Goldene Hochzeit: Liebe aus Vertrauen und Hoffnung

Die für unsere Ohren drastische erste Lesung stellt uns Wert und Tragfähigkeit einer auf Gott vertrauenden Grundhaltung vor Augen. Dies mit dem feierlichen Anlass einer Goldenen Hochzeit zu verknüpfen, so Pfr. Liebig, ist nur auf den ersten Blick schwierig. So wie das feste Vertrauen auf Gott im Leben Spuren der Hoffnung hinterlasse, so sei auch eine über so lange Zeit tragende Ehe, das konkrete Beispiel verbindlich gelebter Liebe, ein Zeichen für ebendieses Gottvertrauen…

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Vom Willkommensein

Das Wort Jesu an Zachäus, so Pfarrer Liebig in seiner Predigt, ist das Wort Gottes, das immer wieder neu an uns und alle Menschen ergeht: du bist willkommen – woher du auch kommst, was auch immer du getan und gedacht hast, was auch immer schief gelaufen ist in deinem Leben. Zachäus bringt eine wichtige Voraussetzung mit für das Ankommen dieses Wortes Gottes, nämlich seine Neugier, seine Sehnsucht, sein Sehnen nach Gesehenwerden und sein Sehnen nach Sehen, nach Klarheit, nach neuer und tragfähiger Orientierung. Diese Sehnsucht steht auch uns heute gut an, ebenso die Bereitschaft zur Überprüfung unseres Weges und unserer Lebensrichtung. Und selbst wenn dies nicht gelingt, ist das Entscheidende doch Gottes Liebe, sein Interesse an den Menschen – geht er doch auch entschieden gerade denen hinterher, die nicht damit rechnen und es auch nicht unbedingt erwarten – seine Botschaft damals wie heute: Du bist willkommen!

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Vom Ziel zum Start

Das Evangelium vom allzu selbstsicheren Pharisäer und dem Zöllner, so Pfarrer Liebig in seiner Predigt, ruft uns zur Reflexion über uns selbst auf. In welcher der beiden Figuren finden wir uns wieder? Halten nicht auch wir uns hin und wieder für gut, für gerecht und in diesem Sinne für “ausgereifte” Menschen? Von dem Zöllner am hinteren Ende der Synagoge können wir Selbstkritik und Demut lernen. Im Leben komme es nicht darauf an, Berge zu versetzen und auf diese Weise außergewöhnliche Menschen zu werden, sondern im eigenen Rahmen und in den eigenen Bezügen das für gut und richtig Erkannte konsequent zu tun und sich dabei Erfolge klarzumachen, aber auch Scheitern einzugestehen. So sei das Ziel, das wir hin und wieder erreicht zu haben scheinen, doch nichts anderes als ein Zwischenziel und ein neuer Start…

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Kirchweih 2019: Dialog schafft Begeisterung

“Wo wohnt Gott?”, so Pfr. Liebig in seiner Begrüßung zum 50. Kirchweihfest der Antonius-Kirche. In Schriftworten, Liedtexten und nicht zuletzt einer gemeinsam mit Gemeindereferent Steffen Büdel gestalteten Dialogpredigt wurden dazu eine Reihe konstruktiver und aus Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft weisende Antworten gegeben und symbolhaft repräsentiert. So stehen beispielsweise das mit zwei Händen versehene Herz für gelingende Kommunikation, die Orchidee für maßvolles und nachhaltiges Wachstum, die Glühbirne für das Licht, das uns auf deren Grundlage aufgehen und unsere Begeisterung für die Sache Gottes entfachen kann – trotz und gerade wegen der Ungereimtheiten, Stockungen und Verstrickungen unseres Lebens, für die das geknotete Seil steht…

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Lasset uns danken…

Warum, so fragt Pfr. Liebig, fällt es uns Menschen nur so schwer, Danke zu sagen für das Gute, das uns widerfährt? Grundsätzliche Undankbarkeit oder andere Einstellungen könnten es doch nicht sein, vielleicht eher unsere Unaufmerksamkeit, unsere Vergesslichkeit? Der Gottesdienst, genauer die Eucharistie, also die Danksagung, genau dort, wenn es heißt “Lasset uns danken dem Herrn, unsern Gott…” sei der Ort der Erinnerung daran und Aufforderung dazu, immer wieder und immer wieder neu diesen Dank zu finden, zu denken und zu beten. Im Grunde sei dies eine Art Übung, deren Training für Christinnen und Christen zum Grundprogramm des geistigen Lebens gehören sollte…

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Bei mir piept’s!

Christinnen und Christen, so Domkapitular Wächter in seiner Predigt, müssen einen Vogel haben wie Hans im Glück, wenn sie das Tagesevangelium ernst nehmen. Dort gehe es am Beispiel des reichen Prassers und des armen Lázarus, der das bessere Ende genießt, um einen Weg in die Freiheit, der dem des belächelten Hans im Glück nicht unähnlich sei, da er in der systematischen Ent-Lastung von allem Belastendem, allem von Gott Wegführenden besteht. Frei und froh wie ein Vogel sei Hans am Ende der Geschichte – und glücklich. Aus der Not ist jedoch keine Tugend zu machen, von Hilfe und Engagement spreche uns das Evangelium nicht frei. Dennoch sei es erstrebenswert, zumindest ein Bewusstsein, einen Blick für die Gefangenschaften auch in unserer Zeit zu entwicklen und ihnen zu entrinnen zu versuchen…

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Von der Liebe Gottes

Beipiele für das Irregehen ähnlich dem des Schafs und des Sohnes im Tagesevengelium, so Pfr. Liebig in seiner Predigt, gebe es auch in unseren Tagen zuhauf: Extremismus, Rechthaberei, Profitstreben und Rücksichtslosigkeit führten genauso weg von Gott wie es Jesus bildhaft erkläre. Und dennoch sei die Liebe Gottes größer, halte all dies nicht nur aus, sondern mache sich damals wie heute auf die Suche auch und besonders nach denen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – verfangen haben in dieser Gottesferne…

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MessdienerInnen-Tag 2019: Dienen – gegen den Strom

Wer sich heutzutage in einer Grundhaltung des Dienens, ja schon in geringer Weise für die Sache Gottes engagiert zeigt, so Pfarrer Liebig in seiner Ansprache im Gottesdienst zum MessdienerInnen-Tag 2019, fällt auf und schwimmt gegen den Strom, gehörten doch Flexibilität, vermeintliche Toleranz und Unverbindlichkeit zu etablierten Einstellungen unserer Zeit. Doch sei diese Grundhaltung des Dienens ein unverkennbares Merkmal christlichen Lebens. Das Beispiel Jesu, sein Umgang mit den Menschen und sein Auftrag, ihm nachzufolgen, legten den Grund für diese Einstellung, sich selbst zurückzunehmen und von Anspruchsdenken und -handeln abzusehen – und dabei aber doch am Ende alles zu gewinnen. Als Beispiel könne der Dienst der Messdienerinnen und Messdiener gelten, der einerseits Einsatz und auch Disziplin erfordere, durch die Erfahrung der Gemeinschaft und vor allem durch den Dienst am Altar schon im Hier und Jetzt mehr als nur lohnenswert sei. Dieses Engagement präge und trage nachhaltig – was auch durch die Anwesenheit vieler Ehemaliger an diesem MessdienerInnen-Tag sichtbar geworden sei…

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Von der Zierde der Bescheidenheit

Bescheidenheit, so Offizial Domkapitular Prälat Prof. Dr. Lothar Wächter in seiner Predigt, sei eine Zierde, die in unseren Tagen an vielen Orten, nicht nur aber auch in der Kirche, auf dem Rückzug ist. Zu stark die Versuchung, der Drang, die Lust auf die besten Plätze, die besten Ämter, das beste Leben. Dies sei aber nicht der Weg Jesu, der im Tagesevangelium glasklar zu einer Haltung der Bescheidenheit und Demut werbe. Sind also Duckmäuserei und Kleinmachen gefordert? Mitnichten, denn diese Demut und Bescheidenheit nehme vielmehr am Beispiel Jesu Maß, der sich auch mit Witz und Einfallsreichtum gegen Unbescheidenheit zu wehren gewusst habe…

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