung, sich selbst zurückzunehmen und von Anspruchsdenken und -handeln abzusehen – und dabei aber doch am Ende alles zu gewinnen. Als Beispiel könne der Dienst der Messdienerinnen und Messdiener gelten, der einerseits Einsatz und auch Disziplin erfordere, durch die Erfahrung der Gemeinschaft und vor allem durch den Dienst am Altar schon im Hier und Jetzt mehr als nur lohnenswert sei. Dieses Engagement präge und trage nachhaltig – was auch durch die Anwesenheit vieler Ehemaliger an diesem MessdienerInnen-Tag sichtbar geworden sei…

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Von der Zierde der Bescheidenheit

Bescheidenheit, so Offizial Domkapitular Prälat Prof. Dr. Lothar Wächter in seiner Predigt, sei eine Zierde, die in unseren Tagen an vielen Orten, nicht nur aber auch in der Kirche, auf dem Rückzug ist. Zu stark die Versuchung, der Drang, die Lust auf die besten Plätze, die besten Ämter, das beste Leben. Dies sei aber nicht der Weg Jesu, der im Tagesevangelium glasklar zu einer Haltung der Bescheidenheit und Demut werbe. Sind also Duckmäuserei und Kleinmachen gefordert? Mitnichten, denn diese Demut und Bescheidenheit nehme vielmehr am Beispiel Jesu Maß, der sich auch mit Witz und Einfallsreichtum gegen Unbescheidenheit zu wehren gewusst habe…

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Ein neuer Gemeindereferent…

Zu Beginn des heutigen Gottesdienstes wurde mit Steffen Büdel der neue Gemeindereferent in unserem Pastoralverbund eingeführt. In seiner kurzen Ansprache nahm dieser das Stichwort “Tür” aus dem Tagesevangelium auf und verlieh seiner Freude Ausdruck, diese neue Tür seines Wirkens durchschreiten zu können und gemeinsam mit den Menschen an unseren Orten auch Neues zu begründen. Dabei bittet er um das begleitende Gebet und das Bewusstsein, dass es sich bei diesem Wegstück auch um einen geistigen Weg handele, der unter anderem von seiner Schönstatt-Prägung her, die er mit Pfr. Liebig teilt, Konturen gewinnen möge. – Auch Pfarrer Liebig nahm in seiner Predigt das Tagesevangelium auf: Die “enge Tür” sei uns heute in vielerlei Zusammenhängen vertraut, z.B. schon durch das Gute und auch Lästige von Passwörtern. Bei der Tür, von der im Evangelium die Rede ist, gehe es jedoch um ungleich mehr, nämlich den Zugang zu Gott, den Zugang zu unserer Rettung. Der Aufruf Jesu zur Bemühung um diesen Zugang gelte ungebrochen. Durch Aufmerksamkeit, das Entwickeln und Pflegen von Beziehungen und die Geduld, den richtigen Augenblick zu finden, ließe sich dieser offenen Tür zu Gott näher kommen. In alldem sei eine Grundhaltung der Liebe hilfreich, wie es schon Angelus Silesius im 17. Jahrhundert erkannte: “Der nächste Weg zu Gott ist durch der Liebe Tür.” – An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang zu Ehren des neuen Gemeindereferenten im Thomas-Morus-Haus an, einige Bilder dazu finden Sie weiter unten…

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Weinfest 2019: Herausgefordert

“Der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater…” – dass Jesus im Evangelium von Zwietracht sogar im inneren Kreis der Familie nicht nur redet, sondern sagt, dass er diese begründet, so Pfr. Liebig in seiner Predigt am Sonntag des Künzeller Weinfests, erstaunt angesichts einer Gottesvorstellung, die Harmonie und möglichst ungestörte Ruhe überbetont. Am Beispiel des heiligen Franziskus führt er aus, dass diese produktive Zwietracht in verschiedenen Zeiten zu für die Kirche wichtigen Entwicklungen geführt hat. Selbst Papst Franziskus sei im Vatikan nicht unbestritten und somit auch in einem Zusammenhang der Zwietracht. So werde aber auch und gerade uns heute das Evangelium zur herausfordernden Frage: Sind wir bereit, für unseren Glauben zu stehen, einzutreten, konsequent auch gegen Missstände und Probleme vorzugehen?

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Rotznasen reinigen, Tränen trocknen und begleiten: die verlängerte Hand Gottes in Künzell

Im Familiengottesdienst wurde Frau Elisabeth Herbst, die 41 Jahre als Erzieherin und davon 24 Jahre als Leiterin unseres Kindergartens St. Michael wirksam war, mit Gesang, Tanz, Geschenken und ganz viel Lob in den Ruhestand verabschiedet. Überschlagen 1000 Kinder, so Pfr. Liebig, habe sie mit Liebe und Langmut die Rotznasen gereinigt, die Tränen getrocknet, an die Hand genommen – und sei so die verlängerte Hand, der verlängerte Arm Gottes in Künzell gewesen. Dem Gottesdienst, in dem es immer wieder Beifall gab für ihr Wirken und die Begeisterung, welche die Kinder in die Kirche brachten, folgte ein Sektempfang im Thomas-Morus-Haus. Eine Bilderstrecke finden Sie weiter unten…

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Durch das Scheitern hindurch…

Nachhaltiger Erfolg, so Pfarrer Liebig in seiner Einführung, führt nicht selten über das Scheitern, das nicht Scheitern bleibt, für das man sich schämt, sondern ein Scheitern, das ertragen wird und so durch sich selbst hindurchführt zum Ziel. Ähnlich, so greift er den Faden in der Predigt auf, sei es mit dem aktuellen Zustand der Kirche in Deutschland. Es würden allerorts Experimente gemacht mit organisatorischen und gemeindeübergreifenden Zusammenführungen, doch wäre der Trend des abnehmenden Interesses an der Kirche und der Art und Weise, wie sie das Evangelium verbreitet, ungebrochen. Nachhaltig und konstruktiv im Sinne des Kirchenbauens sei vielmehr das persönliche Gespräch, das individuelle Zeugnis, das gemeinsame Nachdenken über entscheidende Momente im Leben, in denen Gott begegnet, das Bemühen, auch und gerade das Leben und Geschehen in unseren Tagen als gottbegleitetes Leben und Geschehen zu enträtseln, zu begreifen. Gefordert sei also – mit den Worten Bischof Dybas – ein Kampf: sicher kein Kampf im körperlich gewalttätigen Sinne, aber im Sinne des Aufbegehrens gegen einen Wesentliches eindampfenden, undifferenziert gleichmachenden und zunehmend nur noch am eigenen Vorteil ausgerichteten Zeitgeist – ein Kampf dafür, dass das Reich Gottes Wirklichkeit werden kann…

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Den Sprung ins frische Wasser wagen

In dem zum Vortrag kommenden ersten Hirtenwort von Bischof Michael wird in erfrischender Klarheit und Tiefe ein Programm für die nächsten Jahre unseres Bistums entworfen: Anknüpfend an den Prozess “zusammen wachsen – Bistum Fulda 2030” umreißt Bischof Michael dabei vier Bereiche, in denen Vergewisserung, Veränderung und Entwicklung erforderlich sein werden: die Spiritualisierung der Gemeindepraxis, Förderung der Vernetzung und Selbstorganisation, Überdenken und Erweiterung des Leitungsbegriffs sowie Weiterentwicklung pastoraler Einheiten. Entscheidend sei bei allem, diese Schritte mit Mut und Gottvertrauen zu gehen, gleichsam – ähnlich dem nach dem Tod Jesu frustrierten Petrus am See Genezareth – den Sprung ins frische Wasser zu wagen und sich immer wieder gegenseitig zu stärken, eigene Glaubenserfahrungen zu teilen und den Schatz eigener, individueller Schlüsselmomente in und zu der Kirche hin neu zu entdecken und ins Gespräch zu bringen. Es gehe also nicht nur um äußerliche und systemische Veränderungen, sondern vor allem um eine innere “Einstellung und Haltung, mit der wir künftig unterwegs sein wollen, um fruchtbar unseren Weg als Kirche zu gehen.” – Das Bischofswort finden Sie weiter unten auch im Originalton des Bischofs und in Textform vor, dazu auch eine verlinkte Zusammenfassung.

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Fronleichnam 2019: Gott begegnen, Gott vertreten

Gott, so Pfr. Liebig im Fronleichnams-Gottesdienst 2019, begegnet uns auf verschiedene Weise, ganz besonders aber in der Eucharistie, deren Fest – sozusagen in Verlängerung von Gründonnerstag – Fronleichnam ist. Und die Eucharistie sei mehr als nur Zeichen, mehr als nur Erinnerung: In ihr wird Gott lebendig und in unserer Gegenwart wirksam. Hier ist der Kern unseres Glaubens, hier ist die Quelle für das, was uns antreibt. Diesen Glauben nicht für sich zu behalten, sondern hinaus auf die Straßen zu tragen und so auch jenseits der Kirchenmauern Gott buchstäblich zu vertreten, dies ist der tiefere Sinn der sich an den Gottesdienst anschließenden Prozession…

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